Weltpremiere des neuen SUV-Flaggschiffs Peaq
Skodas elektrischer Gipfelstürmer

Nach dem Mini-Stromer Epiq feiert nur wenige Wochen später Skodas neues Elektro-Flaggschiff Peaq seine Weltpremiere. Der Familien-SUV bietet Platz für bis zu sieben Passagiere und dürfte einmal mehr für rote Köpfe bei den anderen VW-Konzernmarken sorgen.
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Das vierte Elektromodell von Skoda trägt den Namen Peaq und steigt zum neuen SUV-Flaggschiff der tschechischen VW-Tochtermarke auf.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Skoda enthüllt Elektro-SUV Peaq mit bis zu sieben Sitzplätzen.
  • Peaq bietet bis zu 640 km Reichweite, 299 PS und Allrad.
  • Marktstart ist im Herbst, die Preise starten ab 60'350 Franken.

Erst vor wenigen Wochen feierte Skodas dritter Stromer Epiq im Rahmen der Eishockey-WM in der Umwelt Arena in Spreitenbach AG seine Weltpremiere. Der nur 4,17 Meter kurze Mini-SUV markiert ab Herbst mit Preisen ab 25'900 Franken Skodas neuen Einstieg in die Elektromobilität. Der Epiq teilt sich VWs neue Elektro-Plattform MEB+ mit dem Cupra Raval (hier gehts zum Test) sowie dem VW ID. Polo und ID. Cross und reiht sich unterhalb der beiden Skoda-Stromer Elroq und Enyaq ein.

Schon vor der Premiere des Epiq nervten sich einige Markenverantwortliche im VW-Konzern über die immer grössere Beliebtheit der Tschechen, die mit ihrer Budget-Strategie nicht nur der externen, sondern zunehmend auch der internen Konkurrenz im Konzern das Wasser respektive die Kundinnen abgraben. Die Kritik dürfte mit der neuesten Enthüllung im Hause Skoda nicht leiser werden.

Passend zum Namen Peaq (engl. Peak: Gipfel) zog Skoda auf dem 1379 Meter hohen Gipfel des Mont Salève unweit von Genf das Tuch vom neuen SUV-Flaggschiff der Marke. Der Peaq positioniert sich mit 4,87 Metern Länge sogar knapp oberhalb des konventionell betriebenen Kodiaq, bietet ebenfalls Platz für bis zu sieben Personen und zumindest für Skoda ein völlig neues Komfortniveau im Innenraum. Mit dieser Strategie will der edel ausstaffierte Familien-SUV die bekannten Qualitäten der zahlreichen Wettbewerber aus Südkorea, Japan und China kontern.

Mehr als 600 km Reichweite

Der Elektro-SUV wird in der Schweiz lediglich als Version mit grösserem 91-kWh-Batteriepaket angeboten, die als Hecktriebler Peaq 90 mit 286 PS (210 kW) oder als Allradler Peaq 90x mit 299 PS (220 kW) und 545 Nm Drehmoment zu haben ist. Von 0 auf Tempo 100 gehts in 7,1 bzw. 6,7 Sekunden, die Spitze liegt bei 160 bzw. 180 km/h. Viel wichtiger: Die Reichweite, die Skoda mit maximal 640 Kilometern bei der Version mit Heckantrieb (Verbrauch: 14,9 kWh/100 km) angibt. Beim Allradler (16,0 kWh/100 km) stehen maximal 610 Kilometer im Datenblatt. Mehr Leistung dürfte eine spätere RS-Version bieten, die dann aber mehr als die aktuell verfügbaren 340 PS (250 kW) der anderen Skoda-Stromer bieten sollte.

Durch die bekannte MEB-Plattform verzichtet der Peaq auf eine zeitgemässere 800-Volt-Ladetechnik, womit das Nachtanken am DC-Schnelllader von 10 auf 80 Prozent knapp eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Das maximale Ladetempo bleibt wie schon bei Enyaq und Elroq bei unter 200 kW. Der Tscheche kann auf Wunsch mit einer elektronischen Dämpferregelung für mehr Spreizung zwischen Komfort und Sportlichkeit ausgestattet werden.

Weniger und trotzdem mehr

Innen bietet der 4,87 Meter lange Familien-SUV nicht nur zahlreiche Ablagen, sondern dank seines 2,97 Meter langen Radstandes viel Platz für bis zu sieben Personen, wobei es besonders auf den Komfortsitzen vorne und in Reihe zwei sehr bequem zugeht. Im Cockpit präsentiert sich der Peaq mit seiner kleinen Instrumenteneinheit, Head-up-Display sowie einem 13,6 Zoll grossen Zentralbildschirm betont nüchtern und fast schon skandinavisch gestylt. In der Mittelkonsole finden sich Schalter für die Klimatisierung und zwei Ladeschalen für Smartphones. Für entsprechenden Wohlklang sorgen bis zu 16 Lautsprecher mit 755 Watt.

Viel Licht ins Innere des neuen Crossovers bringt das 2,1 Quadratmeter grosse Panoramadach, das sich jedoch nicht mit einer Jalousie verschatten, sondern nur auf Knopfdruck elektrisch verdunkeln lässt. Das Ladevolumen beträgt in der Version mit fünf Sitzen stolze 935 Liter – mehr als jeder andere Skoda. Der vordere Frunk bietet zusätzliche 37 Liter Stauvolumen. Die maximale Anhängelast des Peaq 90 liegt bei 1800, bei der Allradversion Peaq 90x bei 2000 Kilogramm.

Skodas neues Elektro-Flaggschiff, das auch über eine bidirektionale Ladefunktion verfügt, fährt im Herbst bei den Händlern vor und startet als Peaq 90 bei 60'350 Franken. Die Allradversion Peaq 90x geht bei 62'850 Franken los. Das erste Elektromodell von Skoda, das ohne E als Anfangsbuchstaben auskommt, hat so definitiv das Zeug, zu einem weiteren Gipfelstürmer im Konzern aufzusteigen. 

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