Nächster Nagel im Sarg
Weitere Airline gibt den Riesenflieger Airbus A380 auf

Der Airbus A380 verabschiedet sich schrittweise aus den Lüften: Qantas stellt den Betrieb des grössten Passagierflugzeugs der Welt bis 2028 ein. Am Schluss dürfte nur noch eine Airline am Riesenvogel festhalten.
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Die australische Airline Qantas gibt den Passagierliebling A380 auf.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Australische Airline Qantas mustert Airbus A380 bis 2028 aus
  • Steigende Wartungs- und Treibstoffkosten machen den Superjumbo unwirtschaftlich
  • Von 251 ausgelieferten A380 hat Emirates 116 gekauft
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Gabriel KnupferRedaktor News

Flugreisende lieben den geräumigen und im Innern leisen Airbus A380. Doch für die Airlines ist das grösste Passagierflugzeug der Welt weniger attraktiv. Sie schicken auch auf der Langstrecke lieber kleinere Flieger mit zwei Triebwerken in die Luft.

Die Folge: Keine 20 Jahre nach der ersten Auslieferung verschwindet der A380 bereits wieder aus den Lüften. Im August zog auch Qantas den Stecker: Die australische Airline verzichtet schon 2028 auf den Riesenvogel – vier Jahre früher als geplant.

Vier Airlines haben den Flieger ausgemustert

Als Grund für die Ausmusterung nennen die Australier die steigenden Wartungs- und Treibstoffkosten. Inklusive Qantas betreiben aktuell noch zehn von ursprünglich 14 Airlines den A380. Air France, Thai Airways, China Southern und Malaysia Airlines haben den Flieger bereits ausgemustert.

Für Airbus war der A380 zwar ein technischer Erfolg. Doch die Auslieferungen erfüllten die Erwartungen nie: Bis zum Produktionsende 2021 wurden nur 251 Exemplare ausgeliefert.

Am Schluss bleibt nur Emirates

Experten erwarten, dass sich die meisten Airlines bis Mitte der 2030er-Jahre vom Superjumbo verabschieden. «Fluggesellschaften mit kleineren A380-Flotten werden diese aus dem Verkehr ziehen», sagt George Dimitroff von der Fluganalysefirma Cirium gegenüber dem Sender CNN. «Am Schluss wird es ein Flieger sein, der nur noch von Emirates betrieben wird.»

Der grösste Betreiber Emirates hat 116 von aktuell noch rund 190 A380 in der Flotte. Die Golf-Airline hat an seinem Mega-Drehkreuz in Dubai ganze Terminals speziell für den A380 gebaut.

«Emirates plant, den A380 bis in die frühen 2040er-Jahre zu betreiben», erklärte Emirates-Präsident Tim Clark gegenüber CNN. «Deshalb investieren wir Milliarden in die Modernisierung der bestehenden Flugzeuge.»

Gerade für preisbewusste Passagiere ist das schleichende Aus eine Hiobsbotschaft: Verschwindet der A380, schrumpft das Angebot an günstigen Economy-Sitzen auf Spitzenstrecken – und die Ticketpreise steigen.

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