Hund «Boro» ist zurück bei seiner Familie
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Besitzerin strahlt vor Freude:Hund «Boro» ist zurück bei seiner Familie

Nach Zugunglück in Spanien
Vermisster Hund «Boro» nach vier Tagen wiedergefunden

Nach dem Zugunglück in Spanien wurde Hund «Boro» vier Tage später lebend gefunden. Der Mischling überlebte Minustemperaturen und Regen. Seine emotionale Rückkehr zur Familie rührt das Land und geht viral.
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«Boro» ist wieder da!
Foto: AP

Darum gehts

  • Hund «Boro» nach Zugunglück in Spanien lebend gefunden, Familie erleichtert
  • Besitzerin Raquel erlitt schwere Verletzungen, Hund galt tagelang als vermisst
  • Über 40 Tote, Hund überlebte vier Tage bei Minustemperaturen und Regen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Vier Tage nach dem verheerenden Zugunglück mit über 40 Todesopfern sorgt in Spanien eine rührende Geschichte für einen seltenen Moment der Hoffnung. Nach tagelanger Suche ist ein Hund, der mit seiner Familie in einem der Unglückszüge unterwegs war, lebend gefunden worden – und inzwischen wieder zu Hause.

Der Hund namens «Boro», ein Mischling aus Schnauzer und spanischem Wasserhund, wurde am Donnerstag in der Nähe der Unfallstelle bei Adamuz in der Provinz Córdoba entdeckt. Das bestätigte die Tierschutzpartei Pacma. Kurz darauf kam es zur emotionalen Wiedervereinigung mit der Familie – Bilder davon gingen in Spanien viral.

Frauchen weiter auf Intensivstation

Auf Videos ist zu sehen, wie Ana García den Hund umarmt, streichelt und küsst. Die 26-Jährige war gemeinsam mit ihrer schwangeren Schwester Raquel (32), der Besitzerin des Hundes, und deren Partner im Hochgeschwindigkeitszug von Málaga nach Madrid unterwegs. Der Zug entgleiste am Sonntagabend, geriet auf ein Nachbargleis und riss einen entgegenkommenden Zug mit in die Katastrophe.

Raquel liegt weiterhin auf der Intensivstation des Krankenhauses Reina Sofía in Córdoba, ihr Zustand ist jedoch stabil. Sie erlitt unter anderem schwere Kopfverletzungen – offenbar, als sie versuchte, ihren Hund zu schützen. Nach dem Aufprall blieb sie bewusstlos unter den Trümmern liegen. «Boro» galt seitdem als vermisst.

Sogar die Politik nahm Anteil

Fast vier Tage lang irrte der Hund allein durch das Mittelgebirge der Sierra Morena – bei nächtlichen Minustemperaturen und starkem Regen. Die Suche mobilisierte ganz Spanien: Polizei, Einsatzkräfte, Tierschutzorganisationen und zahlreiche Freiwillige beteiligten sich, einige reisten aus anderen Regionen an. Auch RTVE berichtete ausführlich.

Ana García hatte am Montag, selbst noch gezeichnet vom Unglück, vor laufenden Kameras verzweifelt um Hilfe gebeten. Am Donnerstag trat sie erneut vor die Medien – diesmal lächelnd, den Hund im Arm. «Ihm geht es gut», sagte sie sichtlich bewegt.

Sogar die spanische Regierung reagierte. Verkehrsminister Óscar Puente schrieb auf X, dass auch Tiere eine «wertvolle Rolle» im Leben einer Familie spielten. Pacma sprach von einem «kleinen Lichtblick» nach einer grossen Tragödie.

Video zeigt überlebende Passagiere im Zug
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Unglück in Spanien:Video zeigt Ausmass der Zug-Katastrophe
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