Wohnmobil von Schweizer Paar irrtümlich in Kanada abgeschleppt
«Wir waren nur hier, um Lebensmittel einzukaufen»

Ein Schweizer Paar erlebt Ärger in Squamish, Kanada. Ihr Wohnmobil wird fälschlicherweise vor einem Walmart abgeschleppt. Trotz Fehler zahlen sie über 200 Franken. Eine Rückerstattung ist ausstehend.
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Das Wohnmobil des Schweizer Paars Ulrich G. und Renate S. wurde in Kanada fälschlicherweise abgeschleppt.
Foto: PRIVAT

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Paar in Kanada: Wohnmobil in Squamish fälschlich abgeschleppt
  • Walmart entschuldigt sich und verspricht Rückerstattung der 200 Franken Busse
  • In British Columbia gelten strenge Parkregeln, oft nur drei Stunden erlaubt
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Mattia JutzelerRedaktor News

Ein unschöner Zwischenfall trübt die Kanada-Ferien des Schweizer Paars Ulrich G.* und Renate S.*. Während die beiden in einem Walmart in der Kleinstadt Squamish Lebensmittel einkaufen, wird ihr Wohnmobil vom Parkplatz des Supermarktes abgeschleppt.

Die beiden müssen eine Busse von umgerechnet über 200 Franken bezahlen, um ihr Fahrzeug zurückzubekommen. Und das, obwohl der verantwortliche Walmart zugibt, dass ihr Wohnmobil fälschlicherweise abgeschleppt wurde.

«Wir sind nicht verantwortlich. Wir haben nicht darum gebeten, dass das Fahrzeug abgeschleppt wird», meint das Paar zur Lokalzeitung «The Squamish Chief». «Wir waren nur hier, um Lebensmittel einzukaufen. Warum müssen wir jetzt dafür bezahlen, dass das Wohnmobil vom Abschlepphof abgeholt wird?»

Abschleppkosten sollen erstattet werden

Hinter dem Abschleppen des Wohnmobils steht eine Verschärfung der Regeln des lokalen Walmarts. Immer häufiger würden Einheimische und Touristen ihre Wohnwagen und Camper über Nacht auf dem Parkplatz des Supermarkts abstellen. Um dies zu verhindern, hat Walmart ein Abschleppunternehmen organisiert, das gezielt Fahrzeuge mitnimmt, die länger als drei Stunden vor dem Supermarkt parkieren.

Das Wohnmobil des Schweizer Paars stand allerdings weniger als eine Stunde auf besagtem Parkplatz. Den zwei Schweizern steht demnach eine Rückerstattung zu. Das bestätigt auch der betroffene Walmart. «Es tut uns leid für die Erfahrung, die diese Kunden gemacht haben», meinte eine Sprecherin zum «Squamish Chief». «Wir arbeiten daran, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten, um ihnen die Abschleppkosten zu erstatten.»

Gemeinden erlassen eigene Regeln

Obwohl es sich im Fall des Abschleppens des Schweizer Ehepaars um einen Irrtum handelte, müssen Touristen in Kanada wegen Falschparkierens immer wieder tief in die Tasche greifen. Mit seiner wunderschönen Natur und seinen weiten, offenen Strassen ist das Land in Nordamerika ein beliebtes Ziel für Wohnmobilreisen. Reisende müssen dabei jedoch einige wichtige Regeln beachten.

In der Provinz British Columbia, wo sich auch die Stadt Squamish befindet, dürfen Gemeinden und Unternehmen ihre eigenen Regeln bezüglich der erlaubten Parkierzeit erstellen. Wer ausserhalb von Campingplätzen übernachten will, muss sich deshalb jedes Mal über die geltenden Regulierungen informieren. Das schreibt die International Drivers Association auf ihrer Webseite. Zeitliche Beschränkungen, wie bei dem Walmart, seien keine Seltenheit.

Dasselbe gilt auch für die beliebten kanadischen Nationalparks. Wer zum Beispiel mit dem Wohnmobil neben dem weltberühmten Lake Louise im Nationalpark Banff übernachten will, muss im Vorfeld eine Genehmigung beantragen. Ansonsten kann eine Busse von mehreren Tausend Franken drohen.

* Namen bekannt 

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