Trump drängt Ölriesen
US-Ölkonzerne sollen in Venezuela Milliarden investieren

US-Präsident Donald Trump drängt US-Ölkonzerne, Hunderte Milliarden Dollar in Venezuela zu investieren. Nach einem Treffen im Weissen Haus sprach er von einer Einigung, nannte aber keine Details. Experten warnen vor grossen Herausforderungen.
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US-Präsident Donald Trump empfängt Ölbosse im Weissen Haus.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Trump drängt US-Ölkonzerne zu Milliardeninvestitionen in Venezuela nach Angriffen
  • Exxon-Chef nennt Venezuelas Bedingungen für Investitionen derzeit unmöglich umzusetzen
  • Venezuela hat 303 Milliarden Barrel Ölreserven, benötigt Milliarden für Wiederaufbau
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

US-Präsident Donald Trump (79) hat wenige Tage nach den Angriffen in Venezuela Führungskräfte von US-Ölkonzernen gedrängt, sich in dem südamerikanischen Land massiv zu engagieren. Nach einem Treffen mit Ölmanagern im Weissen Haus sprach er von einer Einigung, wonach US-Ölkonzerne mit Hunderten Milliarden Dollar in Venezuela einsteigen würden. Genauer wurde er nicht. Zu Beginn des Treffens, als die Presse noch dabei war, hatte Exxon-Chef Darren Woods (60) gesagt, die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Venezuela machten Investitionen derzeit unmöglich.

Trump hatte zum Auftakt des Treffens mit den Führungskräften gesagt, er wolle, dass sich US-Ölkonzerne mit mindestens 100 Milliarden Dollar in dem südamerikanischen Land engagieren, um die Ölförderung anzukurbeln. «Wenn Sie nicht mitmachen wollen, sagen Sie mir einfach Bescheid, denn ich habe 25 Leute, die heute nicht hier sind, die bereit sind, Ihren Platz einzunehmen», sagte der US-Präsident. Die USA und Venezuela würden «sehr gut zusammenarbeiten», um die Öl- und Gasinfrastruktur des südamerikanischen Landes wieder aufzubauen.

Trump: Es wird viel Geld verdient werden

Am Ende bat Trump die Presse, den Raum zu verlassen, und sagte, er werde mit den Managern Verhandlungen aufnehmen, um einen Deal zu erzielen. Anschliessend sprach er von einem «grossartigen Treffen» mit den Ölmanagern. «Wir haben sozusagen eine Vereinbarung getroffen. Sie werden Hunderte von Milliarden Dollar investieren und Öl fördern – das ist gut für Venezuela und grossartig für die Vereinigten Staaten. Es wird viel Geld verdient werden.» Was genau der Deal mit den Ölmanagern sein soll, erläuterte Trump allerdings nicht.

Venezuela verfügt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) über die grössten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik raffiniert werden kann – mehrere Raffinerien an der US-Golfküste sind darauf spezialisiert. Trotz der enormen Reserven ist Venezuelas Ölindustrie marode. Der Wiederaufbau dürfte laut Experten Jahre dauern und Investitionen in Milliardenhöhe erfordern.

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