«Könnte zur Unterzeichnung in Europa kommen»
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Trump verkündet Iran-Einigung:«Könnte zur Unterzeichnung in Europa kommen»

«Wie wir es mit Venezuela getan haben»
Trump will iranische Öl-Insel einnehmen

Die USA haben Schiffe mit indischer Besatzung angegriffen. Es gab Tote. US-Präsident Donald Trump machte anschliessend mit einem Hin und Her bezüglich weiteren Angriffen auf den Iran Schlagzeilen.
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Die USA haben den Öltanker «MT Settebello» angegriffen.
Foto: Screenshot X

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei indische Seeleute sterben bei US-Angriff auf Öltanker im Oman
  • US-Centcom: Neun Schiffe seit April wegen iranischem Öl gestoppt
  • Trump kündigte weitere Angriffe auf den Iran an, zog sie später wegen Gesprächen zurück

Bei einem US-Angriff auf den unter palauischer Flagge fahrenden Öltanker «MT Settebello» sind drei indische Seeleute ums Leben gekommen. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, es habe am Dienstagabend einen «Präzisionsangriff» auf die «Settebello» durchgeführt, als diese den Golf von Oman durchquerte. Nach Angaben von Centcom soll das Schiff iranisches Öl geladen und die Besatzung sich nicht an die Anweisungen der US-Streitkräfte gehalten haben.

Das indische Aussenministerium verurteilte inzwischen den Angriff. «Das Vorgehen gegen die Handelsschifffahrt und zivile Infrastruktur in der Region muss enden», hiess es in einer Erklärung. Das Schiff fuhr unter palauischer Flagge, gehört aber einem Unternehmen aus Indien. Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal bestätigte am Donnerstagvormittag, dass alle drei zuvor vermissten indischen Seeleute ums Leben gekommen sind.

Centcom bestätigt weiteren Angriff

In der Nacht auf Donnerstag kam es im Oman zu einem weiteren Angriff auf ein Schiff mit indischer Besatzung. Die MT Jalveer, ein unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrender Öltanker, wurde Berichten zufolge in der Region angegriffen. An Bord des Schiffes befinden sich 20 indische Seeleute. Die indische Botschaft im Oman bestätigte einen Angriff auf den Tanker auf der Plattform X: «Wir haben heute früh von einem Vorfall erfahren, an dem ein Schiff vor der Küste des Hafens von Shinas in Oman beteiligt war. Wir beobachten die Lage aufmerksam und stimmen uns mit den örtlichen Behörden ab, um weitere Einzelheiten zu erfahren.» Angaben zu Verletzten gibt es bislang nicht.

Am Donnerstagmittag bestätigte das US-Regionalkommando Centcom auf X, dass die MT Jalveer durch US-Kräfte «ausser Gefecht worden sei». Um 23.30 Uhr lokaler Zeit feuerte ein US-Flugzeug demnach zwei Hellfire-Raketen in den Maschinenraum des Schiffes ab, nachdem die Besatzung wiederholt den Anweisungen der US-Streitkräfte nicht Folge geleistet hätte. Nach Angaben von Centcom soll das Schiff versucht haben, iranisches Öl zu transportieren.

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Es bereits das dritte Handelsschiff, das in dieser Woche von US-amerikanischen Streitkräften ausser Gefecht gesetzt wurde. Am Montag war bereits das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff MT Marivex ausser Gefecht gesetzt worden, da es die Blockade verletzt hatte, indem es versuchte, einen iranischen Hafen anzulaufen. «Seit Beginn der Blockade am 13. April haben Centcom-Streitkräfte neun nicht konforme Schiffe ausser Gefecht gesetzt, 135 konforme Schiffe umgeleitet und 42 Schiffe, die humanitäre Hilfe leisten, passieren lassen», fasste das US-Regionalkommando abschliessend zusammen.

Trumps Hin und Her bei den Angriffen

US-Präsident Donald Trump (79) schwörte sein Militär am Donnerstagnachmittag zunächst auf weitere Angriffe ein. Nur um seine Ansage später wieder rückgängig zu machen. «Die Vereinigten Staaten werden den Iran (dessen Marine, Luftwaffe, Radar, Flugabwehr und alle anderen Verteidigungsanlagen sowie der Grossteil seiner Offensivkapazitäten verschwunden sind!) heute Abend sehr hart treffen», stellte der Republikaner in Aussicht.

Doch auch das reichte Trump nicht. «Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden wir die Insel Kharg und andere wichtige Punkte der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über ihre Öl- und Gasmärkte übernehmen, ähnlich wie wir es mit Venezuela getan haben», so der US-Präsident in einem Post auf seiner Plattform Truth Social weiter. Dies habe für Venezuela und die USA «hervorragend funktioniert».

Über die Insel Kharg läuft ein Grossteil der iranischen Ölexporte. Die Insel liegt günstig im Persischen Golf und hat tiefes Wasser, sodass dort auch grosse Tanker beladen werden können, was in vielen anderen iranischen Häfen nicht möglich ist. Würde Kharg von den Amerikanern besetzt werden, würde das den iranischen Staatshaushalt hart treffen.

Trump macht Rückzieher

Am Donnerstagabend machte Trump schliesslich den Rückzieher. «Angesichts der Tatsache, dass die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Ebene der iranischen Führung gebracht und dort gebilligt wurden, habe ich als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die für heute Abend geplanten Luftangriffe und Bombardements gegen den Iran abgesagt», verkündete er in einem weiteren Post auf Truth Social. Die Gespräche und die endgültigen Punkte seien von allen beteiligten Parteien, darunter auch Israel, Golfstaaten wie Kuwait und Saudi-Arabien und Vermittler wie Pakistan, gebilligt worden.

«Die Seeblockade bleibt bis zum Abschluss dieser Transaktion in vollem Umfang in Kraft», erklärte Trump weiter. «Zeit und Ort der Unterzeichnung werden in Kürze bekannt gegeben.»

Netanyahu wird von Trump-Ankündigung überrascht

Die den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nahe iranische Nachrichtenagentur Fars vermeldete unter Berufung auf eine gut informierten Insider aus Verhandlungskreisen jedoch, dass kein Text für eine erste Einigung mit den Vereinigten Staaten genehmigt worden sei. Fars verwies in diesem Zusammenhang auch auf die intensiven militärischen Konfrontationen vom frühen Donnerstagmorgen

Die Nachricht einer möglichen Einigung zwischen Teheran und Washington habe den israelischen Premier Benjamin Netanyahu (76) überrascht, sagte ein israelischer Insider CNN. Israel sei weder über ein bevorstehendes Abkommen mit dem Iran informiert gewesen, noch über eine Zustimmung zu einem solchen Abkommen.

Am späten Donnerstagabend hatte Trump noch eine weitere Überraschung parat: die USA werden ihre Blockade der Strasse von Hormus im Persischen Golf schon bald aufgeben. Die wichtige Meerenge werde «offiziell wieder eröffnet, vielleicht am Wochenende», sagte Trump bei einer Presserunde im Weissen Haus. «Wir haben gerade eine grossartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt», verkündete der US-Präsident. Die Finalisierung der Dokumente solle in den nächsten Tagen erfolgen. «Wir werden wahrscheinlich eine Unterzeichnung haben, vielleicht in Europa – und es ist eine grossartige Sache», feierte Trump den angeblichen Durchbruch. Vizepräsident J. D. Vance (41) solle für die USA unterzeichnen. Er habe diesbezüglich auch mit Netanyahu gesprochen, behauptete er.

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