Im Emil Frey Classic Center in Safenwil AG liegt an diesem Abend Hochspannung in der Luft. Vor den Augen der rund 180 geladenen Gäste zückt Jann Billeter (53) um 19.52 Uhr den alles entscheidenden Umschlag und verkündet Sekunden später, welcher Hersteller sich über den Titel zum «Schweizer Auto des Jahres 2026» freuen darf. «And the winner is ... der BMW iX3!» Mit einem Jubelschrei stürmt Sergio Solero, CEO von BMW Schweiz, auf die Bühne, stemmt die Trophäe in die Höhe und teilt sein Glück dem Publikum mit: «Dieser Titel macht uns bei BMW unglaublich stolz. Wir freuen uns sehr, dass wir endlich auch einmal als Sieger auf dieser Bühne stehen dürfen!»
BMW mit grossem Vorsprung
Soleros Jubel kommt nicht von ungefähr: Erstmals in der 15-jährigen Geschichte der wichtigsten Schweizer Autowahl wird ein BMW von der Fachjury um den neuen Jurypräsidenten und Rennprofi Nico Müller (33) zum Schweizer Auto des Jahres erkoren! Der Elektro-SUV iX3 scheint am Testtag Anfang Oktober 2025 auf dem Gelände von TCS Training & Freizeit AG – Zentrum Betzholz in Hinwil ZH bei den 15 Jurorinnen und Juroren mächtig Eindruck gemacht zu haben: Trotz starker, fast ausschliesslich elektrischer Konkurrenz kann sich der BMW mehr als ein Viertel aller zu vergebenen Punkte sichern (92 von 350) und triumphiert mit gewaltigem Vorsprung vor dem zweitplatzierten Smart #5 (52) und dem drittplatzierten Kia EV4 (42).
Der 4,78 Meter lange Mittelklasse-SUV iX3, der als erstes Modell auf BMWs revolutionärer «Neue Klasse»-Plattform aufbaut und punkto Ladeleistung, Reichweite und Bedienkonzept neue Massstäbe setzen will, beerbt mit seinem Sieg Renaults Mini-Retrostromer R5, der sich vergangenes Jahr vor Volvo EX30 und Citroën ë-C3 durchsetzen konnte.
Audi siegt beim Publikum
Für den zweiten grossen Titel des Abends gaben nicht 15, sondern mehrere Tausend Personen ihre Stimmen ab. Die Leserinnen und Leser der Ringier-Medien-Schweiz-Titel Blick, SonntagsBlick, «Schweizer Illustrierte», «L'illustré» und «La Domenica» konnten bei der wichtigsten sprachübergreifenden Autowahl der Schweiz aus 39 Neuheiten ihre Favoriten küren. Und wählten erstmals seit 2020 keinen Skoda zuoberst aufs Podest! Anders als bei den letzten fünf Austragungen hatte die tschechische VW-Tochter schlicht kein Auto für die Publikumswahl zugelassen. Dafür fährt eine andere durch die Amag importierte Marke in die Herzen des Schweizer Publikums: Audi mit der Coupévariante Sportback des Kompakt-SUVs Q3.
Der langjährige Audi-Schweiz-Chef Dieter Jermann guckt etwas irritiert, als er von Moderator Jann Billeter auf die Bühne gebeten wird: «Ich bin gerade etwas baff, mit dem ersten Platz haben wir wirklich nicht gerechnet. Der Titel freut uns natürlich sehr und er zeigt, dass die Schweizer Kunden auch weiterhin offen für alle Antriebsarten sind.» Mit deutlichem Vorsprung auf den nicht als reiner Stromer angebotenen Audi Q3 Sportback fährt wiederum der BMW iX3 aufs Treppchen, der nach dem Triumph in der Jurywahl auch beim Schweizer Publikum bestens anzukommen scheint. «Wow, so cool, dass der neue iX3 auch bei den Schweizerinnen und Schweizern punkten konnte. Wir von BMW Schweiz werden heute Abend definitiv auf unsere Siege anstossen!» Das Podium komplett macht Renault-Tochter Alpine mit dem elektrischen Kleinwagensportler A290, der technisch auf dem Vorjahressieger der Jurywahl, Renault 5, aufbaut. Auch Renault-Schweiz-Chefin Claudia Meyer hat an diesem Abend erneut einen guten Grund, mit ihrem Team zu feiern.