Darum gehts
- Ein Iryo-Zug entgleist am 18. Januar bei Adamuz, Córdoba
- Der verunfallte Zug war erst vier Jahre alt und kontrolliert
- 39 Tote, 75 Verletzte – Iryo investierte 750 Millionen Franken
Das schwere Zugunglück bei Adamuz in der spanischen Provinz Córdoba, bei dem am Sonntagabend mindestens 39 Menschen starben, stellt Experten und Behörden vor Rätsel. Einer der Züge war ein Frecciarossa-Zug von Iryo, fast brandneu, gerade einmal vier Jahre alt, wie spanische Medien berichten. Laut «El Pais» lag die letzte Kontrolle vier Tage zurück.
Die Züge von Iryo geniessen in Spanien einen guten Ruf. Wieso? Das Transportunternehmen betreibt eine moderne Zugflotte: 20 Fahrzeuge des Modells Frecciarossa 1000, italienisch für «roter Pfeil». Die Züge können eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern pro Stunde erreichen.
Iryo gehört mehrheitlich der italienischen Staatsbahn Trenitalia, wie «El Pais» schreibt. Die Züge fuhren erstmals im Jahr 2022 auf der Strecke Madrid–Valencia. Mittlerweile sind die Fahrzeuge von Iryo auf den verkehrsreichsten Strecken des Landes unterwegs, etwa zwischen den Millionenstädten Madrid und Barcelona. Das Unternehmen investierte in den letzten vier Jahren gut 750 Millionen Franken in seine Züge.
«Iryo bedauert den Vorfall zutiefst»
Die hohen Investitionen von Iryo und die hochmodernen Fahrzeuge des Unternehmens sind die Gründe, warum sich viele Experten das Unglück zunächst nicht erklären können. Am Mittwoch will Iryo laut «El Pais» an der Tourismusmesse Fitur in Madrid eigentlich seine Angebote und sein Engagement für multimodale Mobilität präsentieren. Das Bahnunglück wird diese Pläne nun in den Schatten stellen. Auf seiner Webseite schreibt das Unternehmen: «Iryo bedauert den Vorfall zutiefst und hat alle Notfallmassnahmen eingeleitet.»