Darum gehts
- Pfarrerin und Rentner streiten im November 2023 in Chile heftig
- Rentner behauptet Daumenverletzung durch Pfarrerin, Gericht entscheidet Freispruch
- 2019 auf Mallorca: Zwei Schweizer attackieren Polizei, Oktober 2025: Schweizer greift isländische Reiseleiterin an
Im November 2023 kam es in der Atacama-Wüste in Chile zum Eklat: Eine Pfarrerin und ein Rentner sollen sich eine handfeste Auseinandersetzung geliefert haben.
Ein Streit im Bus war eskaliert. Die Fronten waren anschliessend so verhärtet, dass der Fall nun vor dem Bezirksgericht Hinwil ZH landete, wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet.
«Sein Griff löste bei mir Angst aus»
Der Rentner behauptete, die Pfarrerin habe seinen Daumen gewaltsam auf seinen Oberschenkel gedrückt, wodurch dieser später in der Schweiz operiert werden musste. Die Staatsanwaltschaft warf der Pfarrerin vor, die Verletzungen bewusst in Kauf genommen zu haben.
Die Pfarrerin bestreitet die Vorwürfe. «Sein Griff löste bei mir Angst aus», sagte sie vor Gericht. Sie habe sich nur befreien wollen, nachdem der Rentner ihren Arm gepackt habe. Der Fall endet mit einem Freispruch.
Dass Schweizer in den Ferien handgreiflich werden, kommt immer mal wieder vor. Blick stellt drei weitere Fälle vor.
Anfang August 2019 pöbeln zwei Schweizer (damals 26 und 30) vor dem Flughafen von Palma de Mallorca andere Passagiere an. Endgültig aus dem Ruder läuft die Situation, als die beiden Männer sich an der Warteschlange für die Taxis vordrängeln wollen. Sicherheitsbeamte des Flughafens alarmieren die Polizei. Als die Polizisten eintreffen und die Reisepässe der Schweizer sehen wollen, rastet einer der beiden Touristen aus und attackiert einen Polizisten. Damit nicht genug: Der andere Schweizer schnappt sich eine Wodkaflasche und geht damit auf die Einsatzkräfte los.
Schlussendlich werden die beiden Krawallmacher festgenommen. Kurios: Auf dem Polizeiposten verletzten sich die beiden Suff-Schweizer selbst, indem sie ihre Köpfe ohne ersichtlichen Grund gegen Bildschirme schlugen.
Ein Schweizer parkiert im Oktober 2025 mit einem Van in Island auf einem Busparkplatz. Eine Reiseleiterin fällt dies laut dem isländischen Newsportal «Visir» auf. Als sie den Mann auf sein Fehlverhalten anspricht, wird dieser wütend. Er zahle «einen Haufen Steuern» für das Fahrzeug und parkiere dort, wo es ihm passe, so die patzige Antwort des Schweizers.
Das lässt sich die Reiseleiterin nicht bieten: Sie fotografiert das Fahrzeug mit Walliser Kontrollschild mit ihrem Tablet. Als sie anschliessend den Bus der Reisegruppe betritt, geht dem Mann endgültig der Hut hoch. Er verschafft sich gewaltsam Zutritt zu dem Car und greift die Reiseleiterin an. Sie solle ihm das «gottverdammte» Tablet aushändigen.
Er schubst, schlägt zu und tritt nach ihr. «Ich habe versucht, meinen Kopf mit dem Tablet zu schützen und zurückzuschlagen», beschreibt das Opfer die Situation. Sie schreit sogar um Hilfe.
Mit Mühe schafft sie es, den Mann aus dem Bus zu drängen. Der schnappt sich jedoch ihr Bein und zieht sie aus dem Bus. Wie sich die Situation letztlich beruhigte, darüber schreibt «Visir» nichts.
Am 15. März 2025 eskaliert ein Streit in der thailändischen Grossstadt Pattaya. Beteiligt ist ein Schweizer (damals 35). Auf dem Video eines Augenzeugen ist zu sehen, wie er einer anderen Person mit Anlauf ins Gesicht tritt.
Bei der Vernehmung durch die Polizei gibt der Touri-Treter an, es sei zum Streit gekommen, weil ihn ein Einheimischer mit seinem Töff angefahren und danach mit einem Helm geschlagen habe. Medienberichten zufolge soll es aber der Schweizer gewesen sein, der den Crash verursachte.