Darum gehts
- Fünf Taucher starben Donnerstag in einer Höhle auf den Malediven
- Eliteeinheit mit finnischen Spezialisten sucht seit Sonntag nach vier Leichen
- Körper seit vier Tagen in 50-Metern-Tiefe, Rettung schwierig
Fünf Taucher starben am Donnerstag bei einem schweren Unglück auf den Malediven. Die Italiener wollten eine Unterwasserhöhle besuchen, tauchten jedoch nicht mehr auf. Bisher wurde erst eine Leiche geborgen. Bei dem Versuch, die vier restlichen Körper zu finden, starb ein Rettungstaucher. Nun wurde eine Eliteeinheit aufgeboten.
Drei finnische Spezialtaucher sind mittlerweile auf dem Archipel eingetroffen. Am Montag soll die Suche weitergehen. Die von der europäischen Tauchorganisation DAN Europe zusammengestellte und entsandte Eliteeinheit wird das Gebiet rund um den Alimatha-Höhlenkomplex in der Nähe des Vaavu-Atolls absuchen.
Rettungsaktion birgt Risiken
Unter ihnen sind auch Sami Paakkarinen und Patrik Grönqvist. Höhlentaucher, die bei einigen der schwierigsten Einsätze mitgewirkt haben, darunter die Rettung einer in einer thailändischen Höhle eingeschlossenen Fussballmannschaft im Jahr 2018.
Laura Marroni, CEO von DAN Europe, sagte gegenüber der Zeitung «La Stampa»: «Wir holen sie zurück. Wir können sie nicht den Haien überlassen. Wir brauchen hier Experten.» Zeit sei ein entscheidender Faktor, denn die Körper seien nun bereits seit vier Tagen in einer Höhle von 50 Meter Tiefe.
«Wir wollen helfen»
Das Suchgebiet ist extrem herausfordernd. Das Team aus erfahrenen europäischen Tauchern traf am Sonntag in Malé, der Hauptstadt der Malediven, ein – mit dem Ziel, die Suchmannschaften zu unterstützen.
Marroni sagte: «Wir haben unsere jahrzehntelange Erfahrung zur Verfügung gestellt und die besten und erfahrensten Taucher ausgewählt, die sofort verfügbar waren: das finnische Team.»
Das Elite-Trio kann bis in Tiefen von fast 150 Metern tauchen, was ihm genügend Spielraum für die Erkundung des schwer zugänglichen Höhlenkomplexes verschafft.