Darum gehts
- Frau (33) in der deutschen Stadt Soest von vier Männern brutal misshandelt und gequält
- Frau war obdachlos, mutmassliche Täter lockten sie mit Essen und Unterkunft
- Prozess gegen die vier Männer startet im Oktober 2026
Eine heute 33-jährige Frau soll im vergangenen Jahr zwischen Ende Juli und Anfang November in einem Haus von vier Männern auf brutale Weise misshandelt, vergewaltigt und gequält worden sein. Erst als ein Anwohner die Frau am 3. November halbnackt und an einen Holzbalken gefesselt auf dem Balkon des Hauses in Soest gesehen hatte, wurde sie gerettet.
Laut einem Bericht des WDR geriet die Frau, die zu dem Zeitpunkt kein Dach über dem Kopf hatte, in eine psychische Abhängigkeit gegenüber den mutmasslichen Tätern – unter anderem, weil diese der Frau Essen und eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten hatten. Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft handelte es sich bei den vier Männern im Alter zwischen 16 und 29 Jahren um deutsche Staatsbürger, die polizeibekannt waren.
Der Prozess startet im Oktober
Nachdem die Frau entdeckt wurde, stellte ein Spital laut WDR eine lebensbedrohliche Unterkühlung fest. Wunden und ein Video der mutmasslichen Täter zeugen zudem davon, dass die Frau massiv geschlagen wurde. Zeitweise soll die Frau auch im Keller des 29-jährigen Haupttäters mit Handschellen an ein Heizungsrohr gefesselt worden sein.
Wie die Nachbarn gegenüber dem WDR angaben, waren sie geschockt, dass sie während Monaten nichts mitbekommen hatten. Vor dem Polizeieinsatz im November sei ihnen das Haus nur als Drogenumschlagplatz aufgefallen. Unterdessen wurde die Anklage der Staatsanwaltschaft laut einer Sprecherin des Landesgerichts Arnsberg zugelassen. Der Prozess gegen die vier Männer, denen unterschiedliche Delikte vorgeworfen werden, soll im Oktober starten.