Darum gehts
- USA, Israel und Iran seit Samstag im Krieg, Eskalation in Nahost
- Iran setzt gefährliche Raketen mit 20 Sprengkörpern pro Geschoss ein
- Cluster-Munition bedroht Zivilisten, 8-km-Radius, Amnesty verurteilt Einsatz
Seit Samstagmorgen stehen die USA und Israel im Krieg mit dem Iran. Der Konflikt eskaliert, nachdem der Iran gezielt US-Stützpunkte in der Region angegriffen hat. Auch Israel sowie arabische Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien sind betroffen.
Auf beiden Seiten gibt es bereits militärische, politische und zivile Opfer, die Sorge vor einer weiteren Eskalation wächst. «Krieg ist die Hölle», warnte Pete Hegseth (45) in einer Pressekonferenz angesichts der angespannten Lage.
Einen Radius von bis zu acht Kilometern
Besonders brisant: Der Iran soll spezielle Raketen einsetzen. Die ballistischen Geschosse teilen sich in der Luft in rund 20 kleine Sprengkörper – sogenannte Bomblets – auf. Das behauptet das israelische Nachrichtenportal N12 News. Beweise dafür gibt es bislang nicht.
Jedes Bomblet wiegt nur zwei bis drei Kilo, verteilt sich über einen Radius von bis zu acht Kilometern und richtet gezielt Schaden in dicht besiedelten Zonen an. Beim jüngsten Angriff war die stark bevölkerte Gush-Dan-Region rund um Tel Aviv betroffen.
Spezialteams im Einsatz
Im Unterschied zu herkömmlichen Raketen explodieren diese Bomblets erst bei Berührung oder Bewegung – teilweise sogar Tage nach dem Aufprall. Eine Bombe traf bereits ein Haus in Azor, einem Stadtbezirk von Tel Aviv, und verursachte Sachschäden; weitere Sprengkörper detonierten nicht und stellen weiterhin eine Gefahr für Zivilisten dar.
Die israelischen Streitkräfte warnen die Bevölkerung ausdrücklich, solche Funde nicht anzufassen, und haben Spezialteams eingesetzt.
Einsatz solcher Munition verboten
Amnesty International verurteilt den Einsatz von Cluster-Munition scharf als «flagrante Verletzung des humanitären Völkerrechts». Die Menschenrechtsorganisation analysierte Fotos und Videos von Angriffen in Gush Dan (19. Juni), Be'er Scheva (20. Juni, unter anderem Schule und Basketballplatz betroffen) sowie Rishon LeZion (22. Juni).
Obwohl der Einsatz solcher Munition nach dem Übereinkommen von 2008 verboten ist, haben weder der Iran noch Israel das Abkommen unterzeichnet.