Massiver Gewinneinbruch in China
Nun steckt auch BMW ganz tief in der Krise

Bei BMW sinkt der Gewinn im zweiten Quartal um ein Drittel – vor allem wegen des schlechten Chinageschäfts. Weltweit droht der Abbau von 8000 Stellen. Was ist da los?
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Wie geht es mit BMW nach dem massiven Gewinneinbruch weiter?
Foto: IMAGO/Panama Pictures

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • BMW verliert im zweiten Quartal 2026 ein Drittel des Gewinns
  • China-Absatz sinkt im ersten Halbjahr 2026 um 56'000 Fahrzeuge
  • Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer: «Ursache ist das Geschäftsmodell der deutschen Autoindustrie»
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Gabriel KnupferRedaktor News

Lange trotzte BMW der Autokrise. Nun trifft es auch die Münchner hart: Der Gewinn brach im zweiten Quartal um ein Drittel ein, weltweit streicht der Konzern 8000 Stellen.

Wo das Problem geografisch liegt, ist klar: BMW hat in China im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 56'000 Fahrzeuge weniger verkauft. Das Plus in Europa und den USA fängt dieses massive Minus nicht auf.

Langer Negativtrend

In den letzten vier Jahren habe BMW ein Drittel seiner Verkäufe in China eingebüsst, schreibt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer (75) in einer Analyse. Fazit: «Nicht Donald Trump und die Zölle sind die Ursache für die Krise, sondern das Geschäftsmodell der deutschen Autoindustrie.»

Der Negativtrend begann bereits im Jahr 2023. Kein neues Modell und keine Preissenkung brachten die Wende. Dabei ist es kein Naturgesetz, dass ausländische Hersteller in China darben müssen. Tesla bewies gerade eben, was mit der richtigen Technologie und hohen Rabatten möglich ist. Der E-Auto-Pionier steigerte die weltweiten Verkäufe im ersten Halbjahr vor allem dank China um 16 Prozent.

«Tesla kann Pricing, die deutschen Autobauer bisher nicht», sagt Dudenhöffer dazu. Tesla, Xiaomi, Xpeng, Li Auto und BYD haben alle Einstiegsmodelle für umgerechnet unter 30'000 Franken im Angebot. «Wenn BMWs Neue-Klasse-Modelle für 40'000 Franken beim Autohändler stehen, ist das zu teuer.»

«In China, for China»

Doch was kann der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic (57) gegen die Krise unternehmen? «Der Personalabbau gibt eine Atempause, mehr nicht», so Dudenhöffer. «BMW muss sich in China neu erfinden.»

VW sei hier unter dem Motto «in China, for China» bereits weiter. Der Slogan bedeutet, dass Autos wie die ID.Unyx-Modelle oder der berühmte «Audi ohne Ringe» in China exklusiv für die chinesische Kundschaft entwickelt werden.

Mit Partnern wie Xpeng und Horizon Robotics entstünden neue VW-Fahrzeuge, die sich mit chinesischen Modellen von BYD, SAIC oder Chery messen lassen, meint Dudenhöffer. «BMW ist noch sehr weit davon entfernt.»

Schneller und digitaler

Das Auto der Zukunft komme aus China. «Wer erfolgreich sein will, muss die Gesetze der Chinesen beachten.» Dazu gehören schnelle Entwicklung, überschaubare Modellvarianten, ein Cockpit voller Digitaltechnologie, KI-Fahrfunktionen und ständig neue Batterieinnovationen.

Der Ruf nach «Technologieoffenheit» (sprich: dem Festhalten am Verbrenner) verfange in China hingegen nicht. Tesla hat schliesslich auch noch nie etwas anderes als E-Autos angeboten – und ist damit trotz der riesigen einheimischen Konkurrenz erfolgreich.

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