Mit dem Elektroauto nur noch Tempo 90 auf der Autobahn?
1:23
«Das ist völlig sinnlos»:Mit dem Elektroauto nur noch Tempo 90 auf der Autobahn?

Neue Umfrage zu E-Autos
Ferien mit dem Stromer? Für viele Schweizer kein Problem

Reichweitenangst ist Geschichte! Vor den Sommerferien boomen E-Autos. Selbst die Angst vor dem Ladestopp auf dem Weg ans Meer schwindet.
Kommentieren
1/5
Ladepausen auf der Ferienfahrt? Für viele Schweizerinnen und Schweizer kein Problem.
Foto: imago/Westend61

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studie: Schweizer akzeptieren ein bis zwei Ladestopps bei 600-km-Ferienfahrten
  • Durchschnittliche Wunschreichweite für Ferien: 630 Kilometer
  • E-Auto-Suchanfragen auf AutoScout24 stiegen zum Vorjahr um 35 Prozent
RMS_Portrait_AUTOR_1108.JPG
Gabriel KnupferRedaktor News

Viele Schweizer fahren am liebsten mit dem eigenen Auto in die Ferien. Damit sind sie maximal flexibel und unabhängig bei der Reiseplanung. Doch gilt das auch für den Trip mit dem Stromer? Immerhin dauert ein Ladestopp (noch) weit länger als die fünf Minuten, in denen ein Verbrenner aufgetankt ist.

Eine neue Studie von AutoScout24 und YouGov zeigt: Für die Fahrt ans Meer (600 Kilometer) akzeptiert die Mehrheit ein bis zwei Ladestopps. Pausen gehören für viele bei der Fahrt in den Urlaub sowieso dazu.

«Viele Menschen betrachten das Laden unterwegs heute als normalen Bestandteil einer längeren Reise», sagt Alberto Sanz, Autochef bei der Swiss Marketplace Group, die AutoScout24 betreibt.

Hohe Erwartungen

Allerdings sind die Erwartungen an die Reichweite dennoch hoch: Im Schnitt wünschten sich die Leute in der Umfrage für Ferienfahrten eine Mindestreichweite von 630 Kilometern von einem Stromer. Zum Vergleich: In einem grossen Reichweiten-Test in Norwegen kamen nur Topmodelle so weit.

Bei den Befragten, die einem künftigen E-Auto-Kauf grundsätzlich offen gegenüberstehen, waren die Ansprüche aber realistischer: Sie wünschten sich im Schnitt 530 Kilometer Reichweite für Ferientrips. In diesem Bereich ist die Auswahl an Modellen deutlich grösser.

Suchanfragen steigen

AutoScout24 sieht einen Wendepunkt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen auf der Plattform die Suchanfragen für E-Autos vor den Sommerferien (15. Mai bis 15. Juni) um 35 Prozent. Die Kontaktanfragen an Verkäufer legten um 40 Prozent zu und die erfolgreichen Verkäufe um 16 Prozent.

Damit bestätigt sich der Trend aus dem Frühling. Unter anderem wegen des hohen Benzinpreises in Folge des Iran-Kriegs boomen E-Autos gerade. Dazu kommt ein weiterer Grund: Bei Stromern sind nicht nur die Betriebskosten günstiger. Auch der Anschaffungspreis gleicht sich immer stärker den Verbrennern an.

E-Autos immer billiger

Denn die Preise für Elektroautos auf der Plattform von AutoScout24 purzeln. Neue E-Autos kosteten im Juni 2025 im Schnitt noch 57'200 Franken – jetzt im Juni 2026 sind es nur noch 51'700 Franken. Auch gebrauchte Stromer wurden etwas günstiger, von 43'300 Franken auf 42'100 Franken.

Eine der grössten Hürden beim Kauf von E-Occasionen ist aber nicht der Preis, sondern die Batterielebensdauer. Eine mögliche Lösung: Ein Zertifikat der Batteriegesundheit gebrauchter Stromer würde das Vertrauen der Käufer laut Studie erhöhen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen