Israel sprengt wichtige Brücke im Libanon
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«Vorbild Gazastreifen»:Israel sprengt wichtige Brücke im Libanon

US-Medien berichten
So sieht Trumps Plan für ein Kriegsende aus

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
24.03.2026, 22:38 Uhr

Der 15-Punkte-Plan wird konkreter

Von Laszlo Schneider, Nachtdienst und Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Die USA haben dem Iran laut der «New York Times» mittlerweile einen konkreten Plan vorgelegt, der festlegt, unter welchen Bedingungen der Krieg beendet werden kann. Die US-Zeitung beruft sich auf zwei Beamte.

Die zentralen US-Foderungen lauten wie folgt:

  • Abbau der bereits aufgebauten nuklearen Kapazitäten
  • Verpflichtung, dass der Iran niemals nach Atomwaffen streben wird
  • Kein Anreichern von Material auf iranischem Boden
  • Das gesamte angereicherte Material wird der IAEO innerhalb eines zeitnahen Zeitplans übergeben, der zwischen den Parteien festgelegt wird
  • Die Atomanlagen Natanz, Isfahan und Fordo werden stillgelegt – und zerstört
  • Die Atomenergiebehörde erhält uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen innerhalb des iranischen Hoheitsgebiets
  • Der Iran wird das Paradigma der Stellvertreterkriege aufgeben
  • Der Iran wird die Finanzierung und Bewaffnung seiner Stellvertreter in der Region faktisch einstellen
  • Die Strasse von Hormus bleibt offen, wird eine freie Seezone sein – und niemand wird sie blockieren
  • Raketenprogramm: Eine Entscheidung wird später getroffen, aber Anzahl und Reichweite müssen begrenzt werden. Künftige Nutzung: nur zu Zwecken der Selbstverteidigung

Die USA mit Präsident Donald Trump haben dem Iran einen konkreten Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt.
Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Im Gegenzug erhält der Iran:

  • Aufhebung aller Sanktionen
  • Unterstützung bei der Förderung und Entwicklung des zivilen Atomprojekts in Bushehr (Stromerzeugung)
  • Die Gefahr eines «Snapback» wird beseitigt

Wie das «Wall Street Journal» berichtet, haben die iranischen Revolutionsgarden ihrerseits ganz eigene Forderungen. So sollen zum Beispiel alle US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf geräumt werden. Weiter fordern sie ein neues System, das dem Iran erlauben würde, von den Schiffen für die Fahrt durch die Strasse von Hormus eine Gebühr zu kassieren.

Darüber, ob es bereits konkrete Verhandlungen gegeben habe, wird widersprüchlich berichtet. So schreibt «Axios», in Berufung auf Aussagen von Donald Trump, dass dessen US-Sondergesandter Steve Witkoff gesagt habe, die Iraner hätten mehreren Punkten bereits zugestimmt.

Aus Teheran heisst es hingegen, dass von Verhandlungen mit den USA keine Rede sein könne.

Auf ein baldiges Treffen drängen auch Vertreter aus der Türkei, Ägypten und Pakistan. Diese peilen ein offizielles Treffen für Donnerstag an und Pakistan bot an, Friedensgespräche zu vermitteln, um den Krieg zu beenden. Wie es um die Bereitschaft des Iran und den USA dazu steht, ist ungewiss. Die Forderungen und Vorstellung beider Länder gehen auf jeden Fall noch stark auseinander.

04:25 Uhr

Philippinen verhängen Notstand, Ölpreis sinkt: Das ist in der Nacht passiert

Von Laszlo Schneider, Nachtdienst

Auch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (Ortszeit) ist es zu diversen Beschüssen und Drohnen-Abschüssen gekommen. Am internationalen Flughafen von Kuwait haben vermutlich iranische Drohnen einen Kraftstoff-Tank getroffen. Das berichten die örtlichen Behörden. In der Folge sei ein grosses Feuer ausgebrochen. Auch im irakischen Erbil ist es laut CNN zu Angriffen durch Drohnen gekommen – offenbar auf ein Wohnhaus. Diverse Bomben seien zudem in Zentral-Israel eingeschlagen, Israel hat laut Al Jazeera seinerseits den Süd-Libanon bombardiert.

Iranische Bomben waren in der Nacht auf Mittwoch über Tel Aviv zu sehen.
Foto: Getty Images

Derweil hat der Präsident der Philippinen, Ferdinand Marcos Jr. (68), für das Land in Südostasien den nationalen Notstand ausgerufen. Wegen des Iran-Kriegs warnte Marcos Jr. vor einer «unmittelbaren Gefahr für die Verfügbarkeit und Stabilität der Energiereserven des Landes».

Ferdinand Marcos Jr. hat für die Phlippinen den nationalen Notstand ausgerufen.
Foto: Gerard V. Carreon/AP/dpa

Dennoch gibt es vom Öl-Markt auch gute Nachrichten. Die Preise sind erneut gefallen – unter die kritische Marke von 100 Dollar pro Barrel. Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach der Iran zu Verhandlungen bereit sei, sackte der Preis für ein Barrel Brent-Öl mit Mai-Lieferung innerhalb von Minuten um fast vier Prozent ab. 

Während des Iran-Kriegs, der seit Wochen andauert, hatte der Ölpreis zwischenzeitlich knapp 120 Dollar erreicht. Vor Beginn des Konflikts lag der Preis mehrere Monate lang stabil bei 60 bis 70 Dollar. Die Kampfhandlungen trieben die Kosten für Benzin, Diesel und Heizöl in die Höhe und trafen weltweit die Verbraucher. Warum das so ist, erklärt dir meine Kollegin Milena Kälin von der Wirtschaftsredaktion hier im Video.

Deshalb spüren wir Krisen an der Zapfsäule
1:53
Blick erklärt:Deshalb spüren wir Krisen an der Zapfsäule
24.03.2026, 21:21 Uhr

Ex-CIA-Chef zweifelt an Trumps Glaubwürdigkeit

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Trumps Aussagen zu «sehr guten Gesprächen» mit dem Iran werden von allen Seiten heiss diskutiert. Schliesslich dementiert der Iran direkte Gespräche weiterhin vehement und die gegenseitigen Bombardierungen werden trotz der von Trump angekündigten Angriffspause weiterhin fortgesetzt. 

Ex-CIA-Chef John Brennan zweifelt Trumps Glaubwürdigkeit im Iran-Krieg an.
Foto: KEYSTONE

Nun geht der ehemalige CIA-Direktor John Brennan einen Schritt weiter. In einem Interview mit dem Sender MS NOW zweifelte er die Glaubwürdigkeit des US-Präsidenten im Iran-Krieg direkt an. Auf eine Frage zu Trumps Gesprächen mit dem Iran, antwortete Brennan: «Nun ja, ich glaube eher dem Iran als Donald Trump, weil er die Wahrheit nicht anerkennen konnte, selbst als sie ihm wiederholt ins Gesicht geschleudert wurde.»

Brennan sieht in Trumps Aussagen eine Verzweiflungstat: «Es ist offensichtlich, dass er im Moment völlig hilflos ist. Er versucht herauszufinden, wie er aus diesem von ihm selbst verursachten Fiasko herauskommen soll.»

Laut Brennan versuche Trump verzweifelt, «aus dem selbst verursachten Fiasko» herauszukommen.
Foto: Anadolu via Getty Images

«Und so wird er diese Behauptungen über die Verhandlungen aufstellen; dass die Iraner nun Signale aussenden, dass sie wirklich ein Abkommen wollen, und dass sie zu unseren Bedingungen ein Abkommen schliessen werden», so Brennan. Sein vernichtendes Urteil: «Ich glaube nicht, dass auch nur ein Fünkchen Wahrheit in dieser Aussage steckt.»

Von März 2013 bis Januar 2017 war Brennan Direktor der CIA. Brennan kritisierte immer wieder die angebliche illegale Zusammenarbeit von Donald Trumps Wahlkampfteam mit Russland vor der Wahl 2016. 2018 entzog Trump Brennan die Sicherheitsfreigabe für sensible Informationen. Diese bleibt ehemaligen CIA-Direktoren und anderen hohe US-Sicherheitsbeamten üblicherweise erhalten, auch wenn sie nicht mehr im Amt sind. 

24.03.2026, 19:58 Uhr

USA handeln Favoriten für neue iranische Spitze

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Nach dem Tod von Ober-Mullah Ali Chamenei (†86) und dem Rätsel um den Verbleib des neuen Obersten Führers Modschtaba Chamenei (56), scheinen die USA das Machtvakuum in Teheran schnell füllen zu wollen. Nach einem Bericht von «Politico» soll die die Trump-Regierung nun einen ganz bestimmten Mann ins Auge gefasst haben: Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf (64). Dieser gilt als einflussreicher Akteur im iranischen Regime und enger Vertrauter von Modschtaba Chamenei.

Wollen die USA Mohammad Bagher Ghalibaf auch an der Spitze des Irans?
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Im Weissen Haus würden einige Ghalibaf als praktikablen Partner bei Verhandlungen oder gar als neuen Anführer des Irans sehen, beruft sich «Politico» auf die Aussagen zweier Regierungsbeamter. «Er ist eine vielversprechende Option», zitiert das Nachrichtenportal einen der Beamten. Doch eine Entscheidung sei noch nicht gefallen: «Er gehört zu den Besten… Aber wir müssen ihn erst einmal testen und dürfen nichts überstürzen.» 

Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump (79) gesagt, dass er sich an «sehr verlässliche» Persönlichkeiten innerhalb des Iran wenden werde. Er erklärte eine fünftägige Pause bei «jeglichen Militärschlägen gegen iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur», während Teheran und Washington diplomatische Verhandlungen führen. Zugleich gehen die gegenseitigen Bombardierungen jedoch weiter – die diplomatischen Fortschritte scheinen sich hier nicht widerzuspiegeln. 

Laut Trump habe man «sehr gute Gespräche» mit dem Iran geführt.
Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Der Iran selbst dementiert «sehr gute» Gespräche mit den USA geführt zu haben. Und auch Ghalibaf meldete sich auf der Plattform X. «Es fanden keine Verhandlungen mit den USA statt», schrieb der Parlamentspräsident. «Es werden Fake News verwendet, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind» hiess es weiter.

Das Liebäugeln der USA mit Ghalibaf überrascht. Zwar versuchte der Parlamentspräsident und frühere General der Revolutionsgarden bereits vor dem Krieg, sich als Hardliner mit Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Westen präsentieren. Doch zugleich lobte er den Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 und rief im Parlament vor weniger als einem Jahr «Tod für Amerika» aus. Klammern sich die USA unter dem zunehmenden Druck, dem Iran-Krieg ein Ende zu setzen, nun an jede Option? Mein Kollege Guido Felder hat in diesem Artikel dargelegt, welche Möglichkeiten Trump für eine Beendigung des Iran-Kriegs noch bleiben. 

24.03.2026, 18:38 Uhr

Pentagon will Elite-Luftlandebrigade in den Nahen Osten verlegen

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Während US-Präsident Donald Trump am Montag noch von «wirklich sehr guten» Gesprächen mit Teheran gesprochen hat, scheint sich in Washington bereits eine Militäraktion zusammenzubrauen. Das «Wall Street Journal» berichtet unter Berufung auf zwei US-Beamte, dass das Pentagon plane, ein Brigade-Kampfteam der Eliteeinheit «82nd Airborne Division» der US-Armee in den Nahen Osten zu entsenden, um Operationen gegen den Iran zu unterstützen.

Erwägt Donald Trump nun doch einen Bodeneinsatz im Iran?
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Ein schriftlicher Befehl zur Entsendung der Einheit, die aus rund 3000 Soldaten besteht, werde in den kommenden Stunden erwartet, so die Beamten weiter. Nach Angaben des Sender Fox News habe der Führungsstab einen entsprechenden Befehl bereits erhalten. 

Die Kampfbrigade der 82. Luftlandedivision fungiert als Notfalltruppe der US Armee. Innert weniger als 24 Stunden kann sie überall auf der Welt eingesetzt werden. Die Soldaten sind darauf trainiert, mit Fallschirmen in feindliches oder umkämpftes Gebiet abzuspringen, um Flugplätze und Land zu sichern. Die Brigade würde zusammen mit dem Divisionshauptquartier entsandt, sagten die Beamten gegenüber dem «Wall Street Journal». Mögliches Operationsgebiet könnte laut «New York Times» die iranische Ölinsel Kharg sein. 

Wird die Elite-Luftlandebrigade auf der Ölinsel Kharg eingesetzt?
Foto: Gallo Images via Getty Images

Doch eine Entscheidung über einen Bodeneinsatz im Iran sei laut den Beamten noch nicht gefallen. Der Einsatz von Bodentruppen im Irankrieg war zuletzt immer wieder Grundlage für Diskussionen geworden. «Nein, ich werde nirgendwo Truppen stationieren. Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen, aber ich werde keine Truppen stationieren», sagte Donald Trump noch am Donnerstag. Mehr zu den Diskussionen rund um einen möglichen Bodeneinsatz im Iran liest du in diesem Artikel meiner Kollegen Janine Enderli und Mattia Jutzeler. 

Meine Kollegin Chiara Schlenz hat in diesem Artikel erklärt, welche Hürden die USA bei einem Bodeneinsatz im Iran erwarten könnten. Mit der Verlegung der Eliteeinheit «82nd Airborne Division» würde sich Donald Trump nun jedoch eine neue Möglichkeit eröffnen, die Strasse von Hormus aus der iranischen Blockade zu befreien. Auch eine Mission zur Beschlagnahmung des hochangereicherten Urans des iranischen Regimes würde dann in den Rahmen der Möglichkeiten rücken, sollte sich der US-Präsident zu einem solchen Einsatz entschliessen. 

24.03.2026, 17:14 Uhr

Trump gibt Iran «noch eine Chance»

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

US-Präsident Donald Trump (79) wirkte am Montag bei einer Veranstaltung in Memphis im südlichen US-Bundesstaat Tennessee nicht nur seltsam unzufrieden mit seinem Kriegsminister Pete Hegseth (45) (siehe Eintrag von Montag, 20.21 Uhr), er richtete sich auch direkt an den Iran. 

«Pete, ich glaube, du warst der Erste, der sich zu Wort gemeldet hat»
0:54
Trump schiebt Verantwortung ab:«Pete, du warst der Erste»

Zunächst betonte Trump erneut, man habe «sehr gute Gespräche geführt, wirklich sehr gute Gespräche». Teheran fordere eine Einigung. «Wir werden das hinkriegen», versprach Trump. Teheran hat dementiert, dass Gespräche stattgefunden haben.

Gleichzeitig warnte Trump, der Iran habe «noch eine Chance, seine Bedrohungen für Amerika und unsere Verbündeten zu beenden, und wir hoffen, dass er sie nutzt». Sobald eine Einigung erzielt sei, sagte Trump, würden sowohl die USA als auch die gesamte Welt «bald viel sicherer sein und ein viel sichererer Planet werden». 

Die amerikanisch-israelische Militäroperation im Iran bleibt ein wilder Ritt. Sollte Trump, dem inzwischen klar geworden sein dürfte, dass dieser Krieg deutlich länger dauern könnte, als ihm lieb ist, nach einem Ausweg suchen, hat er drei Optionen. Wie die aussehen, erklärt mein Kollege Guido Felder in diesem Artikel

24.03.2026, 12:12 Uhr

Laridschani-Nachfolger bestimmt

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Er übernimmt eine wichtige Rolle und dürfte rasch ins Visier Israels und den USA geraten: Der Iran hat Mohammad Bagher Zolghadr (72) zum neuen Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates ernannt. Dies berichtet die iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das Präsidialamt.

Zolghadr tritt die Nachfolge des verstorbenen Ali Laridschani an, der letzte Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. Mein Kollege Daniel Macher hat das Leben von Laridschani hier zusammengefasst. 

Vor seiner Ernennung war Zolghadar ein hoher iranischer Offizier. Bereits der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat nach dem Attentat auf Laridschani mitgeteilt, dass die Position umgehend ersetzt werde. 

24.03.2026, 12:05 Uhr

Geheim-Gespräche verhinderten grossen Iran-Knall

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Hinter den Kulissen in Washington brodelt es. Es wird verhandelt, gefeilscht und offenbar über ein Kriegsende gesprochen. Neue Details zu Trumps Angriffspause, über die wir im Ticker berichtet haben, enthüllen nun, dass die angeblichen Gespräche absolut geheim abliefen.

Direkt verhandelt zwischen den USA und dem Iran wurde dabei nicht. Wie mein Kollege Daniel Macher bereits gestern im Ticker beleuchtete, gingen für die amerikanische Seite US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner ins Rennen. Wer sich auf der Gegenseite am Tisch befand, ist unklar. 

Foto: Luis M. Alvarez/AP/dpa

Laut «Axios» sollen Länder wie Ägypten und Katar eine Vermittler-Rolle übernommen haben. Katar sagte zwar, man wolle den Konflikt diplomatisch lösen, direkt sei man jedoch nicht in Verhandlungen involviert. Katar wurde selbst schon Angriffsziel des Iran. 

Der «Telegraph» berichtet zudem, dass am vergangenen Wochenende Ägypten, Pakistan und die Türkei Botschaften zwischen Washington und Teheran ausgetauscht hätten. Auch der Oman als Kanal soll bereit gewesen sein. 

Als mögliche iranische Figur, die in die Gespräche involviert gewesen war, benennt der «Telegraph» Mohammad Bagher Ghalibaf, der Sprecher des iranischen Parlaments. Der Iraner selbst hatte das dementiert. 

Offenbar sollen zudem bereits 15 Punkte vereinbart worden sein, in denen sich die beiden Kriegsparteien einig seien. Einen davon sei, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe. 

Pakistan hat sich am Dienstag öffentlich bereit erklärt, als Austragungsort für Gespräche zu dienen. 

24.03.2026, 07:59 Uhr

«Frage der Zeit»: Stehen Saudis kurz vor Kriegseintritt?

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Steht Saudi-Arabien kurz vor einem möglichen Kriegseintritt? Laut einem Bericht des «Wall Street Journals» sei es «nur eine Frage der Zeit», bis das Königreich aktiv in den Konflikt eingreift. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen Insider. 

Foto: keystone-sda.ch

Hintergrund sind die wiederholten iranischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens, die wir in diesem Ticker mehrfach beleuchtet haben. 

Aussenminister Faisal bin Farhan warnte, die Geduld seines Landes sei nicht unbegrenzt und die Annahme, die Golfstaaten würden nicht reagieren, sei «ein Irrtum».

Saudi-Arabien hat laut dem «Wall Street Journal» kürzlich zugestimmt, dass US-Streitkräfte seinen Luftwaffenstützpunkt König Fahd im Westen der Arabischen Halbinsel nutzen dürfen. Das Königreich hatte im Vorfeld der Kämpfe erklärt, seine Einrichtungen und seinen Luftraum nicht für Angriffe auf den Iran zur Verfügung stellen zu wollen. Dieser Versuch, sich aus dem Krieg herauszuhalten, scheiterte jedoch, als der Iran begann, wichtige saudische Energieanlagen und die Hauptstadt Riad anzugreifen, heisst es in dem Bericht. 

Seit Montag scheint der Iran-Krieg in eine neue Phase eingetreten zu sein. Plötzlich stehen Verhandlungen und ein mögliches Ende der Feindseligkeiten im Zentrum. Mein Kollege Guido Felder hat Trumps Ausstiegsszenarien aus dem Krieg hier zusammengefasst

Gleichzeitig gehen die gegenseitigen Bombardierungen weiter und scheinen die angeblichen diplomatischen Fortschritte nicht widerzuspiegeln. 

23.03.2026, 20:21 Uhr

Gibt Trump seinem Verteidigungsminister nun die Schuld am Iran-Angriff?

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Die Reden von Donald Trump folgen meist einem vertrauten Muster. Der US-Präsident schweift gerne ab, springt von Thema zu Thema und streut Witze ein – manchmal amüsant, oft eher weniger.

Auch bei einer Veranstaltung am Montag in Memphis im Bundesstaat Tennessee zeigte sich dieses Muster wieder. Unter dem Motto «Making America Safe Again» schilderte der 79-Jährige – irgendwo zwischen Anekdote und Rechtfertigung –, wie es zum Angriff auf den Iran kam.

«Und dann habe ich leider Pete und General Caine zusammengerufen und gesagt: ‹Let’s talk›. Wir haben ein Problem im Nahen Osten», berichtet der Präsident. Der Iran sei ein «Lieferant für Terror», dazu komme die nukleare Bedrohung. Also habe man sich gefragt, ob man nicht «eine kleine Reise» unternehmen sollte, um das zu verhindern.

Dann wird es interessant: Trump dreht sich zur Seite – zu Verteidigungsminister Pete Hegseth, der im Kamerabild gar nicht zu sehen ist, aber offenbar neben ihm sitzt. «Pete, ich glaube, du warst der Erste, der sich zu Wort gemeldet hat», sagt Trump. «Du hast gesagt: Let’s do it.» Hegseth schweigt.

«Pete, ich glaube, du warst der Erste, der sich zu Wort gemeldet hat»
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Trump schiebt Verantwortung ab:«Pete, du warst der Erste»

Die Szene wirkt wie ein klassischer Trump-Moment: Wenn der Krieg gut läuft, gehört der Erfolg dem Präsidenten. Wenn nicht – dann erinnert man sich plötzlich sehr genau daran, wer damals als Erster «Lasst es uns tun» gesagt hat.

23.03.2026, 18:30 Uhr

Swiss-Flüge nach Dubai und Tel Aviv bis Ende Mai ausgesetzt

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt. Reisende in die Region müssen deshalb weiterhin mit Einschränkungen im Flugverkehr rechnen. Wie Swiss nun erneut in einer Medienmitteilung informiert hat, werden Flüge von und nach Dubai und Tel Aviv bis einschliesslich 31. Mai ausgesetzt werden.

Betroffene Fluggäste können ihre Reise kostenfrei auf ein späteres Datum umbuchen oder den vollständigen Ticketpreis zurückerhalten. 

Swiss beobachtet die Situation weiterhin aufmerksam und stimmt sich laufend mit den zuständigen Behörden in der Schweiz, vor Ort sowie in Abstimmung mit der Lufthansa Group ab.

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