«Tödlichste Flotte aller Zeiten»
Scheiterte US-Marineminister an Trumps Traum-Kriegsschiff?

Trumps Marineminister John Phelan ist nicht mehr im Amt. Offenbar scheiterte er am Bau eines Prestigeprojekts: der Trump-Flotte. Das Vorhaben gewinnt besonders vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs an Dringlichkeit.
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Diese futuristische Illustration zeigte die US-Navy bei der Vorstellung der USS Defiant.
Foto: US NAVY

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marineminister John Phelan wurde am Mittwoch von Donald Trump entlassen
  • Grund: Kein umsetzbarer Plan für Trumps «Goldene Flotte» vorgelegt
  • Erstes Schiff der Flotte, die USS Defiant, soll 17 Milliarden Dollar kosten
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Janine EnderliRedaktorin News

Sein Abgang aus dem Trump-Kabinett kam mit Wucht – und überraschend. John Phelan, ehemaliger Marineminister der USA und enger Vertrauter von Donald Trump (79), musste gehen. Dabei hatte der Präsident ihn noch kurz zuvor öffentlich gelobt. Ausschlaggebend war offenbar ein Vertrauensverlust bei Pentagon-Chef Pete Hegseth (45).

Phelan sollte eines von Trumps Prestigeprojekten umsetzen: eine neue Generation von Kriegsschiffen. Der 79-Jährige prahlte kurz vor Weihnachten mit den «schnellsten, grössten und mit Abstand stärksten Schiffen der Welt», die je auf den Weltmeeren unterwegs waren. Das erste Schiff hätte bis 2028 ausgeliefert werden sollen – ein Zeitplan, der sich offenbar als unrealistisch erwies.

Äusserst ambitionierter Zeitrahmen

Laut hochrangigen Vertretern aus Regierung und Verteidigungsministerium sei es Phelan nicht gelungen, einen umsetzbaren Plan für die Auslieferung der Schiffe innerhalb des von Trump geforderten, äusserst ambitionierten Zeitrahmens vorzulegen, berichtet die «New York Times».

Im Zentrum steht die sogenannte «Goldene Flotte». Das erste Schiff, die USS Defiant, sollte neue Massstäbe setzen. Zunächst sind zwei Exemplare geplant – später bis zu 25 Einheiten.

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«Gross, tödlich, vielseitig und am besten aussehend»

Gebaut werden soll das erste Schiff in Philadelphia auf einer Werft des südkoreanischen Konzerns Hanwha. Trump will sich dabei persönlich in die Gestaltung der Schiffe einbringen. Die Kosten für das erste Exemplar werden auf rund 17 Milliarden Dollar geschätzt. Ob der Antrieb konventionell oder nuklear sein wird, ist derzeit noch nicht entschieden. Klar ist: Das Schiff kann für alle möglichen Operationen eingesetzt werden. Auch Helikopter sollen darauf landen können.

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Nukleare Marschflugkörper

Die Nuclear-Armed Sea-Launched Cruise Missile (SLCM-N) ist ein geplantes US-Waffenprogramm für nuklear bestückte Marschflugkörper, die von U-Booten und Kriegsschiffen aus gestartet werden können. Es wurde 2018 ins Leben gerufen, um den USA zusätzliche, flexiblere Abschreckungsmöglichkeiten zu geben – vor allem gegenüber Ländern wie China und Russland.

Diese Raketen sind darauf ausgelegt, ihre Ziele sehr genau zu treffen. Zusätzlich ist der Einsatz von Hyperschallraketen vorgesehen – extrem schnelle Waffen, die kaum abzufangen sind.

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Modernes Radarsystem

Die Schiffe bekommen ein sehr modernes Radar, das gleichzeitig viele Ziele erkennen und verfolgen kann. Damit wäre es sowohl für Angriffs- als auch für Verteidigungsmissionen ausgelegt. Und es ist sehr schwer zu überraschen.

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Kosten

Die Summen, die für die Schiffe aufgebracht werden müssen, sind laut Beobachtern enorm. Für 17 Milliarden Dollar werden normalerweise mehrere Zerstörer gebaut. Laut Phelan sind die 17 Milliarden «eine frühe Schätzung». Die weiteren Schiffe sollen günstiger werden (13 Milliarden für Nr. 2, 11,5 Milliarden für Nr. 3), aber Experten sind skeptisch, ob die hohen Kosten auch den Mehrwert der Schiffe widerspiegeln.

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Realistischer Zeitplan

Trotz Trumps Ziel von 2028 zeigt sich: Eine Indienststellung der USS Defiant ist frühestens Mitte/Ende der 2030er-Jahre realistisch. Die Designphase läuft laut dem Portal Army Recognition noch bis 2031/32.

Daryl Caudle, Chief of Naval Operations und damit höchster Offizier der Marine, erklärte kürzlich, man habe aus Fehlern gelernt, die bei früheren Beschaffungen von Fregatten aufgetreten sind. «Wir haben angefangen zu bauen, bevor das Design ausgereift war.» Dieses Mal wolle man «mindestens 80 Prozent» des Entwurfs vor Baubeginn fertig haben.

Das Prestigeprojekt gewinnt auch durch den laufenden Iran-Krieg an Dringlichkeit, wo US-Schiffe bereits gegen Teherans Flotte kämpfen. Aus diesem Grund dürfte Trump das Projekt weiter ehrgeizig vorantreiben.

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