Darum gehts
- Kouri R. wurde am 16. März 2026 des Mordes schuldig gesprochen
- Sie vergiftete ihren Mann 2022 mit Fentanyl, trotz harmonischer Familienfassade
- Obduktion ergab fünffache tödliche Dosis, Urteil am 13. Mai 2026
Die dreifache Mutter Kouri R.* (34) wurde schuldig gesprochen, ihren eigenen Ehemann Eric R.* (†39) ermordet zu haben. Kurz nach seinem Tod veröffentlichte sie ein Buch, das ihren Söhnen helfen sollte, den Verlust zu verarbeiten. Die Justiz wertete es als Teil einer makabren Inszenierung, wie die «Salt Lake Tribune» berichtet.
Harmonisches Familienleben?
Nach aussen führte die Familie R. ein Bilderbuch-Leben. Die Eltern wohnten mit den drei Söhnen (9, 11 und 13) in einem schönen Zuhause. Doch vor Gericht zeichneten die insgesamt 40 Zeugen ein anderes Bild – massive Spannungen in der Ehe und eine langjährige Affäre der Angeklagten.
Laut Anklage hatte Kouri R. 4,5 Millionen Dollar Schulden. Ihr Mann hingegen verfügte offenbar über ein Vermögen von über vier Millionen Dollar. Auch hatte Kouri R. mehrfach heimlich Lebensversicherungen auf seinen Namen abgeschlossen.
Erster Mordversuch
Brisant: Ein erster Mordversuch scheiterte. Am Valentinstag 2022 verabreichte Kouri R. ihrem Ehemann laut Anklage zum ersten Mal Fentanyl – in seinem Sandwich. Er wurde daraufhin krank, brach zusammen und musste medizinisch behandelt werden. Für die Staatsanwaltschaft war dieser Vorfall ein deutlicher Hinweis auf Planung und Vorsatz.
Tödlicher Cocktail
Wenige Wochen später, in der Nacht auf den 4. März 2022, starb Eric R. in der gemeinsamen Wohnung. Laut Anklage hatte Kouri R. ihm einen Moscow Mule serviert, der ebenfalls mit Fentanyl versetzt war. Er wurde tot in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass sich in seinem Körper etwa das Fünffache einer tödlichen Dosis des synthetischen Schmerzmittels befand. Kouri R. gab an, ihr Mann sei bereits kalt gewesen, als sie ihn fand.
Kinderbuch
Nach dem Tod von Eric R. veröffentlichte seine Ehefrau das Buch «Are You With Me?» – ein Bilderbuch über ein Kind, das sich fragt, ob sein verstorbener Vater noch bei ihm ist. Als sich der Mordverdacht gegen Kouri R. erhärtete, wurde das Buch wieder aus dem Handel entfernt.
Verdächtige Internetsuche
Die Ermittler konzentrierten sich schnell auf Kouri R. Telefon-Protokolle, Textnachrichten, Suchverläufe und Finanztransaktionen wurden ausgewertet. Neben Aussagen zu den Eheproblemen und der Affäre präsentierten die Staatsanwälte auch belastende digitale Spuren. Ihre Suchverläufe, wie etwa «Was ist eine tödliche Dosis Fentanyl?» sowie «Luxuriöse Gefängnisse für Reiche», machten Kouri R. verdächtig.
Anklage und Urteil
Für die Anklage waren Schulden, riskante Investitionen und die Aussicht auf das Vermögen von Eric R. ausschlaggebend für die Tat. Zusammen mit der angeblichen Affäre von Kouri R. und dem Plan eines neuen Lebens ohne ihren Ehemann, ergab sich ein Bild, das die Jury überzeugte.
Vor Gericht plädierte Kouri R. auf nicht schuldig und behauptete, die Ermittlungen seien voreingenommen und fehlerhaft. Doch die Jury kam am 16. März 2026 nach weniger als drei Stunden Beratung zu einem klaren Urteil: schuldig in allen zentralen Anklagepunkten:
- Mord mit besonderer Schwere
- Versuchter Mord (Valentinstag 2022)
- Urkundenfälschung
- Versicherungsbetrug (Lebensversicherung)
Das Strafmass verkündet das Gericht am 13. Mai. Kouri R. droht eine Haftstrafe von 25 Jahren bis lebenslang.
* Namen bekannt