Donald Trumps gross angekündigte Pressekonferenz ist abgeschlossen – einem roten Faden folgte der Präsident währenddessen klar nicht. Die wichtigsten Punkte und Ankündigungen im Überblick.
Verlegung des Hauptquartiers des US Space Command
Die zentrale Bekanntgabe des Abends war die Verlegung des Hauptquartiers des US Space Command. Die für die Satellitenverteidigung und militärische Weltraumoperationen zuständige Behörde ist momentan im US-Bundesstaat Colorado zu Hause. Nun soll sie nach Huntsville in Alabama verlegt werden, einem republikanisch regierten Staat im Süden der USA. Die Stadt würde fortan als «Rocket City» bekannt sein.
Der Wechsel zeigt sich als ein Herzensprojekt des US-Präsidenten, das er bereits während seiner ersten Amtszeit verfolgte. Sein Vorgänger Biden entschied sich während seiner Präsidentschaft gegen die Verlegung.
Nationalgarde wird nach Chicago entsandt
Er hat bereits öfters damit gedroht, nun scheint er ernst machen zu wollen. Als Trump in der Fragerunde auf die Entsendung der Nationalgarde nach Chicago angesprochen wurde, sagt er klar: «Wir gehen da rein. Ich sage nicht wann, aber wir gehen da rein.» Die Stadt im US-Bundesstaat Illinois sei «ein Höllenloch».
Momentan steht die Garde in der US-Hauptstadt Washington D.C im Einsatz. Dank ihr sei die Stadt zum ersten Mal seit langem wieder ein «sicherer Ort» geworden. Auch die Behörden von Los Angeles hätten sich zudem überaus dankbar gezeigt, dass Trump im Juni intervenierte. Der Einsatz in der kalifornischen Küstenstadt wurde jedoch als rechtswidrig erklärt.
Treffen zwischen Putin und Selenski?
Auf eine Frage, ob er sich mit dem russischen Präsidenten Putin unterhalten habe, zögert Trump mit seiner Antwort: «Ich habe einige Sachen mitbekommen», erklärt er. Um was es sich handelt, spezifizierte er nicht. Er würde den Krieg aber mitverfolgen und möchte «ihn enden sehen».
Zuvor sagte Trump dem US-Journalisten Scott Jennings, der auch in CNN-Panels auftritt, in einem Telefoninterview zum Thema Ukraine, dass er «sehr enttäuscht» von Putin sei. Er werde «etwas unternehmen, um den Menschen zu helfen, ihr Leben zu leben.»
«Wie haben Sie herausgefunden, dass Sie tot sind?»
In den sozialen Medien wurde Trump über das Wochenende für tot erklärt. Hintergründe sind nicht nur die sich scheinbar verschlechternde Gesundheit des US-Präsidenten, sondern auch die Funkstille. Trump verschwand komplett von der Bildfläche – viele interpretierten das als ungewöhnlich.
Ein anwesender Journalist fragte den Präsidenten: «Wie haben Sie herausgefunden, dass Sie tot sind?» Dieser ist verwirrt und bestreitet, dass er die Gerüchte mitbekommen hat. «Ich habe keine Medienkonferenzen für zwei Tage gemacht und sie behaupten, etwas sei mit mir nicht richtig.» Und weiter: «Biden hat monatelang keine Medienkonferenzen gehalten.» Er habe lediglich «ein längeres Wochenende gemacht». Trump: «Alle wundern sich, wenn ich zwei Tage nicht auftrete. Biden tat monatelang nichts.»
Zölle, Zölle, Zölle
Selbstverständlich kommen auch die Zölle wieder auf – diese sollen den USA bereits einiges an Wohlstand eingebracht haben, wenn man den Worten des Präsidenten Glauben schenkt. «Wir haben Milliarden um Milliarden eingenommen.» Würde man die Zölle nun zurücknehmen, werde die USA zu einem «Dritte-Welt-Land».