Darum gehts
- BMW steigerte Absatz 2025 um 0,5 Prozent auf 2,46 Millionen Fahrzeuge
- Absatzplus dank der Marke Mini, die über ein Drittel E-Autos verkaufte
- China-Rückgang: Absatzeinbruch im grössten Automarkt der Welt
Kleiner Lichtblick für die gebeutelte deutsche Autoindustrie. Während der VW-Konzern und Mercedes 2025 weniger Autos verkauften, lieferte wenigstens der BMW-Konzern unter dem Strich etwas mehr Fahrzeuge aus als im Vorjahr.
Zwar verkaufte die Kernmarke nur 2,17 Millionen Fahrzeuge, was einem Rückgang um 1,4 Prozent entspricht. Doch weil die Tochter Mini um 17,7 Prozent zulegte, gab es für die BMW-Gruppe ein kleines Plus von 0,5 Prozent auf 2,46 Millionen Fahrzeuge.
Jeder dritte Mini ein Stromer
Der Erfolg von Tochter Mini ist vor allem für BMWs Elektro-Zukunft ein gutes Zeichen: Von den 288'000 verkauften Fahrzeugen war mehr als jedes Dritte ein Stromer (106'000).
Mini ist ein Überbleibsel der Übernahme von Rover durch die Deutschen im Jahr 1994. Heute spielt die Marke bei der Elektrifizierung der Flotte eine Vorreiterrolle.
Zum Vergleich: Insgesamt lag der Elektro-Anteil im BMW-Konzern bei 18 Prozent aller verkauften Fahrzeuge. «Vor allem bei unseren elektrifizierten Modellen konnten wir eine starke Nachfrage erzeugen», sagte BMW-Vertriebschef Jochen Goller (59) zum Jahresergebnis.
Erfolg in Europa
Besonders in Europa wuchs BMW im letzten Jahr deutlich. BMW und Mini verkauften auf dem Kontinent über eine Million Autos, was einem Zuwachs von 7,3 Prozent entspricht. Eine Ausnahme bildete die Schweiz, wo die Marke BMW 6,2 Prozent weniger Autos verkaufte und auch Mini diesen Rückgang nicht kompensieren konnte.
In den USA verkaufte die Marke BMW 4,7 Prozent mehr Fahrzeuge und erreichte mit knapp 400'000 Auslieferungen einen neuen Absatzrekord. Die Autozölle von US-Präsident Donald Trump (79) konnten die Münchner also nicht ausbremsen.
Absturz in China
Das grosse Sorgenkind für alle deutschen Hersteller – inklusive BMW – bleibt China. Für BMW und Mini gab es 2025 auf dem grössten Automarkt der Welt einen Rückgang von 12,5 Prozent auf 626'000 Fahrzeuge.
Das Problem: Aus Deutschland sind in China in erster Linie Verbrennermodelle gefragt. Doch im Reich der Mitte machen E-Autos bereits die Hälfte der verkauften Fahrzeuge aus. Und bei diesen tobt ein ruinöser Preiskrieg der zahlreichen einheimischen Hersteller. BMW und Co. können dabei nicht mithalten.
Viele neue Modelle
Insgesamt hielt sich BMW unter den deutschen Autokonzernen trotz China-Sorgen am besten. Die VW-Gruppe erlitt 2025 einen weltweiten Absatzrückgang um 0,5 Prozent. Mercedes verkaufte sogar neun Prozent weniger Autos, wobei die Zahlen wegen unterschiedlicher Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar sind.
In den nächsten zwei Jahren setzt BMW auf eine Produktoffensive. «Insgesamt wird die BMW Group bis 2027 mehr als 40 neue und überarbeitete Fahrzeuge in verschiedenen Antriebsvarianten auf den Markt bringen», sagte Goller. 2026 sind dies etwa der neue Stromer iX3 und auch die Modelle X5 oder BMW 3er und BMW 7er.