Rettungslauf gegen die Zeit
Gestrandeter Wal an deutscher Ostseeküste kämpft ums Überleben

Ein Grosswal ist auf einer Sandbank vor der Küste des deutschen Bundeslands Schleswig-Holstein gestrandet. Seit Wochen irrte das Tier bereits durch die Ostsee. Polizei und Meeresschützer kämpfen gegen die Zeit, um das geschwächte Tier zu retten.
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Ein stark geschwächter Grosswal ist vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Dort ringt er um sein Leben.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein gestrandeter Grosswal kämpft vor deutschem Ferienort Niendorf ums Überleben
  • Rettung erschwert: Ostsee ohne Gezeiten, Wal stark geschwächt
  • Wal in 1,40 m tiefem Wasser gestrandet, Polizei sperrt Gebiet ab
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Ein dramatischer Kampf ums Überleben spielt sich derzeit an der Lübecker Bucht ab. Vor dem deutschen Ferienort Niendorf im Bundesland Schleswig-Holstein ist in der Nacht auf Montag ein stark geschwächter Grosswal gestrandet. Laut «Bild» versuchen Polizei, Wasserschutzpolizei sowie Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) und der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd fieberhaft, das Tier zu retten.

Der riesige Meeressäuger ist auf einer Sandbank in gerade einmal 1,40 Meter tiefem Wasser gestrandet. Der Wal ist nur teilweise mit Wasser bedeckt und kann sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Experten vermuten, dass es sich um denselben Jungbullen handelt, der seit Wochen durch die Ostsee irrt. Mehrfach hatte der Wal bereits aus Fischernetzen befreit werden müssen, eine Leine schnürt seinen Körper jedoch weiterhin ein, berichtet «Bild».

Suche nach geeigneter Rettungsmethode

«Ehrlich gesagt, sieht es nicht gut für ihn aus», zitiert «Bild» Manuel Abraas, Sprecher von Sea Shepherd. Der Jungbulle sei stark geschwächt und habe offenbar zu wenig Nahrung aufgenommen. Hinzu kommen die erschwerten Rettungsbedingungen vor Ort. Denn die Ostsee hat keine Gezeiten, die dem Tier helfen könnten, sich eigenständig zu befreien. 

Einsatzkräfte und Meeresschützer stehen nun vor einem Wettlauf mit der Zeit. Erschwerend kommt hinzu, dass der Wal rückwärts von der Sandbank gezogen werden müsste, da er in der anderen Richtung nur in noch flacheres Wasser gelangen würde. Ob das mit Menschenkraft machbar ist, sei fraglich, erklärt Sea-Shepherd-Mitarbeiter Sven Biertümpfel gegenüber «Bild».

Eine andere Methode wäre es, den Wal mit einem Schiff zu ziehen. Doch das sei sowohl für die Helfer als auch das Tier riskant, so Biertümpel. Aufgrund des hohen Eigengewichts könnte der Wal beim Ziehen zerreissen. Bis eine geeignete Methode gefunden wird, hat die Polizei das Areal inzwischen abgesperrt, damit der Wal möglichst wenig Stress ausgesetzt ist.

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