Darum gehts
- VWs neuer ID. Polo fordert ab diesem Sommer die Konkurrenz heraus
- Die Basisversion kostet ohne Extras rund 25’000 Franken, die stärkere «Life»-Variante über 30’000 Franken
- Die Konkurrenz im elektrischen Kleinwagensegment aus Europa und Asien ist gross
VW ID. Polo – ab 24’900 Franken
Das lange Warten hat ein Ende: Diesen Sommer schliesst der Volkswagen-Konzern endlich die klaffende Lücke im elektrischen Kleinwagensegment. Neben dem Hoffnungsträger VW ID. Polo gehen auf gleicher Plattform auch die Technikbrüder Cupra Raval (hier gehts zum Test) und Skoda Epiq an den Start. Das Elektrotrio setzt bei der Einstiegsversion jeweils auf eine kompakte LFP-Batterie mit einer Kapazität von 37 kWh, womit bis zu 334 Kilometer laut WLTP drinliegen sollen. Mit einer Ladeleistung von bis zu 90 kW ist die Batterie am DC-Schnelllader in 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt. Auch die Leistung des E-Motors an der Vorderachse geht mit 116 PS (85 kW) absolut in Ordnung.
Doch der Eindruck des vermeintlichen günstigen Volksstromers täuscht, denn wer sich für das nackte Basismodell ID. Polo «Trend» ab 24’900 Franken entscheidet, sucht moderne Annehmlichkeiten wie Sitzheizung, Infotainmentsystem, Rückfahrkamera oder adaptive Assistenten vergeblich – die Liste der kostenpflichtigen Extras ist VW-typisch lang. Gleiches gilt für die Konzernbrüder Cupra Raval (ab 24’900 Fr.) und Skoda Epiq (ab 25’900 Fr.), deren bald bestellbare Basisversionen ähnlich spartanisch daherkommen. Die bereits besser ausgestattete Version ID. Polo «Life» mit stärkerem 135-PS-Motor (99 kW) kostet dann schon knapp über 30’000 Franken.
BYD Dolphin Surf – ab 20’990 Franken
BYDs kleinster Fisch im Teich ist ein echter Preisbrecher. Der knapp vier Meter kurze Citystromer fährt in der günstigsten Variante «Active» mit einem 88 PS (65 kW) starken E-Motor bereits ab 20'990 Franken los. Die dann verbaute LFP-Blade-Batterie mit einer Kapazität von 30 kWh verspricht eine Reichweite von 220 Kilometern. Wem das zu wenig ist, greift zur nächsthöheren Version «Boost», die immer noch bei unter 25’000 Franken startet, deren 43,2-kWh-Akku aber 322 Kilometer in Aussicht stellt. Am Schnelllader beträgt die Wartezeit 30 Minuten (10 bis 80 Prozent). In der 156 PS (115 kW) starken Topvariante «Comfort» (+ 4000 Fr.) sind dann auch Annehmlichkeiten wie 360-Grad-Kamera, beheizte Sitze oder kabelloses Smartphone-Laden serienmässig an Bord.
Citroën ë-C3 – ab 18’900 Franken
Noch günstiger als der Dolphin Surf und damit noch gefährlicher für den VW ID. Polo ist Citroëns ebenfalls knapp vier Meter kurzer Citystromer ë-C3. Als Version «Urban Range» mit kleiner 30-kWh-Batterie (Reichweite rund 200 km) startet der Elektro-Franzose bereits bei 18’900 Franken, für die Version «Comfort Range» mit 44-kWh-Akku (bis zu 325 km) bleibt der ë-C3 immer noch unterhalb der 25’000-Franken-Marke und lädt dann mit bis zu 100 kW am DC-Schnelllader (20 bis 80 Prozent in 26 min). Citroëns «Advanced Comfort»-Federung bügelt Unebenheiten in bester französischer Tradition serienmässig weg, für Vortrieb sorgt ein 113 PS (83 kW) starker E-Motor, der für den knapp 1,5 Tonnen schweren Cityzwerg völlig ausreichend ist.
Fiat Grande Panda – ab 24’990 Franken
Auf gleicher (Stellantis-)Plattform wie der ë-C3 hat Fiat seiner Kleinwagenikone Anfang 2025 neues Leben eingehaucht. Der futuristisch gezeichnete Grande Panda setzt wie der ë-C3 auf einen 113 PS starken E-Motor, wird aber nur mit grösserem 44-kWh-Akku angeboten (Reichweite bis 320 km). Auf den Listenpreis ab 24’990 Franken gibt Fiat aktuell einen Rabatt von 2100 Franken. Trotz E-Antrieb gibts im Kofferraum des Elektro-Panda gleich viel Platz wie in den ebenfalls erhältlichen Benzin- und Mildhybridversionen, die bereits bei 15’990 Franken starten.
Hyundai Inster – ab 24’490 Franken
Hip, kompakt und überraschend geräumig: Der Hyundai Inster zeigt, wie alltagstauglich ein nur 3,83 Meter kurzer Stromer sein kann. Neben der herausragenden Raumausnutzung und Variabilität (verschiebbare, komplett flach umlegbare Sitze) setzt schon die 97 PS (71 kW) starke Einstiegsversion «Pica» ab 24’490 Franken auf einen 42-kWh-Akku für bis zu 327 WLTP-Kilometer. Bei der Leistung am Schnelllader (max. 73 kW) hinkt aber auch die stärkere Version «Origo» mit grösserem 49-kWh-Akku (115 PS, 85 kW DC-Ladeleistung, ab 28’500 Fr.) der Konkurrenz etwas hinterher – von 10 auf 80 Prozent dauerts rund 30 Minuten.
Kia EV2 – ab 25’900 Franken
Kia schickt mit dem EV2 einen kantigen Mini-SUV ins Rennen, der optisch an die grossen Brüder EV3 und EV9 erinnert. Die Einstiegsversion «Light» ab 25’900 Franken setzt auf einen 42,2-kWh-Akku für solide 317 WLTP-Kilometer. Skurril: Der E-Motor an der Vorderachse leistet satte 147 PS (108 kW) – 11 PS mehr als die deutlich teureren Versionen mit 61-kWh-Akku, die bis zu 453 Kilometer weit stromern. Mit bis zu 116 kW am DC-Schnelllader ist die Batterie in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt. Dazu gibts Technik-Features wie das modernste Infotainmentsystem der Klasse (serienmässig), bidirektionale Ladefunktion und optional sogar verschiebbare Fondsitze. Auf gleicher Basis wie der EV2 startet im Herbst Hyundais scharf gezeichneter Technikbruder Ioniq 3 für wohl ebenfalls unter 30’000 Franken.
MG4 Urban – ab 19’900 Franken
Bei der Namenswahl hat die aufstrebende China-Marke beim neuen MG4 Urban kein glückliches Händchen bewiesen: Denn mit dem schon lange erhältlichen und kürzlich leicht aufgefrischten MG4 EV hat der Urban nichts gemein. Auch handelt es sich entgegen dem Namenszusatz nicht um einen typischen Cityflitzer. Der komplett neu entwickelte MG4 Urban streckt sich auf 4,40 Metern Länge ins Kompaktsegment und bietet entsprechend deutlich mehr Platz als seine hier aufgelisteten Konkurrenten. Beim Preis dürften sie alle in Schockstarre verfallen: Schon die 150 PS (110 kW) starke Einstiegsversion für unter 20’000 Franken kommt mit grossem 43-kWh-Akku auf eine Reichweite von bis zu 325 Kilometern. Mit grösserem 54-kWh-Akku und 160 PS (118 kW) starker E-Maschine gehts ab 22’490 Franken los. Und selbst die vollausgestattete Version «Premium» knackt nur knapp die 25’000-Franken-Marke.
Renault 5 E-Tech – ab 27’500 Franken
Dass beim Autokauf Emotionen eine grosse Rolle spielen, beweist die elektrische Neuauflage des legendären Renault 5 eindrücklich (hier gehts zum Langzeittest). Der 3,92 Meter kurze Cityflitzer im coolen Retrodesign mag rational betrachtet nicht das preiswerteste und praktischste Modell im Segment sein, gehört aber dennoch zu den Bestsellern der Renault-Palette. In der Einstiegsversion «Urban Range» arbeitet ein 120 PS (90 kW) starker E-Motor an der Vorderachse, der von einem 40-kWh-Akku gespeist wird. Die maximale Reichweite beträgt 312 Kilometer. Die Version «Comfort Range» mit 150 PS (110 kW) und 52-kWh-Akku (Reichweite bis 410 km) kostet bereits knapp über 30’000 Franken.
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