Tauchunfall auf Malediven
Rettungstaucher stirbt bei Suche nach Leichen der Italienern

Ein Rettungstaucher ist bei der Suche nach den Leichen von vier Italienern, die bei einem Tauchunfall auf den Malediven ums Leben gekommen sind, verstorben.
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Auf der Suche nach den Leichen der verstorbenen italienischen Taucher ist ein Rettungstaucher auf den Malediven verstorben.
Foto: X/@MNDF_Official

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sechs Tote nach Höhlentauchen auf Malediven, darunter italienische Taucher und Retter
  • Professorin Monica Montefalcone als erste geborgene Leiche identifiziert
  • Acht Taucher und drei Kammern bei Bergungsaktion im Vaavu-Atoll
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Bei einem tragischen Unfall auf den Malediven sind fünf Personen aus Italien bei einem Höhlentauchgang verstorben. Nun ist auch ein Rettungstaucher, der die Leichen bergen sollte, bei der Suche verstorben. 

Stabsfeldwebel Mohamed M.* wurde nach einem Tauchgang im Rahmen der Such- und Rettungsaktion in kritischem Zustand ins Spital gebracht und erlag später seinen Verletzungen, teilte ein Regierungssprecher am Samstag gegenüber der BBC mit. Präsident Mohamed Muizzu bestätigte, dass der verstorbene Rettungstaucher zur maledivischen Nationalen Verteidigungsstreitkraft (MNDF) gehörte.

Wie die örtliche Polizei, das italienische Konsulat und das italienische Aussenministerium bestätigten, ereignete sich der Vorfall im Vaavu-Atoll. Die Gruppe aus fünf Italienern hatte sich aufgemacht, um eine Höhle in rund 50 Metern Tiefe zu erkunden. Von ihrem Tauchgang am Mittwochmorgen kehrten sie nicht wieder zurück. Bislang wurde nur eine der Leichen geborgen.

Acht Taucher im Einsatz

Die Suche nach den übrigen vier Leichen war am Freitagabend wegen des schlechten Wetters vorübergehend eingestellt worden. Insgesamt waren acht Taucher im Einsatz, wie der Sprecher des maledivischen Präsidenten gegenüber dem «Guardian» sagte. Mohamed M. war wohl einer von ihnen. 

Die Rettungskräfte fanden die erste Leiche, die mittlerweile als die der Professorin Monica Montefalcone identifiziert wurde, in der Nähe der Unterwasserhöhle. Die Taucher gehen davon aus, dass sich die übrigen vier Taucher in derselben Höhle befinden. 

Bergung hat hohe Priorität

Die Unterwasserhöhle ist in drei grosse Kammern unterteilt, die durch schmale Gänge miteinander verbunden sind. Die Bergungsteams hatten am Freitag bereits zwei der drei Kammern erkundet. Am Samstag sollte die dritte untersucht werden.

Für die italienischen Behörden habe die Bergung der Leichen eine hohe Priorität. «Wir werden alles Mögliche tun, um die Leichen unserer Landsleute zu finden», sagte der zuständige Aussenminister Antonio Tajani.

*Name bekannt

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