Darum gehts
- Zwei 15 Monate alte Zwillinge sterben in Nordfrankreich durch Dehydrierung
- Eltern alarmierten Notruf, vier weitere Kinder ins Spital gebracht
- Hitzewelle fordert bereits mehrere Todesopfer, Ermittlungen laufen
Unter der Hitzewelle der vergangenen Wochen leiden insbesondere vulnerable Personen wie ältere Menschen oder auch Kinder. Ein besonders tragischer Vorfall ereignete sich in Nordfrankreich. Zwei kleine Mädchen wurden tot in ihren Bettchen aufgefunden.
Als Todesursache gehen die Ermittler von Dehydrierung aus. Es wird vermutet, dass die 15 Monate alten Zwillinge über mehrere Tage hinweg in einem überhitzten Raum waren.
Die Mutter soll gegenüber der Ermittler gesagt haben, dass sie ihren Töchtern am Vorabend gegen 19 Uhr das letzte Mal ein Fläschchen gegeben habe. Erst am nächsten Nachmittag gegen 13 Uhr, sei sie wieder in das Zimmer gegangen. Was in diesen 18 Stunden geschah und ob die Kinder deshalb nicht ausreichend versorgt wurden, wird nun ermittelt.
Weitere Kinder im Spital
Den Notruf haben die Eltern selber gerufen, heisst es. Als die Rettungskräfte allerdings eintrafen, war es bereits zu spät – die Leichenstarre hatte bereits eingesetzt. Im selben Haushalt fanden die Einsatzkräfte vier weitere Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Auch sie litten unter starker Dehydrierung und wurden umgehend ins Spital gebracht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen.
Frankreich kämpft derzeit mit einer extremen Hitzewelle, die mehrere Menschenleben gefordert hat. Besonders Kleinkinder sind gefährdet. In den vergangenen Tagen kam es zu mehreren tragischen Todesfällen, als Kinder in überhitzten Autos zurückgelassen wurden.
Ähnliche Vorfälle sollen verhindert werden
Der Bürgermeister von Beuvrages sprach von einem Schock für die gesamte Gemeinde: «Der Tod dieser beiden kleinen Mädchen hat uns zutiefst erschüttert.» Die Ermittlungen sollen nun klären, wie es zu dieser tragischen Situation kommen konnte.