Der Wasserpegel ist über Nacht gestiegen. Dem vor der deutschen Küste gestrandeten Wal Timmy hat das offenbar geholfen. Wie Livestream-Bilder zeigen, konnte er sich freischwimmen. Um 7.15 Uhr schwamm er aus dem Bild des Streams, berichtet «Focus».
Er bewegte sich durch die Bucht der Insel Poel, wie Kamerabilder zeigen. Dabei schwamm er allerdings zunächst in Richtung Hafen, statt auf das offene Meer hinaus. Später korrigierte er seinen Kurs dann. Boote der Wasserretter der DLRG und die Wasserschutzpolizei begleiteten das Tier.
In den vergangenen Tagen hatte eine private Rettungsinitiative den Transport des vor der Küste des Bundeslands Mecklenburg-Vorpommerns gestrandeten Tieres vorbereitet. Die Durchführung wurde aber immer wieder vertagt.
GPS-Sender für Timmy
Jetzt greift ein «Plan B»: «Das heisst, die DLRG-Boote sind auf Stand-by, dass für den Fall, dass er losschwimmt, wir ihn guiden können. Und es ist sichergestellt, dass wir ihn dann auch bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten können», sagte Rechtanwältin Constanze von der Meden vor Medienvertretern.
Wie die leitende Tierärztin der Initiative, Janine Bahr-van Gemmert, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, ist geplant, den Wal, sollte er sich komplett befreien, mit einem GPS-Sender zu versehen. So kann sein Standort dauerhaft nachvollzogen werden – selbst beim Abtauchen.