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Zwei Tote nach Drohnenabwehr im Oman
Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk
Drama in Oman: Zwei Drohnen sind am Freitag in Sohar abgestürzt. Im Industriegebiet Al Awahi sind laut der Nachrichtenagentur Oman News Agency zwei Ausländer ums Leben gekommen, weitere wurden verletzt.
Woher die Drohne stammt, ist nicht bekannt. Die Behörden untersuchen die Hintergründe.
Nach dem Beginn des Iran-Kriegs befinden sich noch 1900 Schweizer in 13 Krisenländern, wie neue Zahlen des EDA zeigen. Darunter auch der Oman. Mehr dazu findest du in dem Artikel meiner Kollegin Janine Enderli.
«Wir zerstören das iranische Terrorregime vollständig»
Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk
US-Präsident Donald Trump hat sich auf seiner eigenen Plattform Truth Social gemeldet. Und zwar mit einer klaren Kampfansage an den Iran: «Wir zerstören das iranische Terrorregime vollständig – militärisch, wirtschaftlich und in jeder anderen Hinsicht.» Hintergrund ist ein Bericht der «New York Times», in dem es darum geht, dass Trump und seine Berater die Reaktion des Iran auf die US-Angriffe falsch eingeschätzt habe.
Trump ärgert sich darüber und betont, wie stark das US-Militär ist und was alles schon erreicht wurde. «Die iranische Marine ist vernichtet, die Luftwaffe existiert nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werden zerstört, und ihre Anführer wurden von der Landkarte getilgt.» Die USA sei mächtig, weil sie unbegrenzt Munition habe und «jede Menge Zeit».
Weiter droht er: «Schauen Sie, was heute mit diesen gestörten Dreckskerlen geschieht. Seit 47 Jahren töten sie unschuldige Menschen auf der ganzen Welt, und jetzt töte ich sie.» Er lobt sich selbst dafür, das er das Terror-Regime im Iran beendet. «Welch eine Ehre!»
Droht durch den Iran-Krieg ein Flächenbrand? Meine Kollegin Chiara Schlenz ist dieser Frage nachgegangen. Die Analyse findest du hier.
Boeing KC-135 Stratotanker im Irak abgestürzt
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Ein US-Tankflugzeug vom Typ Boeing KC-135 ist am Donnerstag im Westen des Irak abgestürzt. Das Unglück ereignete sich laut US-Militärangaben «in freundlichem Luftraum». Der Flieger sei nicht abgeschossen worden.
An dem Unfall waren zwei Betankungsflugzeuge beteiligt, wobei eines niederging. Mindestens fünf Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord des abgestürzten Fliegers, wie ein Militärvertreter gegenüber dem Sender CNN erklärte.
Kurze Zeit später teilt das US Central Command mit, dass vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen sind. Auf X kursieren nicht verifizierte Bilder von US-amerikanischen Flugzeugen, die auf der Suche nach der Unglücksmaschine sein sollen.
Französischer Soldat stirbt nach Angriff im Irak
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Bei einem Drohnenangriff im irakischen Kurdistan starb ein französischer Soldat, wie Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag mitteilte. Macron sprach der Familie des getöteten Arnaud Frion auf X sein Beileid aus.
Mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden, schrieb Macron. «Dieser Angriff auf unsere Streitkräfte, die seit 2015 im Kampf gegen den IS engagiert sind, ist inakzeptabel.»
Frankreich sei ausschliesslich zur Terrorismusbekämpfung im Irak engagiert. «Der Krieg im Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen», so Macron weiter.
Netanyahu spottet über Chamenei: «Kann sich nicht zeigen»
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Israels Premier Benjamin Netanjahu (76) zeigte sich von der aggressiven Rede des neuen iranischen Führers Modschtaba Chamenei (56) wenig beeindruckt, wie der Sender CNN berichtet.
«Wir haben den früheren Diktator getötet, und der neue Diktator Modschtaba kann sich nicht in der Öffentlichkeit zeigen», sagte Netanjahu am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Chamenei junior sei eine Marionette der Islamischen Revolutionsgarden.
Mehr über die Botschaften in Chameneis Statement liest du im Artikel meines Kollegen Marian Nadler. Der Ayatollah hatte die Rede im Staatsfernsehen verlesen lassen, was Spekulationen über eine mögliche Verwundung anheizt.
Netanjahu wollte nicht darauf eingehen, ob Israel auch den neuen Obersten Führer attackieren wird. Doch die Drohung ist eindeutig: «Ich würde keine Lebensversicherung auf einen der Führer dieses terroristischen Regimes abschliessen», so Netanjahu.
Mit dem Gang des Krieges ist der israelische Premier bisher zufrieden: Das Militär habe den Iran und seine Stellvertreter «schwer getroffen» und ihre Fähigkeiten erheblich eingeschränkt. Israel sei «entschlossen, diese Aufgabe zu Ende zu bringen».
Hinsichtlich des Libanon forderte Netanyahu die Regierung auf, die Hisbollah zu entwaffnen. «Wenn sie dies nicht tut, haben wir keine andere Wahl, als es mit unseren eigenen Methoden zu tun.»
Bericht: Sechs französische Soldaten verwundet
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Die Ereignisse im Nahen Osten überschlagen sich weiter. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen bei einem iranischen Drohnenangriff auf eine gemeinsame Militärbasis der Kurden und Franzosen in Erbil, Irak, mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden sei. Zuvor sprach der Gouverneur von Erbil über die Attacke.
Auch ein französischer Helikopter soll in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die französischen Streitkräfte haben sich noch nicht geäussert.
In diesem Artikel meines Kollegen Guido Felder kannst du nachlesen, inwiefern Europa in den Iran-Krieg hineingezogen wird.
Iranischer General: Gasfelder im Mittelmeer werden zu Ziel
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Der Kommandant der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarde gab am Donnerstagabend bekannt, dass die israelischen Gasfelder Leviathan und Karish im Mittelmeer zu Zielen des Iran geworden sind.
General Majid Mousavi erklärte in einem Beitrag auf X, dass die beiden Felder «zusammen mit Dutzenden anderer neuer Ziele» im Wirkungsbereich des Landes liegen.
«Mit jedem weiteren Fehler des Feindes werden weitere Fronten gegen ihn eröffnet», fügte er hinzu. Bereits der neue oberste Führer, Modschtaba Chamenei, sprach am Donnerstag von potenziellen neuen Fronten. Der nationale Sicherheitschef Ali Larijani drohte zudem US-Präsident Donald Trump, dass Teheran nicht aufgeben werde, solange die USA ihren «Fehler» nicht bereuen.
USA wollen «so bald wie möglich» Tanker eskortieren
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Die US-Marine wird so bald wie «militärisch möglich» mit der Eskortierung von Schiffen durch die Strasse von Hormus beginnen. Dies erklärte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag gegenüber «Sky News».
«Das war schon immer Teil unserer Planung, dass die US-Marine oder vielleicht eine internationale Koalition Öltanker durch die Strasse eskortieren wird», sagte Bessent.» Wir haben monatelang, wochenlang Szenarioanalysen durchgeführt, um uns darauf vorzubereiten.»
Es sei definitiv eine Perspektive, sobald die USA und Israel die Hoheit über den Luftraum hätten. In den vergangenen Tagen kündigten die USA mehrfach an, Schiffe begleiten zu wollen. Bis anhin wurde dies jedoch noch nicht umgesetzt. Einige Militäranalysten sind der Meinung, dass ein solches Vorhaben nur mit Bodentruppen möglich sei.
Iran schwört: «Werden nicht aufhören, bis ihr diesen Fehler bereut»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Es sind eindringliche Worte: Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hat sich am Donnerstag direkt an US-Präsident Donald Trump gewandt. Er erklärte, sein Land werde im Kampf gegen die USA und Israel nicht nachlassen.
«Wir werden nicht aufgeben, bis ihr diesen schweren Fehler bereut», sagte er direkt an Donald Trump gerichtet.
Trump verkündete mehrfach, den Krieg bereits am ersten Tag gewonnen zu haben.
«Trump sagt, er strebe einen schnellen Sieg an. Einen Krieg zu beginnen ist leicht, aber mit ein paar Tweets lässt er sich nicht gewinnen», schrieb Larijani auf X.
Gestern Abend erklärte Trump bei einer Kundgebung in Kentucky, dass die USA den Krieg gegen den Iran gewonnen hätten. «Es ist nur gut, wenn man gewinnt», sagte Trump über den Krieg, bevor er behauptete: «Und wir haben gewonnen.»
In diesem Artikel von meinem Kollegen Samuel Schuhmacher erfährst du, warum Donald Trump die Kontrolle verloren und welche Konsequenzen die Sperrung der Strasse von Hormus für Amerika hat.
Britische Spezialeinheiten im Irak angegriffen
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Feuer, Hektik, Verletzte: Eine britisch-amerikanische Militärbasis im Norden des Irak wurde am Mittwochabend von einem «Schwarm iranischer Drohnen» angegriffen, wie heute bekannt wird.
Auf dem Standort sind britische Spezialkräfte stationiert. Bei dem Vorfall wurden mehrere US-Soldaten verletzt, schreiben britische Medien. Britische Staatsangehörige seien nicht verletzt worden.
Der britische Verteidigungsminister John Healey forderte am Donnerstag ein Ende des Konflikts und betonte, dass vor allem Kremlchef Wladimir Putin vom Krieg profitiere. «Niemand ausser Putin profitiert von dieser Krise», erklärte Healey. Der russische Präsident profitiere finanziell von den steigenden Rohstoffpreisen, während die internationale Gemeinschaft unter den Auswirkungen leide.