Schwere Entscheidung in den Niederlanden
Krankes Kind unter 12 Jahren mit Sterbehilfe gestorben

In den Niederlanden ist erstmals ein schwer krankes Kind unter zwölf Jahren durch Sterbehilfe gestorben. Das Gesetz erlaubt dies erst seit Kurzem. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
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Schwere Entscheidung: In den Niederlanden ist ein Kind mit Hilfe von Sterbehilfe gestorben. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In den Niederlanden erhielt erstmals ein Kind unter 12 Jahren Sterbehilfe
  • Das 2024 geänderte Gesetz erlaubt Sterbehilfe für Kinder ab einem Jahr
  • Staatsanwaltschaft prüft, ob alle Vorschriften in diesem Fall eingehalten wurden
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Johannes HilligRedaktor News

Erstmals hat in den Niederlanden ein schwerkrankes Kind unter zwölf Jahren Sterbehilfe erhalten. Das bestätigte Gesundheitsministerin Sophie Hermans am Montag.

Sie stellte den neusten Jahresbericht des zuständigen Überprüfungsausschusses vor. Details sind nicht bekannt. Kein genaues Alter, kein Geschlecht, keine Diagnose. 

Das Gesetz verlangt aber strenge Auflagen

Seit 2024 ist die Sterbehilfe für Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren in den Niederlanden legal. Zuvor war dies nur für Neugeborene und Personen über zwölf Jahren möglich.

Das Gesetz verlangt aber strenge Auflagen: Die Eltern müssen einverstanden sein, das Kind muss unerträglich leiden und es darf keine Aussicht auf Heilung bestehen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Fall. Sie kontrolliert, ob die Ärzte alle Vorschriften eingehalten haben. Laut Hermans wird der vollständige Bericht bald veröffentlicht.

Noelia Castillo Ramos (†25) sorgte weltweit für Aufsehen

Die Niederlande waren 2002 das erste Land weltweit, das Sterbehilfe für unheilbar Kranke legalisierte. Die Gesetzesänderung von 2024 schloss eine Lücke. Zuvor gab es keine klare Regelung für Kinder zwischen einem und zwölf Jahren. Man nahm an, sie könnten keine eigenen Entscheidungen treffen.

In der Schweiz ist Sterbehilfe erst mit der Volljährigkeit möglich. Zuletzt sorgte der Fall von Noelia Castillo Ramos (†25) weltweit für Schlagzeilen. Die Spanierin war 2022 Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden und war nach einem misslungenen Suizidversuch, bei dem sie sich aus dem fünften Stock eines Gebäudes stürzte, querschnittgelähmt. Nach zwei Jahren des Kampfes um das Recht auf Sterbehilfe erhielt sie schliesslich die Genehmigung einer medizinischen Kommission und verstarb im Alter von nur 25 Jahren.

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