VA Studentenproteste Paris 17 Okt
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Paris brennt:Massenproteste eskalieren erneut

Paris steht in Flammen
Abgerissene Hand und brennende Autos – Proteste erreichen Höhepunkt

Seit rund einem Monat protestieren Tausende auf den Strassen von Paris. Der Konflikt mit der Polizei nimmt immer mehr zu und es kommt zu blutigen Auseinandersetzungen.
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Paris und andere Städte Frankreichs stehen in Flammen.
Foto: Getty Images
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Angela RosserJournalistin News

Frankreich und besonders Paris ist seit Wochen Schauplatz riesiger Demonstrationen, es wird über tausende Festgenommene berichtet und zahlreiche Menschen wurden bereits verletzt. Am Samstag scheint ein neuer Höhepunkt erreicht worden zu sein.

Die Bilder, die im Internet kursieren, zeigen brutale Strassenschlachten zwischen den Polizeikräften und den Demonstranten. Wie mehrere französische Medien berichten, wurden allein bis Mittag 166 Personen festgenommen.

Autos und Restaurant in Flammen

Das Stadtzentrum von Paris wurde mit einem grossen Polizeiaufgebot abgesichert. Aufhalten lassen wollen sich die Protestierenden aber nicht. Die Einsatzkräfte setzen Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke gegen die wütende Meute ein.

Auf Videos ist zu sehen, wie eine ganze Kolonne parkierter Autos in Flammen steht und auch ein Restaurant in einem Wohnhaus brennt lichterloh. Die Demonstrierenden wehren sich mit aller Kraft gegen die Polizei und pfeffern alles, was ihnen in die Finger kommt, auf die Einsatzkräfte.

Gestohlene Bimmelbahn und Handtaschen

Besonders auf X nimmt die Menge an Videos zu den Ausschreitungen gefühlt im Sekundentakt zu. Während andere friedlich durch die Strassen ziehen, gibt es auch welche, die demolieren, zerstören und plündern. Zum Beispiel dringen sie in ein Geschäft der Luxusmarke Louis Vuitton ein und flüchten mit den wertvollen Handtaschen unter den Armen.

Eine andere Gruppe Chaoten stahl eine Bimmelbahn, also ein kleiner Zug, mit dem Touris durch die Stadt chauffiert werden und rasen damit durch die Gassen.

Viele Städte betroffen

Nicht nur in Paris, sondern auch in anderen Städten ziehen am Samstag unzählige Menschen protestierend durch die Strassen.

Wie BFMTV meldet, sollen es in Lyon um die 20'000 und in Rennes 10'000 sein. Der Gewerkschaftsbund CGT unterstützt die Proteste, fordert höhere Löhne und Massnahmen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten. Die Gewerkschaft spricht von einer halben Million Demonstrantinnen und Demonstranten.

Attacke auf Rathäuser

Wie Reporter von BFMTV beobachten konnten, drangen einige der Demonstrierenden bis ins Rathaus von Lille vor. Auch das Rathaus von Bordeaux wurde angegriffen. In den Strassen regiert das Chaos und die Polizei versucht, der Masse an Protestierenden Herr zu werden.

Dabei kommt es auch immer wieder zu teils schweren Verletzungen. Wie der TV-Sender weiter berichtet, wurde einem Demonstranten beim Marsch in Saint-Étienne die Hand abgerissen. Wie genau das passiert sein soll, wird nicht weiter ausgeführt.

Forderungen an die Regierung

Die Protestierenden fordern unter anderem höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Investitionen in Bildung und öffentliche Dienstleistungen sowie Massnahmen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten.

Auch die Polizeigewalt und die Sparpolitik der Regierung stehen in der Kritik. Ein Ende der Proteste ist vorerst nicht absehbar. Gewerkschaften haben bereits für den 5. November zu weiteren Streiks und Demonstrationen aufgerufen. Damit könnte sich der Druck auf die französische Regierung weiter erhöhen.

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