Darum gehts
- Ukraine greift russische Öl-Raffinerie in Syzran an, 800 km von Front
- Selenski lobt Spezialeinheiten und kündigt weitere Angriffe an
- Montag: Grösster Angriff auf Moskau seit 2025
Die Ukraine beweist wieder einmal, wie weit sie mit Angriffen russische Infrastruktur im Hinterland ausser Gefecht setzen kann. Am Donnerstag bestätigte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski einen Angriff auf die russische Öl-Raffinerie Syzran in der Region Samara. Er veröffentlichte ein Video, auf dem hohe, schwarze Rauchwolken zu sehen sind.
Die Raffinerie liegt über 800 Kilometer von der Front entfernt. «Ich bedanke mich bei den Spezialeinheiten für ihre Präzision. Ruhm der Ukraine!», so Selenski. Der 48-Jährige kündigte an, die Angriffe aufs Hinterland fortsetzen zu wollen.
Mega-Attacke auf Moskau beunruhigt Kreml
Am Montag sorgte die Ukraine mit einer Mega-Attacke auf Moskau für Schlagzeilen. Es war der grösste Angriff seit über einem Jahr.
Robert Brovdi, Chef der ukrainischen Drohnentruppen, veröffentlichte Anfang Woche auf Telegram das Foto einer Kampfdrohne mit der Botschaft: «Moskau schläft nie.» In die Bildunterschrift unter dem Post schrieb er: «Der Freifahrtschein fürs friedliche Luxusleben in Patriki und Umgebung ist gestrichen.» Eine deutliche Drohung gegen das noble Moskauer Viertel rund um die Patriarchenteiche.
Experten zufolge ist die Ukraine schon längst zu einer Drohnen-Supermacht geworden. Besonders die effiziente Produktionsstrategie und die vielen Standorte, die an neuen Waffensystemen arbeiten, ermöglichen schnelle Fortschritte.