Darum gehts
- Drei Bergsteiger starben am Freitag im Aostatal am Gran Paradiso
- Vermutlich verursachte ein Sturz eines Mannes den tödlichen Unfall
- GPS-Signal half Bergrettung, die Leichen auf 3600 Metern zu finden
Am Freitagabend endete eine Bergtour im italienischen Aostatal tragisch. Drei Bergsteiger wollten den rund 4000 Meter hohen Berg Gran Paradiso besteigen. Laut mehreren Medienberichten handelt es sich bei zwei der Opfer um italienische Staatsbürger. Die Nationalität des dritten Opfers konnte bisher noch nicht definitiv bestätigt werden.
Die Bergsteiger starteten ihre Tour am frühen Freitagmorgen in einer Berghütte auf 3600 Metern Höhe. Ihre geplante Route wird laut dem Lokalmedium «Valle d'Aosta Glocal» offiziell als «schwierig» eingestuft. Die anspruchsvolle Route erfordere umfangreiche technische Vorbereitung, Erfahrung und eine sorgfältige Einschätzung der Bergbedingungen.
Leichen dank GPS lokalisiert
Kurz nach 19 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, da die drei Bergsteiger nicht in die Hütte zurückkehrten. Die Bergrettung des Aostatals rückte aus und suchte per Helikopter die betroffene Bergwand ab. Dank eines von einem der Bergsteiger aktivierten GPS-Signals konnten die Retter die drei Leichen schnell lokalisieren.
Momentan wird vermutet, dass die drei Männer per Seil aneinander festgebunden waren. Einer der Bergsteiger habe wohl das Gleichgewicht verloren und die beiden anderen mit in die Tiefe gerissen. Die Leichen wurden auf den Friedhof von Aosta überführt.
Nur wenige Tage zuvor, am 30. Mai, ereignete sich an derselben Felswand ein weiterer tödlicher Unfall. Damals verlor ein 54-jähriger italienischer Bergsteiger sein Leben, als er bei einer Klettertour aus rund 3800 Metern Höhe abstürzte. Die Rettungskräfte hatten an diesem Tag von anhaltenden Schneefällen berichtet.