Darum gehts
- Steckerfahrzeuge erreichten im ersten Halbjahr 2026 36,3 Prozent Marktanteil
- Hohe Benzinpreise durch Iran-Krieg treiben Absatz von E-Autos und Hybriden an
- Knapp 117'000 Neuwagen im ersten Halbjahr (plus drei Prozent zu 2025)
Nimmt die Elektromobilität in der Schweiz endlich Fahrt auf? Klar ist: Im ersten Halbjahr 2026 legten Steckerfahrzeuge (E-Autos und Plug-in-Hybride) stark zu, wie die neusten Zahlen von Auto-Schweiz zeigen.
Im Juni knackten die Steckerfahrzeuge erstmals die 40-Prozent-Marke bei den Neuwagen. Im gesamten Halbjahr kommen Stromer auf 36,3 Prozent Marktanteil. Sie jagen damit die Hybride, die mit 36,5 Prozent hauchdünn vorne liegen. Herkömmliche Verbrenner verlieren derweil weiter an Bedeutung und kommen noch auf 27,2 Prozent Marktanteil.
Rekorde wegen Benzin-Schock
Das erste Halbjahr bricht Rekorde: Ein Fünftel mehr reine Stromer und ein Viertel mehr Plug-in-Hybride rollten auf die Strasse. Ein wichtiger Grund für den Boom sind die hohen Benzinpreise wegen des Iran-Kriegs. Auch Occasionsverkäufer merkten in den letzten Monaten eine Trendwende in Richtung E-Autos.
Die Autoimporteure sind trotzdem nicht in Feierlaune. Das Wachstum der E-Mobilität bleibe hinter den Erwartungen zurück, warnt Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker. «Die mehr als 350 elektrischen Modelle in allen Preisklassen überzeugen noch nicht alle Neuwagenkäufer.» Vorurteile gegen Stromer blieben weit verbreitet.
Weniger als zehn Prozent aller Autos auf Schweizer Strassen haben heute einen Stecker. Auto-Schweiz fordert deshalb Steuererleichterungen für Stromer, mehr Ladesäulen und günstige Energiepreise.
Insgesamt wurden in der Schweiz und in Liechtenstein in den ersten sechs Monaten knapp 117'000 Neuwagen verkauft. Das sind drei Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr 2025.