Darum gehts
- USS Gerald R. Ford, 330 Meter lang, seit 2017 im Einsatz
- Zwei Kernreaktoren liefern Energie für rund zwanzig Jahre
- 13 Milliarden Dollar Baukosten, Platz für 90 Flugzeuge und 4500 Crew
Sie ist 330 Meter lang, besteht aus rund 100'000 Tonnen Stahl und kostete etwa 13 Milliarden Dollar – das teuerste und grösste Kriegsschiff, das je gebaut wurde: die USS Gerald R. Ford. Als Flaggschiff der United States Navy ist sie zugleich Typschiff einer neuen Generation von Flugzeugträgern. Benannt wurde sie nach dem früheren US-Präsidenten Gerald R. Ford, der bis 1977 im Amt war.
Der Bau der schwimmenden Festung begann 2008 in der Werft Newport News Shipbuilding in Virginia. Am 22. Juli 2017 wurde der Träger unter der Kennung CVN-78 offiziell in den Dienst der US-Marine gestellt.
Mit ihrer Länge übertrifft sie drei Fussballfelder hintereinander. Zwei Kernreaktoren versorgen das Schiff mehr als 20 Jahre lang mit Energie, ohne dass Treibstoff nachgefüllt werden muss. An Bord finden rund 4500 Besatzungsmitglieder sowie bis zu 90 Flugzeuge Platz – damit ist der Träger eine mobile Luftwaffenbasis auf See.
Massive Schlagkraft durch modernste Technik
Technologisch markiert die USS Gerald R. Ford einen Bruch mit ihren Vorgängern: Statt dampfbetriebener Katapulte starten Flugzeuge über elektromagnetische Startsysteme. Diese ermöglichen mehr Starts pro Tag und reduzieren den Wartungsaufwand. Ergänzt wird dies durch ein modernes Fangsystem für Landungen sowie leistungsfähigere Radaranlagen. Gleichzeitig wurde die Besatzungsstärke reduziert – bei höherer Effizienz und gesteigerter Schlagkraft.
Die strategische Aufgabe des Schiffes geht weit über klassische Seekriegsführung hinaus. Flugzeugträger dieser Klasse dienen vor allem dazu, militärische Präsenz zu zeigen, Luftoperationen ohne feste Stützpunkte zu ermöglichen und politische Abschreckung zu erzeugen. Sie gelten damit als zentrales Instrument amerikanischer Machtprojektion.
Einsätze in der Vergangenheit
Der Träger operierte mehrfach gemeinsam mit Nato-Partnern und lief unter anderem den Hafen von Oslo an. Nach dem Angriff der Hamas auf Israel im Jahr 2023 wurde er auf Befehl des damaligen US-Verteidigungsministers Lloyd J. Austin (72) ins östliche Mittelmeer verlegt.
Im November 2025 erschien die USS Gerald R. Ford vor der Küste Lateinamerikas, offiziell zur Bekämpfung illegalen Drogenschmuggels in die USA. Das Bedrohungsszenario gegenüber Venezuela und Nicolás Maduro (63) endete im Januar mit der Verhaftung des Machthabers, aktuell wartet er in den USA auf seinen Prozess.
Derzeitige Pläne der USA
Laut Medienberichten planen die USA derzeit eine erneute Verlegung in den Nahen Osten. Hintergrund sind Spannungen mit dem Iran wegen dessen Atom- und Raketenprogramm. Der Träger soll dort bereits stationierte US-Streitkräfte verstärken. In der Region befindet sich unter anderem der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit seiner Begleitflotte aus mehreren Kriegsschiffen; zusätzlich operieren dort weitere amerikanische Zerstörer mit Luft- und Raketenabwehrfähigkeiten.
US-Präsident Donald Trump (79) erklärte zudem, bei scheiternden Verhandlungen könne ein zweiter Flugzeugträger folgen. Gespräche zwischen Washington und Teheran laufen derzeit in Maskat im Oman.