Trump und Netanyahu führen «langes und dramatisches» Telefonat
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Die stockenden Verhandlungen mit dem Iran scheinen auf US-Seite und bei Israel für immer mehr Unmut zu sorgen. Wie die israelische Nachrichtenseite N12 nun berichtet, sollen US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu Dienstagnacht ein «langes und dramatisches» Telefonat geführt haben.
Hintergrund ist die Pattsituation mit dem Iran, der sich strikt weigert, auf zentrale Forderungen zur Einschränkung seines Atomprogramms einzugehen. Details zum Inhalt des Telefonats wurden zunächst nicht bekannt.
Am Montag hatte Trump auf Truth Social erklärt, dass er einen für Dienstag geplanten Militärschlag auf den Iran auf Bitten mehrerer Golfstaaten verschoben habe. Am Dienstag schränkte der US-Präsident diese Gnadenfrist jedoch ein (siehe Ticker-Eintrag von 6.38 Uhr). Gegenüber Reportern erklärte Trump in Hinblick auf mögliche neue Angriffe im Iran: «Nun, ich meine, ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas in der Art, vielleicht Anfang nächster Woche, ein überschaubarer Zeitraum – denn wir können nicht zulassen, dass sie eine neue Atomwaffe bekommen.»
Die Iranischen Revolutionsgarden reagierten am Mittwoch auf diese Drohung aus den USA. Die Revolutionsgarden drohten in einer Erklärung auf Telegram, dass sie bei einem erneuten Angriff der USA den Krieg «über die Region hinaus ausweiten» würden. «An Orten, die ihr euch kaum vorstellen könnt, werden wir euch zu Asche machen», hiess es darin weiter gen Westen.
Iranische Revolutionsgarden drohen Krieg «über die Region hinaus auszuweiten»
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Während US-Präsident Donald Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran am Montag in letzter Sekunde abgeblasen hatte, kommen nun aus Teheran drohende Worte. Auf Telegram warnten die Iranischen Revolutionsgarden nun in einer Erklärung, dass sie bei einem erneuten Angriff der USA den Krieg «über die Region hinaus ausweiten» würden.
«Der amerikanisch-zionistische Feind, der aus seinen wiederholten schweren und strategischen Niederlagen durch die Islamische Revolution nichts gelernt hat und erneut zu Drohungen gegriffen hat, soll wissen, dass obwohl sie uns mit der vollen Macht zweier der teuersten Armeen der Welt angegriffen haben, wir nicht die vollen Fähigkeiten der Islamischen Revolution gegen sie eingesetzt haben», hiess es zu Beginn der Erklärung.
Die scheinbar «volle Dimension» der iranischen Fähigkeiten wird im nächsten konkretisiert. «Sollte sich jedoch die Aggression gegen den Iran wiederholen, wird der versprochene regionale Krieg diesmal über die Region hinaus eskalieren, und unsere vernichtenden Schläge an Orten, die ihr euch kaum vorstellen könnt, werden euch zu Asche machen», so die Drohung der Iranischen Revolutionsgarden.
Trump gibt Teheran noch «zwei bis drei Tage» Zeit
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
US-Präsident Donald Trump erhöht erneut den Druck auf Teheran, endlich zur Einigung in strittigen Fragen rund um einen Deal zu kommen. Am Montag hatte Trump auf Truth Social erklärt, dass er einen für Dienstag geplanten Militärschlag auf den Iran auf Bitten mehrerer Golfstaaten verschoben habe. Am Dienstag betonte der US-Präsident gegenüber Reportern, dass diese Gnadenfrist für den Iran jedoch begrenzt sei.
In Hinblick auf mögliche neue Angriffe im Iran sagte Trump: «Nun, ich meine, ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas in der Art, vielleicht Anfang nächster Woche, ein überschaubarer Zeitraum – denn wir können nicht zulassen, dass sie eine neue Atomwaffe bekommen.» Zudem betonte der US-Präsident, dass er seine Entscheidung über das Verschieben des Angriffs auf Teheran nur eine Stunde vor dem geplanten Militärschlag gefällt habe.
In den letzten Tagen deuteten viele Anzeichen darauf hin, dass Trump schon bald zum nächsten Schlag gegen den Iran ausholen könnte. In einem KI-generierten Bild auf Truth Social zeigte sich der Präsident am Montag in Kampfstellung auf einem Kriegsschiff. Dazu schrieb er: «Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben. Die Zeit drängt!»
US-Streitkräfte beschlagnahmen nächsten iranischen Öltanker
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Während im Hintergrund die Verhandlungen weiterlaufen, lassen die USA im Vordergrund weiterhin ihre militärischen Muskeln spielen. In der Nacht auf Dienstag haben US-Streitkräfte einen mit dem Iran in Verbindung stehenden Öltanker im Indischen Ozean beschlagnahmt. Das bestätigen mehrere anonyme Quellen gegenüber dem «Wall Street Journal».
Der Tanker «Skywave» wurde bereits im März von den USA wegen seiner Rolle beim Transport iranischen Öls mit Sanktionen belegt. Das Schiff war zuletzt wohl westlich von Malaysia unterwegs. Im Februar sei der Tanker auf der iranischen Insel Kharg, einer wichtigen Drehscheibe für den Rohstoffhandel der Islamischen Republik, mit mehr als einer Million Barrel Rohöl beladen worden.
Die Beschlagnahmung steht in Verbindung mit dem Einsatz der US-Armee gegen die iranische Schattenflotte. Es ist bereits der dritte Tanker, der diesbezüglich von den USA geentert und übernommen wurde. Der aktuelle Vorfall steht laut dem «Wall Street Journal» in keinem Zusammenhang mit der andauernden US-Blockade der Strasse von Hormus.
Iran plant Kopfgeld auf Trump
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Über 45 Millionen Schweizer Franken. So hoch ist das geplante Kopfgeld, das der Iran auf Donald Trump aussetzen will. Abgeordnete im iranischen Parlament beraten aktuell einen entsprechenden Gesetzesentwurf, wie unter anderem «t-online» berichtet.
Laut dem Vorsitzenden des Sicherheitsausschusses ist die Massnahme als Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani im Jahr 2020 vorgesehen. Der Vorsitzende erklärte im Staatsfernsehen, Trump müsse «zur Rechenschaft gezogen werden».
Neben dem US-Präsidenten will der Iran anscheinend auch auf weitere Personen in den USA und Israel ein Kopfgeld aussetzen. Unter anderem sind der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie der Kommandeur des United States Central Command Centcom, Brad Cooper, weitere potenzielle Ziele der Islamischen Republik. Das schreibt die «Welt».
Es ist nicht das erste Mal, dass der Iran eine Belohnung für die Ermordung Trumps anbietet. Kurz nach der Tötung Soleimanis im Januar 2020 wurde im iranischen Staatsfernsehen ein Kopfgeld von sage und schreibe 80 Millionen US-Dollar auf Trump ausgesetzt. Da kurze Zeit nach dieser Ankündigung das World Economic Forum in Davos GR stattfand, mit dem US-Präsidenten als Gast, wurden die Sicherheitsvorkehrungen für den Grossanlass massiv verstärkt.
Trump hat Iran-Angriff kurzfristig abgesagt
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Scheinbar hatte US-Präsident Donald Trump den Dienstag als Ende der Waffenruhe mit dem Iran vorgesehen. In einem Post auf Truth Social erklärt Trump, dass er am 19. Mai eigentlich einen Militärschlag gegen die Islamische Republik geplant hatte. Auf Bitten mehrerer Golfstaaten habe er sich jedoch dazu entschieden, diese Attacke zu verschieben.
«Derzeit finden ernsthafte Verhandlungen statt», schreibt der Präsident dazu. Die Anführer der Golfstaaten, unter anderem von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sind laut Trump überzeugt davon, dass bald eine Einigung erzielt werde.
«Aus Respekt vor ihnen habe ich das US-Militär angewiesen, den für morgen geplanten Angriff auf den Iran nicht durchzuführen», schreibt Trump. «Ich habe das Militär jedoch angewiesen, sich für den Fall, dass keine akzeptable Einigung erzielt wird, jederzeit auf einen umfassenden Grossangriff auf den Iran vorzubereiten.»
Viele Anzeichen deuteten in den letzten Tagen darauf hin, dass Trump schon bald zum nächsten Schlag gegen den Iran ausholen könnte. In einem Ki-generierten Bild auf Truth Social zeigte sich der Präsident am Montag in Kampfstellung auf einem Kriegsschiff. Dazu schrieb er: «Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben. Die Zeit drängt!»
Iran schickt neuen Friedensvorschlag an die USA
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Kommt jetzt wieder etwa Bewegung in die Friedensverhandlungen. Nachdem sich die Gespräche zwischen dem Iran und den USA in den letzten Tagen festgefahren hatten, macht Teheran nun scheinbar wieder einen Schritt auf Washington zu.
Nach eigenen Angaben hat die Islamische Republik einen neuen Friedensvorschlag ausgearbeitet. Dies berichtet unter anderem die deutsche Tagesschau. Der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte demnach gesagt, Teheran habe am Sonntag über den Vermittler Pakistan seine Standpunkte an die USA übermittelt.
Die inhaltlichen Details dieses Vorschlags sind bislang noch unbekannt. Zuvor war das iranische Atomprogramm der wesentliche Streitpunkt der Friedensverhandlungen gewesen. Beide Seiten hatten sich geweigert, von ihren Forderungen abzurücken.
Der neue iranische Friedensvorschlag folgt auf erneute Drohungen von US-Präsident Donald Trump (79). «Ich werde nicht mehr lange geduldig sein», sagte er im Interview mit dem Sender Fox News am Freitag. Trump hatte offenbar einen neuen militärischen Schlag gegen den Iran in Erwägung gezogen, um Zugeständnisse in Bezug auf das iranische Atomprogramm zu erzwingen.
Mysteriöse Botschaften Trumps
Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst
Donald Trump befeuert mit einem neuen Beitrag auf Truth Social erneut Spekulationen über die Lage im Nahen Osten – steht eine militärische Operation gegen den Iran und rund um die Strasse von Hormus bevor? Trump hat ein politisches Meme gepostet, das die geopolitische Situation des Iran verdeutlicht: Es zeigt das Land «umzingelt» von den USA – mit einer potenziellen Invasion.
In internationalen Medienberichten, darunter der «New York Times», ist von intensiven militärischen Vorbereitungen der USA und Israels die Rede. Demnach sollen mögliche Operationen gegen den Iran weiter konkretisiert worden sein. Diskutiert werde dabei offenbar auch über Szenarien, die über Luftschläge hinausgehen und logistische sowie bodennahe Komponenten umfassen könnten.
Vor diesem Hintergrund sorgt ein weiterer Trump-Post für zusätzliche Aufmerksamkeit. Auf seiner Plattform veröffentlichte er ein Bild, das ihn in maritimer Umgebung zeigt, zusammen mit einem hochrangigen Militärvertreter. Dazu die Botschaft: «The calm before the storm» – «Die Ruhe vor dem Sturm».
Ob es sich dabei um eine konkrete Ankündigung militärischer Schritte handelt oder um eine symbolische, rhetorische Zuspitzung, bleibt offen. Sicher ist nur: Trump hat sich viel Zeit gelassen und liess auf Drohungen noch keine Taten folgen. Die Kombination aus Medienberichten über militärische Planungen und Trumps bewusst zugespitzter Kommunikation erhöht die Nervosität in der hochsensiblen Region.
Trump beruft Krisensitzung ein – greift er wieder an?
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Sein Post schlug sofort hohe Wellen: Am Sonntagabend erklärte Donald Trump, dass die Uhr für den Iran ticke (siehe Tickereintrag von 19.04 Uhr). Nun gibt es neue Details, die auf eine weitere Eskalation hindeuten. Wie das US-Magazin «Axios» aus Regierungskreisen erfahren hat, plant Trump für Dienstag eine Krisensitzung mit seinen Top-Beratern im sogenannten «Situation Room» des Weissen Hauses. Dort soll die Iran-Frage diskutiert werden.
Bereits am Sonntag soll sich Trump zudem mit seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanyahu abgesprochen haben. Trump hat im Iran mehrere Optionen, wie meine Kollegin Sandra Marschner in diesem Artikel beleuchtet. Eine davon ist auch ein Angriff.
Gegenüber «Axios» erklärte Trump am Sonntag, dass er nach wie vor an einen Deal glaube. Er warte jedoch noch auf einen besseren Vorschlag. Wenn das nicht passiere, werde die USA den Iran «härter als je zuvor» angreifen.
Trump droht Iran: «Es wird nichts mehr von ihnen übrig sein»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
US-Präsident Donald Trump hat es wieder getan: In einem kurzen «Truth-Social»-Post droht er dem Iran erneut mit dessen Auslöschung, sollte Teheran nicht auf einen Deal mit den USA einsteigen.
«Für den Iran tickt die Uhr und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben. JEDE MINUTE ZÄHLT!», schreibt Trump.
In den letzten Tagen sind die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ins Stocken geraten. Gleichzeitig machen Berichte die Runde, wonach Israel neuerliche Angriffe auf den Iran plant.
Die israelische Armee sei in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung «Jediot Achronot» unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter. Der Post deutet darauf hin, dass der US-Präsident abwägt, militärisch einzugreifen. Die «New York Times» hatte bereits am Freitag berichtet, das Pentagon bereite sich auf einen möglichen Neubeginn des Kriegs vor. Hintergrund sei, dass die bisherigen Ziele – insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm – bislang nicht erreicht worden seien. Meine Kollegin Sandra Marschner hat in diesem Artikel dargelegt, welche Optionen Trump noch hat.