Darum gehts
- Cristiano Ronaldo besitzt einen exklusiven Bugatti Centodieci im Wert von über 10 Millionen Franken
- Yann Sommer fährt ein einziges Auto – einen Oldtimer: den Mercedes SL 280 «Pagode» (1968)
- Granit Xhaka fuhr in England oft einen Smart Fortwo im Wert von 10’000 Franken
Für automobile Zurückhaltung sind Fussballstars nicht bekannt. Extremstes Beispiel für Extravaganz ist nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz der Mann, dessen weltbekannte Initialen für sich schon die Bezeichnung eines Supersportwagens sein könnten: Cristiano Ronaldo aka CR7. In der höchst exklusiven Autosammlung des 41-jährigen Superstars befinden sich auch mehrere millionenteure Supersportwagen, wie etwa der nur zehnmal gebaute, 1600 PS starke Bugatti Centodieci. Preis: mehr als zehn Millionen Franken!
Eine Ausnahme ist der portugiesische Ausnahmekönner mit seiner Vorliebe für schöne, schnelle und teure Autos aber bei weitem nicht – man erinnere sich an Argentinien-Legende Diego Maradona (1960–2020), der beim SSC Napoli regelmässig in seinem schwarzen Ferrari Testarossa vorfuhr. Doch auch Schweizer Nati-Stars sorgen regelmässig mit Auftritten in PS-starken Boliden für Aufsehen – ob der Visa-verspätete Breel Embolo (29) in einer 585 PS starken G-Klasse von Mercedes-Haustuner AMG oder Mannschaftsmotor Granit Xhaka (33) im noch pompöseren Luxus-SUV Lamborghini Urus.
Dass aber selbst Fussballstars manchmal den bescheidenen Auftritt bevorzugen oder ganz bewusst die Grossspurigkeit auf der Strasse beiseitelassen, zeigt die folgende, etwas andere Übersicht.
Yann Sommer– Mercedes SL 280 Pagode
Der 2024 aus der Nati abgetretene Rekordgoalie (94 Länderspiele) feiert bis heute grosse Erfolge. Neben dem Platz lässt es der amtierende italienische Meister mit Inter Mailand lieber zurückhaltend angehen: Während viele seiner Berufskollegen mit PS-starken Boliden von sich reden machen, ist Yann Sommer (37) ein stiller Geniesser – und Oldtimerfan. Zusammen mit seiner Familie besitzt das FC-Basel-Urgestein denn auch nur ein einziges Auto: einen dunkelblauen Mercedes SL 280, Spitzname Pagode, mit Jahrgang 1968.
Gianluigi Buffon– Fiat 500
Der zwölffache italienische Meister, fünffache Welttorhüter des Jahres und Weltmeister von 2006 hält etliche Rekorde (657 Serie-A-Spiele, 176 Länderspiele) und hat in seiner langen Profikarriere (1995–2023) ein beträchtliches Vermögen angehäuft. In seiner Heimatstadt Turin wurde Gianluigi Buffon (48) dennoch über Jahre hinweg privat am häufigsten in einem ganz normalen, silbernen Fiat 500 oder des Öfteren auch in einem standardmässigen Lancia Ypsilon gesichtet.
Fabian Schär– Taxi Mama
Während seine damaligen Nati-Kollegen in Ferraris, Lamborghinis und Porsches zum Trainingscamp in Bad Ragaz vorfuhren (hier gehts zur Story), sorgte Newcastle-Verteidiger Fabian Schär (34) kurz vor der EM 2021 für den wohl sympathischsten Auftritt beim Zusammenzug: Statt mit massenweise PS unter der Haube wird er von Mutter Marion im BMW-Kombi persönlich ins «Grand Resort» chauffiert. Als Dank gibts zur Verabschiedung noch eine Umarmung.
Robert Lewandowski– Chery Tiggo 9
Der scheidende FC-Barcelona-Star und polnische Rekordstürmer (165 Länderspiele, 89 Tore) muss sich die WM 2026 von der Couch anschauen. So bleibt dem zweifachen Weltfussballer des Jahres mehr Zeit, sich auf seine neue Rolle als globaler Markenbotschafter für Chery zu konzentrieren. Der chinesische Autohersteller, der mit Marken wie Jaecoo oder Omoda aktuell auf europäischem Expansionskurs ist und demnächst auch in der Schweiz startet, übergab Robert Lewandowski (37) im Mai in der Europazentrale in Barcelona (ES) seinen neuen Dienstwagen: den Plug-in-Hybrid-SUV Chery Tiggo 9.
Arturo Vidal– Fiat Panda
Der chilenische Starspieler konnte in verschiedenen europäischen Ligen Erfolge feiern und wurde unter anderem einmal spanischer, dreimal deutscher und fünfmal italienischer Meister. Während seiner Zeit bei Inter Mailand zeigte sich Arturo Vidal (39) stolz in einem türkisfarbenen Fiat Panda der ersten Generation. Er wollte damit ein Zeichen setzen, dass er auch mit den «kleinen Dingen im Leben» zufrieden ist. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass der kantige Kleinwagen zwischen einem Ferrari 488 und einer von Brabus veredelten Mercedes G-Klasse parkiert ist.
Lionel Messi– Mini Cooper Cabrio
Der achtfache Weltfussballer des Jahres krönte seine lange Karriere mit dem Gewinn der WM 2022 in Katar. Der amtierende Captain der argentinischen Nationalmannschaft legte sich im Laufe der Jahre eine umfangreiche Sammlung teurer, schneller und exklusiver Boliden zu, die auf mehr als 40 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Darunter soll sich immer noch ein konventionelles Mini Cooper Cabrio befinden, das sich Lionel Messi (38) schon in jungen Jahren zugelegt hatte.
Jürgen Klinsmann– VW Käfer Cabrio
Als Bundestrainer war Jürgen Klinsmann (61) massgeblich am Sommermärchen 2006 beteiligt, als Deutschland unter seiner Ägide völlig überraschend den dritten Platz an der Heim-WM erreichte. Auch als Spieler überraschte der Weltmeister von 1990 immer wieder Medien und Fans: Während seiner Zeit bei Tottenham Hotspurs pendelte die Stürmerlegende mit blonder Mähne täglich mit einem hellblauen VW Käfer Cabrio Baujahr 1967 zum Trainingsareal. Das Auto wurde auf der Insel zum Markenzeichen für Klinsmanns Bodenständigkeit.
Granit Xhaka– Smart Fortwo
Der Nati-Star (146 Länderspiele) ist für seine Liebe zu teuren und schnellen Autos bekannt und war unter anderem schon stolzer Besitzer eines Lamborghini Urus und eines Audi R8. Am meisten Aufmerksamkeit erregte Granit Xhaka (33) während seiner Zeit beim FC Arsenal allerdings, als er regelmässig mit einem unscheinbaren Smart Fortwo zum Training erschien. Der Wert des Cityflitzers laut britischen Medien: umgerechnet knapp 10’000 Franken. Ab und an wurde das Basler Urgestein auch in einer von Brabus getunten Ultimate E-Version gesehen, die er vor seinen damaligen Teamkollegen als «bestes Auto aller Zeiten» anpries.
Pep Guardiola– Nissan Leaf
Nicht nur an der Seitenlinie feierte der abtretende Startrainer von Manchester City grosse Erfolge, sondern glänzte bereits als Spieler mit hoher Spielintelligenz. Auf der Strasse soll Pep Guardiola (55) allerdings ein absolut katastrophaler Autofahrer sein, der im englischen Linksverkehr schon mehrere Luxuswagen beschädigt haben soll. Jahrelang setzte er deshalb privat auf einen komplett unaufregenden, rein elektrischen Nissan Leaf – das Auto gilt als sein absoluter «Vernunft-Cruiser».
Harry Kane– Jaguar F-Pace
Der englische Stürmerstar ist ein echter Rekordmann. Kein anderer Spieler hat öfters fürs englische Nationalteam getroffen (78 Tore), keiner mehr Tore für den Londoner Traditionsverein Tottenham Hotspurs erzielt (213). Bei seinem Wechsel zu Bayern München 2023 knackte Harry Kane (32) zudem den Bundesligarekord für den teuersten Spieler aller Zeiten (100 Millionen Euro). Trotz 25 Millionen Euro Jahresgehalt zählt ein Jaguar F-Pace mit Vierzylinder-Basismotor (ab 50’000 Franken) zu seinen absoluten Lieblingsautos, wie Kane der englischen Boulevardzeitung «The Sun» verriet: «Ich liebe meinen Jag. Nicht zu gross, nicht zu klein – ein echtes Familienauto mit einer sportlichen Note.»
Pelé– VW Käfer
Die brasilianische Fussballlegende (1940–2022) war der offizielle Weltfussballer des 20. Jahrhunderts und ein grosser Fan deutscher Autos. Die Fahrschule absolvierte Pelé in der brasilianischen Version des Auto Union 1000 S (später Audi), zu seinem 18. Geburtstag schenkte ihm VW beim Werksbesuch einen Käfer, der offiziell als Pelés erstes Auto gilt. Im Laufe seiner beeindruckenden Karriere fuhr der dreifache Weltmeister vorzugsweise Mercedes, zunächst einen 220 S «Heckflosse», dann ein Strich-Acht-Coupé. Als Pelé sein 1000. Tor schoss, schenkte ihm der frühere Bayern-München-Präsident Roland Endler (1913–2003) einen Mercedes 280 S.
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