Kahlschlag beim deutschen Auto-Riesen
Diese Modelle stehen bei VW, Audi und Co. auf der Kippe

Der VW-Konzern strafft sein Modellangebot bis 2030 radikal. Erste Streichungen wie der VW Touran und der Audi A1 sind bereits beschlossen. Doch es dürfte noch viele weitere Modelle treffen.
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VW-Produktion in Wolfsburg: Der deutsche Auto-Gigant will profitabler werden. Dafür streicht der Konzern bis 2030 das Modell-Angebot zusammen.
Foto: (c) Sebastian Dorbrietz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • VW streicht bis 2030 bis zu 50 Prozent der Modelle und gar bis zu 75 Prozent der Varianten
  • VW Touran und T-Roc Cabrio werden eingestellt, beliebte Stromer dürften bleiben
  • Porsche setzt auf Verbrenner, Audi könnte Sportback-Modelle streichen, Seats Zukunft unsicher
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Gabriel KnupferRedaktor News

Der VW-Konzern plant einen radikalen Schnitt. «Die Modellpalette wird auf die attraktivsten Marktsegmente konzentriert und schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft», gab die Volkswagen Group letzte Woche bekannt. Die Zahl der Varianten und Ausstattungen soll bis 2030 sogar um bis zu 75 Prozent sinken!

Doch welche Modelle wird es konkret treffen? VW machte am Donnerstag keine Angaben dazu. Trotzdem gibt es klare Hinweise darauf, welche Baureihen vor dem Aus stehen, wie die «Automobilwoche» schreibt.

Der Abbau hat schon begonnen

Bei Kernmarke VW rollt der Van Touran schon seit Frühling nicht mehr vom Band. Für das T-Roc Cabrio ist nächstes Jahr ebenfalls Schluss. Wenig spricht zudem für eine Weiterführung des Mini-SUVs Taigo und des Stromers ID.5. Die Verbrenner Golf, Tiguan, T-Roc und Passat sowie die erfolgreichen Elektromodelle ID.3, ID.4, ID.7 sind hingegen auch in Zukunft gesetzt.

Audi stellte in diesem Jahr die Baureihen A1 und Q2 bereits ein. Gefährdet sind ausserdem die Sportback-Varianten, die viel zusätzlichen Produktionsaufwand erzeugen. Ausserdem hat Audi bald sieben SUVs im Angebot – hier wäre eine Kürzung ebenfalls denkbar.

Die Strategie von Porsche ist seit letztem Herbst bekannt: Der Sportwagenbauer will sich wieder stärker auf Verbrenner und Plug-in-Hybride konzentrieren und weniger E-Autos produzieren. 911, Cayenne und Macan sind ungefährdet. Unsicher ist die Zukunft des Stromers Taycan und des Verbrenners Panamera. Die Entwicklung des rein elektrischen 718 ist zwar weit fortgeschritten, doch es gab Anfang Jahr trotzdem Spekulationen über eine Einstellung.

Bei Skoda hält die Automobilwoche grosse Streichungen für unwahrscheinlich. Unsicher sei die Nachfolge der Verbrennermodelle Fabia, Scala und Kamiq. In Spanien dürfte sich die VW-Gruppe stärker auf die Wachstumsmarke Cupra fokussieren und Seat auf wenige Modelle zusammenschrumpfen – oder gar ganz streichen.

Weniger Auswahl für Kunden

Konzernchef Oliver Blume (58) will VW mit der Verschlankungskur «zum attraktivsten Automobilunternehmen der Welt» machen. Um endlich auch im harten chinesischen E-Auto-Markt zu punkten, startete der Konzern zudem eine Modelloffensive im Reich der Mitte. Auch diese «chinesischen» VW-Modelle könnten ein Thema für den europäischen Markt werden.

Entscheidend fürs Erreichen der Ziele ist bei allen VW-Marken die Reduzierung der Varianten und Ausstattungen. Die unzähligen Kombinationen bei Motoren, Batterien, Innenausstattungen und Elektronik sind ein riesiger Kostentreiber.

Für die Kunden heisst das: Die Auswahl schrumpft. Die VW-Gruppe wird dafür schneller entwickeln, billiger produzieren und vor allem mehr Gewinn schreiben können, wenn der Plan aufgeht.

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