Darum gehts
- BMW X3 30e: Hybrid-SUV im Test mit Fokus auf Kosten und Nutzen
- PHEV sparsamer bei häufiger Ladung als Verbrenner
- Elektrische Reichweite 90 km, Verbrauch 4,6 l + 8 kWh/100 km
Zuerst vorweg: Der BMW X3 ist ein rundum gelungenes Auto, egal mit welchem Antrieb. Nachfolgend solls nicht nur ums spezifische Fahrzeug gehen, sondern um den Kostenvergleich innerhalb des Modellportfolios und verglichen mit anderen Antrieben.
BMW bietet den Mittelklasse-SUV in der vierten Generation seit 2024 mit verschiedenen Antrieben an: als Benziner, Diesel oder Plug-in-Hybrid. Letzteren namens X3 30e haben wir getestet.
Modernes Cockpit
Optisch hat BMW den 4,76 Meter langen SUV rundum überarbeitet. So gibts neue Scheinwerfer mit doppelten LEDs in L-Form und eine frische Front mit speziellem Kühlergrilldesign. Am Heck kommen neue Heckleuchten mit sogenannter T-Signatur dazu. Auf dem Armaturenbrett prangt die gewölbte Bildschirmlandschaft bestehend aus einem 12,3-Zoll-Digitalinstrument und einem 14,9 Zoll grossen Infotainmentdisplay. Auch wenn uns das Cockpit gefällt, wirken die inneren Türgriffe eher billig und passen nicht in das ansonsten hübsch gemachte Interieur.
Beim 30e arbeiten ein 190 PS (140 kW) starker Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und ein Elektromotor mit 184 PS (135 kW) zusammen. Ergibt eine Systemleistung von 299 PS (220 kW) und somit die drittstärkste Motorisierung der zur Wahl stehenden fünf Antriebe.
Auf der Strasse
Der X3 zieht dank E-Maschine flott aus tiefen Geschwindigkeiten an und kann bis zu 140 km/h rein elektrisch dahingleiten. Wenn sich dann der Vierzylinder zuschaltet, geschieht das ruckelfrei und akustisch unbemerkt. Der X3 lässt sich angenehm, agil und ruhig fahren – egal ob in tiefen oder hohen Geschwindigkeiten. Trotz optionalem Sportfahrwerk ist die Abstimmung nicht zu straff, dennoch genug abgehärtet, dass in Kurvenlagen die Karosserie nicht einsackt. Ausserdem lenkt der 2,1 Tonnen schwere X3 präzise und leichtgängig ein und ist gut gedämmt – das merken wir vor allem bei hohen Tempi auf der Autobahn. Zudem ermöglicht die 19,7 kWh grosse Batterie laut BMW knapp 90 Kilometer elektrische Reichweite.
Spezieller Hybridantrieb
Grösstes Manko des X3 30e: Einen Hybridmodus, bei dem auf Knopfdruck der Benziner dazu- oder abgeschaltet werden kann, suchen wir vergeblich. Auf Befehl kann zwar der Ladezustand gehalten werden (etwa für eine spätere Cityfahrt), nicht aber eine Kombination aus Elektro- und Benzinmotor gewählt oder der Akku geladen werden.
Auf Anfrage erklärt BMW, dass der Antrieb auf Effizienz ausgelegt sei und man deshalb bewusst auf eine zusätzliche Ladefunktion mit dem Verbrenner verzichtet habe, da dann der Spritverbrauch zu hoch wäre. Stellt man jedoch das Navi ein, so entscheidet das System selbst, ob Verbrenner-, Halte- oder Elektromodus für die aktuelle Fahrt sinnvoll ist. Schade: Einen DC-Anschluss zum schnellen Laden auf Langstrecken gibts nicht.
Kostenvergleich
Für die Kosten vergleichen wir den X3 30e mit dem X3 20, der von einem 208 PS (153 kW) starken Zweiliter-Benziner angetrieben wird: Beim Anschaffungspreis kostet der PHEV rund 3000 Franken mehr als der Verbrenner (72'100 Fr. vs. 69'400 Fr.). Dazu rechnet man den Verbrauch. BMW gibt beim PHEV 2,8 l/100 km an – wir kamen nach 235 zurückgelegten Kilometern mit anfangs vollgeladener Batterie auf 4,6 l + 8,0 kWh/100 km. Der X3 20 verbraucht laut BMW rund 7,0 Liter. So gerechnet ist der PHEV pro 100 km knapp 2 Franken günstiger. Je mehr man ihn ohne Verbrenner fährt, desto günstiger wirds im Alltag.
Antrieb Zweiliter-R4-Turbobenziner + 1 E-Motoren, Systemleistung 299 PS (220 kW), 450 Nm, 8-Gang-Automatikgetriebe, Allradantrieb, Batterie 19,7 kWh (netto)
Fahrleistungen 0 bis 100 km/h in 6,2 s, Spitze 215 km/h, elektrische Reichweite 88 km
Masse L/B/H 4,76/1,92/1,66 m, Leergewicht 2140 kg, Kofferraum 460 – 1600 l
Umwelt WLTP 2,8 l + 16,3 kWh/100 km, 64 g/km CO₂-Ausstoss lokal, Energieeffizienz E
Preis ab 71'900 Franken, Testwagen mit Optionen 97'410 Fr., Basisversion X3 20 xDrive mit 208 PS ab 69'400 Fr.
Antrieb Zweiliter-R4-Turbobenziner + 1 E-Motoren, Systemleistung 299 PS (220 kW), 450 Nm, 8-Gang-Automatikgetriebe, Allradantrieb, Batterie 19,7 kWh (netto)
Fahrleistungen 0 bis 100 km/h in 6,2 s, Spitze 215 km/h, elektrische Reichweite 88 km
Masse L/B/H 4,76/1,92/1,66 m, Leergewicht 2140 kg, Kofferraum 460 – 1600 l
Umwelt WLTP 2,8 l + 16,3 kWh/100 km, 64 g/km CO₂-Ausstoss lokal, Energieeffizienz E
Preis ab 71'900 Franken, Testwagen mit Optionen 97'410 Fr., Basisversion X3 20 xDrive mit 208 PS ab 69'400 Fr.
Wer jetzt denkt, dass man beim PHEV auch weniger Verkehrsabgaben hinblättern muss, der täuscht sich. Werden im Kanton Zürich für den Verbrenner 578 Franken im Jahr fällig, so sinds beim PHEV 698 Franken! Grund dafür ist das höhere Gesamtgewicht (2710 kg vs. 2500 kg) beim Hybriden.
Fazit
Und so bleibt beim X3 30e wie bei anderen Plug-in-Hybriden am Ende die Frage: Ist man im PHEV wirklich effizienter unterwegs? Nur wer konsequent lädt und so wenig wie möglich den Verbrenner nutzt, ist tatsächlich günstiger unterwegs. Doch dann kann man sich gleich einen Stromer kaufen und spart sich Spritkosten und Verkehrsabgaben (zumindest im Kanton Zürich) komplett. Auch die Servicekosten sind beim Stromer geringer. Einziges Argument, das für einen PHEV spricht, ist die Ausdauer auf der Langstrecke ohne Ladepausen. Aber auch in dieser Disziplin holen E-Autos wie der ab sofort erhältliche iX3 rasant auf: Er füllt die Akkus am DC-Schnelllader in rund 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent – und schafft mit einer Vollladung über 800 Kilometer.
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