Knallharte Forderung an Kronprinz Haakon
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Harte Forderung an Kronprinz:«Lass dich von Mette-Marit scheiden»

Mette-Marit und Marius
Privilegien und Prozesse entfachen Volkszorn

Skandale erschüttern das norwegische Königshaus: Mette-Marits Epstein-Kontakt und der Gerichtsprozess ihres Sohnes Marius Borg Høiby sorgen für Empörung. Das Parlament hält an der Monarchie fest, doch die öffentliche Meinung kippt.
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Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit und ihr Sohn Marius Borg Høiby aus einer früheren Beziehung. Das Bild ist zehn Jahre alt. Seit dem 3. Februar steht er in Oslo vor Gericht in 38 Anklagepunkten.
Foto: IMAGO/Bestimage

Darum gehts

  • Kronprinzessin Mette-Marit taucht über 1000 Mal in Epstein-Files auf
  • Ihr Sohn Marius Borg Høiby steht wegen 38 Anklagepunkten vor Gericht
  • Volk tobt wegen Vertoss gegen sozial wichtige Jante-Regeln
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Der Skandal im norwegischen Königshaus wird immer schmutziger. Kronprinzessin Mette-Marit (52) taucht in den Epstein-Files mehr als 1000 Mal auf. Dass sie über Jahre Kontakt zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) hatte, hat sie kürzlich eingeräumt und bedauert. Verschwiegen hat sie aber bislang, wie persönlich die Nachrichten zwischen 2011 und 2014 waren, die von flirtender Nähe zeugen.

Zu diesem Zeitpunkt war sie längst mit Thronfolger Haakon (52) zusammen. Am 25. August 2001 gaben sich der zukünftige König und das ehemalige Party-Girl das Ja-Wort. Sie brachte nicht nur ihre wilde Vergangenheit mit Drogen und Exzessen in die Ehe, sondern auch ihren damals viereinhalbjährigen Sohn Marius Borg Høiby. Der heute 29-Jährige steht seit dem 3. Februar 2026 in Oslo vor Gericht. Er muss sich in 38 Anklagepunkten verantworten, darunter mehrfacher Vergewaltigung. Er plädiert auf nicht schuldig.

Glaubwürdigkeit ist im Keller

Der Prozessauftakt fiel auf denselben Tag, an dem das Parlament mit 141 von 169 Abgeordneten für die Beibehaltung der Monarchie stimmte. Die öffentliche Meinung sieht das anders. Mette-Marit, die bis zur Veröffentlichung der Epstein-Akten und den Problemen ihres Sohnes skandalfrei blieb, war noch nie so unbeliebt. Als künftige Königin wollen sie immer weniger sehen. Stand sie einst als Sinnbild für die zweite Chance, ist ihre Glaubwürdigkeit nun im Keller. «Du darfst einen Fehler machen, auch zwei. Mette-Marit hat mit ihrem Geheimnis einen zu viel gemacht», sagt ein Royal-Insider gegenüber Blick.

Seit Wochen sorgen sie und ihr Sohn für negative Schlagzeilen. Dass beide enorme Privilegien genossen haben, bringt die Volksseele zum Kochen. «Mette-Marit und Marius missachten die Jante-Regeln», erklärt der Insider. Gemeint sind die Janteloven, ein in Skandinavien bekannter Verhaltenskodex, der Bescheidenheit und Gleichheit betont. Die Gruppe ist wichtiger als das Individuum.

Sinnbild der Janteloven

Lieber leise als laut. Die sozialkulturelle Regel «Du sollst nicht glauben, dass du etwas Besonderes bist oder dass du über anderen stehst» steht im krassen Widerspruch zu Individualität und Selbstdarstellung. «In Norwegen darfst du nicht zu sehr hervorstechen. Und wenn doch, dann behalte es für dich oder wandere aus», so der Royal-Insider gegenüber Blick. Auch wenn dies dem Gedanken einer Monarchie widerspricht, stehen die Norweger aktuell noch dazu – auch wenn die Stimmen für eine Republik zunehmen. 

«Immer mehr kommt ans Tageslicht, wie sehr Mette-Marit und Marius von Privilegien profitiert haben. Das nehmen ihnen viele sehr übel.» Unberührt davon bleibt das Standing von König Harald V., der am 21. Februar 89 Jahre alt wird. Er ist der beliebteste Royal im norwegischen Königshaus. Ein Sinnbild der Janteloven. Das Volk liebt ihn, seine Bescheidenheit und Nahbarkeit. Von den 357 norwegischen Gemeinden hat er nur noch fünf nicht persönlich besucht. Dies will der König diesen Mai nachholen.

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