Darum gehts
- Trump-Regierung führt Handelskrieg gegen Kanada
- Ontario droht mit Stopp von Stromlieferungen für 1,5 Millionen Haushalte
- Kanada kündigt Vergeltungszölle ab 8. September an
US-Präsident Donald Trump (80) hat geschworen, auf jede Vergeltungsmassnahme Kanadas im aktuellen Handelsstreit zu reagieren. Nachdem Trump 50 Prozent Zoll auf kanadische Waren im Wert von 20 Milliarden Dollar, darunter Bier, Käse und Elektronik erhob, drohte Doug Ford (61), Premierminister von Ontario, damit, die Strom- und Rohstofflieferungen an die USA zu stoppen.
«Wir versorgen 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen mit Strom. Alles ist verhandelbar. Ich werde alles Notwendige tun», sagte dieser. Auch Kanadas Premierminister Mark Carney (61) kündigte Vergeltungszölle an, die ab dem 8. September in Kraft treten sollen.
Nicht mehr viel Handel mit Ontario
Dass Trump eine solche Ankündigung nicht auf sich sitzenlassen wird, war klar. Der US-Präsident hat auf Truth Social geschrieben, dass er allenfalls, den Ontariosee in «Lake America» umbenennen wolle. «Die Vereinigten Staaten erwägen ernsthaft, den Namen des Ontariosees in Lake America zu ändern, da wir nicht mehr erwarten, viel Handel mit Ontario zu treiben.»
Damit schiesst er verbal gegen Kanadas bevölkerungsreichste Provinz und deren Premierminister. Die Handelskrise mit dem nördlichen Nachbarn bleibt also angespannt.
Nicht das Erste umbenannte Gewässer
Der Streit verschärft sich auch, da Trump angeblich gefordert haben soll, Quebec müsse Englisch statt Französisch nutzen – ein Vorwurf, den er vehement zurückweist. «Ich würde mich niemals in die Angelegenheiten von Kanadiern einmischen, die Französisch sprechen!», erklärte er ebenfalls auf Truth Social.
Bereits in der Vergangenheit hatte Trump mit ähnlichen Vorschlägen polarisiert, etwa als er den Golf von Mexiko in «Golf von Amerika» umbenannte.