Darum gehts
- Trump fliegt nach Nato-Gipfel mit älterer Air Force One nach England
- Er nennt Nostalgie als Grund, doch Sicherheitsbedenken werden spekuliert
- Neues Flugzeug kostete 400 Mio. USD, stammt aus Katar, geliefert 2025
Donald Trump (80) sorgt mit einem überraschenden Flugzeugwechsel für Spekulationen. Nur wenige Tage nachdem der US-Präsident erstmals mit dem neuen Regierungsflieger aus Katar unterwegs war, entschied er sich für die Weiterreise vom Nato-Gipfel in der Türkei nach Grossbritannien plötzlich wieder für eine ältere Air Force One.
Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, er wolle «der alten Zeiten wegen» mit dem bisherigen Präsidentenjet zum Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in England fliegen. Das neue Flugzeug solle dennoch ebenfalls dorthin gebracht werden, damit es besichtigt werden könne. Es handle sich um «einen kurzen Flug, der sich absolut lohnt», schrieb Trump. Die Soldatinnen und Soldaten sollten den «schönen Neuzugang» der Luftwaffenflotte bewundern können.
«Ich bin die Nummer 1 auf der Todesliste»
Der unerwartete Wechsel heizt jedoch Spekulationen an. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurden zuletzt Fragen zur Sicherheit und Einsatzfähigkeit der neuen Maschine laut. Auf einer Pressekonferenz sprach ein Journalist der «New York Post» Gerüchte über eine mögliche Bedrohung durch den Iran an. Trump ging zwar nicht direkt auf den Flugzeugwechsel ein, erklärte jedoch: «Ich bin die Nummer 1 auf der Todesliste von Iran.»
Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, dass Bedenken hinsichtlich der «Fähigkeiten» des neuen Flugzeugs bei internationalen Einsätzen aufgekommen seien. Dabei dürfte es insbesondere um Verteidigungs- und Schutzsysteme gehen.
Bei der Maschine handelt es sich um eine Boeing 747 im geschätzten Wert von rund 400 Millionen US-Dollar. Die US-Regierung hatte das Geschenk aus Katar im Mai 2025 trotz heftiger Kritik angenommen. Demokraten bezeichneten den Deal als «blanke Korruption», während Trump den Jumbojet als günstige Lösung zur Modernisierung der Präsidentenflotte verteidigte.