Erste Fahrt im Aston Martin Valhalla
Mit 1079 PS in den Sportwagenhimmel

Der Valhalla ist Aston Martins erster Plug-in-Hybrid-Supersportler mit Mittelmotor. Inspiriert vom Aston Martin Valkyrie und voller F1-Technologie fährt sich der 350-km/h-Bolide dank ausgeklügelter Software kinderleicht.
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Der spektakuläre Zweisitzer Valhalla ist Aston Martins erster Plug-in-Hybrid-Supersportler mit Mittelmotor.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wir fahren Aston Martins ersten Plug-in-Mittelmotor-Sportwagen Valhalla auf der Rennstrecke
  • Der Super-Hybridsportler kombiniert ein V8-Biturbo mit drei E-Motoren und leistet total 1079 PS und 1100 Nm
  • Seine Stückzahl wird auf 999 Exemplare limitiert, der Preis: knapp 1 Million Franken
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Wolfgang GomollFreier Mitarbeiter Auto & Mobilität

Zu Beginn etwas Namenskunde: In der nordischen Mythologie ist Valhalla die prächtige Halle des Gottvaters Odin. Der Ort, an den die im Kampf gefallenen Helden kommen – für Wikinger also das Paradies im Himmel. Warum Briten, die unter den Nordmännern gelitten haben, ihren Ausnahmesportler Valhalla nennen, erschliesst sich uns erst, als wir uns ihre Sagenwelt vor Augen führen. Beowulf, Camelot oder Lancelot – das klingt niemals so beeindruckend wie Valhalla.

Beeindruckend lesen sich aber die Fakten zum ersten Plug-in-Mittelmotor-Sportwagen von Aston Martin: 1079 PS, in 2,5 Sekunden auf Tempo 100, Spitze 350 km/h. Wobei dies im Elektro-Hypercar-Zeitalter gar nichts Besonderes mehr ist. Atemberaubend ist jedoch, wie effizient der Valhalla seine Kraft auf die Strasse bringt; mit welcher Leichtigkeit der 1655 Kilogramm schwere Sportler einlenkt und die Gänge blitzschnell in die passende Fahrstufe wechselt.

Ein Grund dafür sind Fahrwerk und Chassis. Basis ist eine extrem steife Fahrgastzelle aus Kohlefaser mit vorderem und hinterem Alu-Hilfsrahmen. Vorne gibts eine Pushrod-Vorderachse im Stil eines Rennwagens. Das heisst: Die Drehbewegung wird nicht direkt in einem konventionellen Federbein verarbeitet, sondern über Druckstangen in innenliegende Federn und Dämpfer geleitet.

Antrieb aus alter und neuer Welt

Ein weiterer Grund für das ausserordentliche Fahrerlebnis ist der Antriebsstrang – mit dem Besten aus der alten und neuen Motorwelt. Das Verbrenner-Herz ist ein Vierliter-V8-Biturbo mit einer Kurbelwelle, bei der die Kurbelzapfen aller Zylinder in einer einzigen Ebene angeordnet sind. So springt der Motor noch spontaner an. Ursprünglich stammt er aus dem Mercedes-AMG GT Black Series. Doch für den Valhalla gibts grössere Turbolader, neue Nockenwellen, überarbeitete Abgaskrümmer, neue Ansaugführung, Trockensumpfschmierung und Kolben für höhere Spitzendrücke. Das Resultat sind 100 zusätzliche PS (828). Doch das Beste: Obwohl derart hochgezüchtet, fährt sich das Triebwerk völlig easy – zudem stehen bereits ab 2500 Umdrehungen rund 90 Prozent des Systemdrehmoments von 1100 Nm an.

Systemdrehmoment? Richtig, den V8-Biturbo-Verbrenner ergänzen drei E-Motoren. Zwei sitzen vorne und bilden die P4-Einheit an der Vorderachse, die Chefingenieur Andrew Jay als Geheimwaffe des Valhalla bezeichnet. Allein diese zwei Motoren generieren 251 PS (185 kW), arbeiten stets mit und verteilen die Kraft nach Bedarf (dynamisches Torque Vectoring) aufs linke und rechte Vorderrad. Zudem treiben sie den Valhalla mithilfe der kleinen 6,1-kWh-Batterie rein elektrisch bis Tempo 140 an – allerdings nur rund 14 Kilometer weit.

Der dritte E-Motor des Hybridsportlers hat eine interessante Aufgabe. Im Aston-Sprech heisst er P2.5. Die sperrige Bezeichnung ergibt Sinn, denn dieser E-Motor ist ins Getriebe integriert, hängt an der Welle der geraden Gänge und kann so die Gangräder beim Schalten beschleunigen. Schalten wir zum Beispiel beim Anbremsen einer Kurve vom 6. mehrere Stufen in den 2. Gang runter, hilft der E-Motor, die passende Fahrstufe blitzschnell zu synchronisieren. Zudem startet er den V8-Verbrenner, füllt Turbolöcher und lädt die Hochvoltbatterie. Deshalb ist der P2.5-E-Motor nicht nur ein Showeffekt detailverliebter Ingenieure, sondern so etwas wie der unsichtbare Dirigent des gesamten Antriebsensembles und hält das ganze System unter Spannung.

Aston Martin Valhalla im Schnellcheck

Antrieb: Vierliter-V8-Biturbo-Benziner + 3 E-Motoren, Systemleistung 1079 PS (793 kW) bei 6700/min, 1100 Nm, 8-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe, 4x4, Batterie 6,1 kWh.
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 2,5 s, Spitze 350 km/h (rein elektrisch: 140 km/h), elektrische Reichweite ca. 14 km.
Masse: L/B/H 4,73/2,21/1,16 m, Gewicht 1655 kg.
Umwelt: Verbrauch und CO₂-Ausstoss noch nicht homologiert, Tank 65 Liter.
Preis: 979’965 Euro

Antrieb: Vierliter-V8-Biturbo-Benziner + 3 E-Motoren, Systemleistung 1079 PS (793 kW) bei 6700/min, 1100 Nm, 8-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe, 4x4, Batterie 6,1 kWh.
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 2,5 s, Spitze 350 km/h (rein elektrisch: 140 km/h), elektrische Reichweite ca. 14 km.
Masse: L/B/H 4,73/2,21/1,16 m, Gewicht 1655 kg.
Umwelt: Verbrauch und CO₂-Ausstoss noch nicht homologiert, Tank 65 Liter.
Preis: 979’965 Euro

Ausgeklügelte Aerodynamik aus der F1

Rennfahrer wissen: Kraft ist nichts ohne Kontrolle. Beim Valhalla ist das seine aktive Aerodynamik. Für Chefentwickler Kay sind die 610 Kilo Abtrieb ab 240 bis 350 km/h die zweite Geheimwaffe seines Babys. Der Heckflügel fährt wenn nötig bis zu 25,5 Zentimeter nach oben – und hilft auch beim Verzögern. Bei hohem Tempo werden die Anstellwinkel so verändert, dass nicht immer mehr Abtrieb entsteht, sondern das Niveau konstant bleibt. Der Valhalla häuft also nicht einfach Luftdruck an, bis Fahrwerk und Reifen überfordert sind, sondern hält die Balance über ein breites Tempofenster stabil. Und genau da unterscheidet er sich beispielsweise von anderen Hybrid-Gewaltmaschinen wie Ferrari SF90 oder Lamborghini Revuelto. Doch damit ist es nicht getan. Auch die Vorderachse muss mit diesem Druck umgehen können, sonst wird das Ganze unharmonisch. Und dazu haben die Aston-Techniker ganz genau bei ihren Kollegen vom F1-Team hingeschaut.

Wer jetzt das Gefühl hat, der Valhalla sei kompliziert zu fahren, der irrt. Im Gegenteil: Es ist imposant, wie einfach wir bei unserer Testfahrt auf der Rennstrecke mit diesem Geschoss extrem schnelle Rundenzeiten schaffen. Selbst wenn wir es übertreiben und übermütig zu spitz in die Kurve stechen, hilft uns der Supersportler mit seiner Elektronik aus der Patsche. Und wenn wir alles ideal treffen, bremst uns auch das fein abgestimmte ESP nicht ein. Die Bremse packt wenn nötig herzhaft, aber nicht zu wild zu und lässt sich ausgezeichnet dosieren. Kurz: Der Valhalla ist ein zivilisierter Supersportler, der den Konkurrenten die Auspuffrohre zeigt. Seine guten Manieren äussern sich aber auch darin, dass der hochgezüchtete V8 akustisch sehr zurückhaltend zu Werke geht.

Übrigens: Damit der exklusive Valhalla nicht zum Volkssportler verkommt, limitiert Aston Martin die Stückzahl auf 999 Exemplare – und verlangt den stolzen Preis von knapp einer Million Franken.

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