Darum gehts
- Schweizer Autofahrer sorgen für viele Tempoverstösse im deutschen Bad Säckingen
- 163 von 460 registrierten Verstössen in Bad Säckingen im Januar 2026 durch Schweizer Kennzeichen
- Umgerechnet 592'600 CHF Einnahmen aus Blitzern in Bad Säckingen im Jahr 2025
Kurz zum Einkaufen über die Grenze – und zack – geblitzt. Das passierte in letzter Zeit Dutzenden Schweizern im deutschen Bad Säckingen, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.
Die Stadtkasse klingelte im vergangenen Jahr so richtig. «Umgerechnet 592'600 Schweizer Franken nahm die deutsche Grenzstadt mit ihren drei stationären Blitzern und 41 mobilen Messungen ein», fasst die «AZ» die Berichterstattung der «Badener Zeitung» ennet der Grenze zusammen. Und der Geldregen hat noch kein Ende.
Erstaunliche Zahlen
Rund 35 Prozent – 163 von 460 Verstössen – entfielen im Januar 2026 auf Schweizer Kontrollschilder, rechnet Muriel Schwerdtner, Sachgebietsleiterin Recht und Ordnung, für die «Aargauer Zeitung» vor. Bleibt die Quote in etwa so hoch, könnte am Jahresende etwa jeder dritte registrierte Tempoverstoss auf ein Schweizer Kennzeichen entfallen.
Schwerdtner erklärt, dass die verhängten Bussen überwiegend zuverlässig beglichen würden. Für Betroffene aus der Schweiz unterhält die Stadtkasse eigens ein Konto bei einer Schweizer Bank. Das sei einfacher und kostengünstiger.
Auch Konstanz will Kasse machen
Auch die bei Einkaufstouristen beliebte Grossstadt Konstanz erhofft sich künftig einen Geldregen. Im Herbst 2025 installierte man «Panzerblitzer Toni», der ein Fahrverbot für Privatautos überwacht. Mit dem Fahrverbot will Konstanz den Verkehr rund um den Bahnhof beruhigen und den Platz sicherer machen.
In Deutschland ist es erlaubt, sich vor der Fahrt über Blitzer an der Route zu informieren. Das gefällt nicht jedem. Die Politik will die Blitzer-Apps jetzt verbieten.