Vater gibt Suche im Schwarzwald nicht auf
Scarlett (32) verschwand vor sechs Jahren nahe der Schweizer Grenze

Vor sechs Jahren verschwand Scarlett (32) spurlos im Schwarzwald. Die Behörden haben die Suche längst eingestellt. Doch ihr Vater Ralf Salice (63) gibt nicht auf – und kehrte am Wochenende mit Spürhunden zurück in die Schlucht.
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Seit sechs Jahren wird Scarlett vermisst.
Foto: bittefindetscarlett.com

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Scarlett Salice (26) verschwand am 10. September 2020 im Schwarzwald
  • Trotz 500 Hinweisen und 25 Suchenden bleibt die Spur nach wie vor kalt
  • Seit 2023 Cold Case, Vater sucht weiter: 16 Reisen, keine Ergebnisse
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Sechs Jahre ohne ein Lebenszeichen. Ralf Salice (63) sucht noch immer nach seiner Tochter Scarlett (wäre mittlerweile 32). Am 10. September 2020 verschwand die damals 26-Jährige bei einer Wanderung im Schwarzwald. Die Polizei hat den Fall zu den Akten gelegt. Ihr Vater aber kämpft weiter. «Die Ungewissheit lässt mich nicht ruhen», sagt der 63-Jährige zu «Bild».

Zuletzt sah man die junge Frau in einem Supermarkt in der Ortschaft Todtmoos. Eine Überwachungskamera filmte sie. Danach verliert sich ihre Spur. Ihr Plan war die letzte Etappe des Schluchtensteigs durch die Wehraschlucht. Das Ende der Wanderung sollte Wehr bilden – das Städtchen liegt nur fünf Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Doch dort kam Scarlett nie an.

Dutzende Freiwillige helfen

Schon 16-mal reiste Ralf Salice an den Ort, wo Suchhunde damals Scarletts Fährte verloren. Dort liegt heute ein Findling mit Blumen. «Jedes Mal, wenn ich hier ankomme, schaue ich zuerst auf diesen Felsen», sagt Salice. «Was ist hier passiert? Wenn dieser Stein doch nur reden könnte.»

Am Samstag suchten erneut 25 Freiwillige mit Hunden in der Schlucht. Das Gelände ist extrem steil. Wer hier vom Weg abkommt, kann ungebremst abstürzen und vom dichten Gestrüpp verdeckt werden. Die Suche blieb auch dieses Mal erfolglos.

«Höre mit der Suche erst auf, wenn ich nicht mehr kriechen kann»

Auf einer Webseite hat der verzweifelte Vater ein Bild seiner Tochter veröffentlicht und bittet um Hinweise – entscheidende Auskünfte will er mit bis zu 100'000 Euro belohnen. Davon sind in den letzten Jahren über 500 eingegangen. Immer wieder keimte Hoffnung auf: eine Mütze im Wald, ein Handy im Fluss. Doch alles führte ins Leere. Einzige Ausnahme: eine Sonnenbrille, die der Vermissten gehört haben könnte.

Seit 2023 ruhen die polizeilichen Ermittlungen, der Fall gilt offiziell als Cold Case. Für Ralf Salice ändert das nichts: «Ich höre mit der Suche erst auf, wenn ich nicht mehr kriechen kann. Man lernt nie, damit zu leben. Die Suche und die offenen Fragen sind jeden Tag präsent.»

Was er Scarlett sagen würde, wenn sie ihn hören könnte? Die Antwort kommt ohne Zögern: «Scarlett, sag uns, dass es dir gut geht. Deine Katzen Simba und Tommy sind noch da. Und alles andere auch ...»

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