Darum gehts
- Skoda zeigt neue getarnte Bilder des Mini-SUVs Epiq
- Der rund 4,15 Meter lange Epiq wird zum dritten Skoda-Stromer nach Enyaq und Elroq
- Weltpremiere feiert der Epiq im Mai, im Sommer solls zu Preisen ab 25'000 Franken losgehen
Während viele andere Marken darben, ist Skoda hochzufrieden. Von den 1'065'000 verkauften Modellen rollten 2025 mehr als 836'000 Autos aus den Showrooms der europäischen Händler – Platz 3 in der Markenstatistik. Jeder vierte ausgelieferte Skoda war dabei zumindest teilweise elektrifiziert: Knapp 175'000 Fahrzeuge waren rein elektrisch, fast 44'000 Plug-in-Hybride – jeweils eine Verdoppelung zu 2024. Damit war Skoda 2025 der viertgrösste Anbieter von E-Modellen in Europa. Das weltweit erfolgreichste Modell bleibt mit 190'000 Zulassungen der kompakte Octavia vor dem Familien-SUV Kodiaq (130'000), die beide maximal entweder mit konventionellem oder Plug-in-Hybrid-Antrieb erhältlich sind. Doch reine Stromer holen gerade in Europa auf und das dürfte mit dem neuen Mini-SUV Epiq weiter zunehmen, von dem Skoda nun neue getarnte Teaserbilder veröffentlicht hat.
Für die tschechische VW-Tochter wird es nach Enyaq und Elroq das dritte Elektromodell, das sich mit einer Länge von rund 4,15 Meter deutlich unterhalb der grossen SUV-Brüder positioniert. So ähnlich sich die beiden Elektro-Crossover Enyaq (4,66 m) und Elroq (4,49 m) sind, so unterschiedlich sind deren Käufer auf dem deutschen Markt. Während der Enyaq 78 Prozent Flottenkunden und gerade einmal 14 Prozent Privatkunden auf sich vereinen kann, sieht das beim Elroq signifikant anders aus. Jeder zweite Kunde ist ein Privatkunde und seine Eroberungsrate – also der Anteil Käufer, die von einer anderen Marke auf den Elroq wechseln – liegt bei 75 Prozent.
Skoda kommt vor VW
Das sieht man in Wolfsburg nur eingeschränkt gern: Der Skoda Elroq gewinnt nämlich nicht nur externe Kunden, sondern räubert gerade auch bei Volkswagen. Dort beschweren sich einige Markenverantwortliche immer lauter über den Erfolg von Skoda-Modellen wie Superb, Enyaq oder Octavia, die insbesondere Passat, Tiguan und Golf ertragreiche Kundinnen wegnehmen. Jetzt befürchten viele, dass das beim kleinen Elektro-SUV Epiq noch schmerzhafter werden könnte: Technisch baut er auf der gleichen Plattform wie VWs Mini-SUV-Pendant ID. Cross und der flachere ID. Polo auf, die beide aber erst deutlich nach dem Start des Epiq im Sommer 2026 zu den Händlern rollen dürften. Und dann bahnt sich mit dem Skoda Peaq ein neues siebensitziges Topmodell in Kodiaq-Grösse an, das ebenfalls bei VW räubern dürfte.
Preislich solls beim Einstiegs-Crossover Epiq bei knapp 25'000 Franken losgehen – insofern wird der Tscheche für junge Familien interessant sein, denen ein Enyaq oder Elroq zu teuer war. Damit liegt er auf dem Niveau des Verbrennermodells Kamiq. «Der künftige Skoda Epiq bietet jede Menge Auto zu einem attraktiven Preis und einen grossen Innenraum bei kompakten Abmessungen. Unsere Kunden wollen die Wahl haben, daher erweitern wir unser wachsendes E-Mobilitäts-Portfolio um dieses beliebte Segment», sagt Skoda-CEO Klaus Zellmer (58) dazu.
Weltpremiere im Mai
Trotz der kompakten Abmessungen gibts im Elektro-SUV aus dem Konzernwerk im spanischen Navarra Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder auf fünf Sitzplätzen sowie einen variablen Laderaum von 475 bis 1344 Litern. Geplant sind zwei Batterievarianten mit 38 und 52 kWh, womit Reichweiten zwischen 330 und 425 Kilometern möglich sein sollen. Je nach gebotener Schnellladeleistung dürften die ganz grossen Ferienreisen damit aber eher selten sein.
Im Armaturenbrett bietet der Ministromer das bekannte Paket aus kleinem Infodisplay für die Instrumente und grossem Zentralbildschirm. So erfolgt die Bedienung per Sprache, Touchscreen oder die horizontal ausgerichteten Module am Lenkrad. Der Skoda Epiq ermöglicht zudem bidirektionales Laden (auch interessant: Wie E-Autos unser Stromnetz revolutionieren) und verwandelt sich so in einen mobilen Energiespeicher, der elektrische Energie in das häusliche Stromnetz speisen und für den Betrieb elektrischer Geräte zur Verfügung stellen kann. Die offizielle Weltpremiere erfolgt im Mai, die ersten Modelle dürften im Sommer zu den Schweizer Händlern rollen.