Russland plant Waffenruhe
Zwei Tage ohne Angriffe im Ukraine-Krieg

Russland hat für den 8. und 9. Mai eine einseitige Waffenruhe im Ukraine-Krieg angekündigt. Präsident Putin will damit den Sieg im Zweiten Weltkrieg würdigen. Kiew zeigt sich dem Vorschlag gegenüber offen.
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Russland hat für den 8. und 9. Mai eine einseitige Waffenruhe im Ukraine-Krieg angekündigt.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Russland verkündet Waffenruhe am 8. und 9. Mai in der Ukraine
  • Moskau droht Kiew mit Vergeltung bei Nichteinhaltung der Waffenruhe
  • Siegesparade am 9. Mai erstmals seit 2007 ohne Panzer und Raketen
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Mattia JutzelerRedaktor News

Die russische Armee hat eine einseitige Waffenruhe für den 8. und 9. Mai im Ukraine-Krieg angekündigt. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau erfolge dies «gemäss einer Entscheidung» von Präsident Wladimir Putin (73), wie unter anderem die deutsche «Tagesschau» berichtete. Grund seien die Gedenkfeiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland.

Das russische Verteidigungsministerium forderte die Ukraine auf, das Feuer ebenfalls einzustellen. Andernfalls drohte Moskau mit Vergeltungsschlägen, einschliesslich eines Angriffs auf das Stadtzentrum von Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erklärte daraufhin seinerseits eine Waffenruhe, die bereits am 5. Mai starten soll. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Parade ohne Panzer geplant

Die von Putin angekündigte Waffenruhe fällt zusammen mit der traditionellen Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau. Diese soll erstmals seit 2007 ohne Panzer und Raketen stattfinden. Als Grund gab das Verteidigungsministerium die «operative Lage» an, insbesondere die Gefahr durch ukrainische Drohnenangriffe. Russische Beobachter sehen den Verzicht auch als Reaktion auf die wachsenden militärischen Verluste und die zunehmenden Angriffe auf russisches Territorium, berichtet die «Tagesschau» weiter.

Bereits in der Vergangenheit erklärte Russland zu Feiertagen wie Ostern temporäre Waffenruhen. Diese wurden jedoch oft von beiden Seiten verletzt. So auch im Jahre 2026. Allein die Ukraine beklagte über 2000 russische Verstösse gegen die damals angesetzte Waffenruhe.

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