VA Marvin Wildhage Oktoberfest Teufelsrad
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Er filmte nur Frauen:Marvin Wildhage entlarvt Mann mit Kamera am Teufelsrad

Influencer konfrontiert Oktoberfest-Spanner
GoPro-Mann hat kuriose Begründung

Widerliche Szenen auf der Wiesn! Youtuber Marvin Wildhage beobachtet auf dem Oktoberfest einen Mann mit einer GoPro, der gezielt Frauen unter den Rock filmt. Als die Polizei eingreift, kommt der mutmassliche Spanner mit einer blossen Ermahnung davon.
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Youtuber Marvin Wildhage konfrontiert einen Spanner auf dem Münchener Oktoberfest.
Foto: youtube
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Gaudi auf dem Teufelsrad am Münchner Oktoberfest – doch mittendrin treibt ein mutmasslicher Spanner sein Unwesen! Youtube-Star und Journalist Marvin Wildhage (30) bemerkt den Mann im Getümmel und schlägt Alarm. Wildhage filmt die Situation und teilt das Video auf Social Media.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der Unbekannte mit einer GoPro-Kamera direkt am Rand der Arena steht. Wildhage bemerkt sofort: Die Kamera hängt verdächtig tief, genau auf Oberschenkel- und Kniehöhe. Sobald Frauen in Dirndln auf dem Rad sitzen und die Röcke fliegen, hält der Mann voll drauf. Bilden dagegen Männer die Truppe auf der Scheibe, hört er auf zu filmen.

Personal greift ein – doch der Spanner macht einfach weiter

Dem geschulten Personal am Teufelsrad bleibt die dreiste Aktion ebenfalls nicht verborgen. Immer wieder treten Mitarbeiter an den Mann heran und heben dessen Arm nach oben. Eine eindeutige Warnung: Filmen von unten ist strengstens verboten! In Deutschland steht «Upskirting» unter Strafe.

Doch den Kameramann kümmert das wenig. Kaum dreht das Personal ihm den Rücken zu, wandert der Arm wieder nach unten. Er filmt ungestört weiter aus der Froschperspektive. Auf dem Oktoberfest ist das kein Einzelphänomen. Eine Recherche des BR deckte auf, dass hinter dem unerlaubten Filmen auf dem Volksfest teils skrupellose Geschäftsmodelle stecken.

Unfassbare Ausrede für das Bildmaterial

Als der Spanner schliesslich das Festzelt verlässt, heftet sich Wildhage an seine Fersen. Er konfrontiert ihn persönlich – fragt direkt, warum er nur filmt, wenn Frauen auf dem Rad sind. Der Mann erwidert mit einer skurrilen Begründung: «Meine Tochter ist lesbisch. Sie hat mich gebeten, hier Videos von den Frauen zu machen.»

Wildhage kann es nicht fassen: «Eine bescheuertere Ausrede habe ich in meinem Leben noch nie gehört.» Das Gespräch zwischen den beiden wird hitzig.

Polizei lässt Wiesn-Spanner laufen

Sie wenden sich an eine Gruppe nahestehender Polizisten. Doch die Beamten schalten schlicht zu langsam: Sie verstehen das Problem im Trubel nicht schnell genug und weisen den Mann an, wegzugehen.

Wildhage lässt nicht locker. Er verfolgt den Mann weiter über das Festgelände und spricht eine zweite Polizeigruppe an. Diesmal reagieren die Einsatzkräfte sofort: Sie stoppen den Verdächtigen, konfrontieren ihn direkt vor Ort und sichten das Bildmaterial seiner GoPro.

Nach der Sichtung des Videos lassen die Beamten den Mann jedoch rasch wieder laufen. Sie erteilen ihm lediglich eine mündliche Verwarnung. Die Begründung der Polizei: Das gesichtete Videomaterial wirke vorerst normal. Die Aufnahmen werden nicht als Beweismaterial gesichert.

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