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Morddrohungen wegen Timmy-Drama – Deutsches Meeresmuseum wird seit Monaten angefeindet
Wutbürger nehmen Wissenschaftler ins Visier

Forschende des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund erhalten seit April ohne Ende Morddrohungen und Beleidigungen. Jetzt äussert sich der Chef.
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Weil das deutsche Meeresmuseum im April erklärte, Buckelwal Timmy habe keine Überlebenschance mehr, wird es seither mit Hass überschüttet.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Seit April bedrohen Kritiker das Meeresmuseum Stralsund wegen Wal Timmy.
  • Morddrohungen, Beleidigungen und ein wütender Besucher belasten die Mitarbeiter.
  • Polizei prüft mehrere Vorfälle, Greenpeace-Kollege erhielt Morddrohungen.
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Marian NadlerRedaktor News

Was die «Bild» am Freitagabend berichtet, ist kaum zu fassen: Seit dem Drama um Buckelwal Timmy werden die Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund massiv bedroht. Seit die Wissenschaftler Anfang April erklärt hatten, das Tier habe keine Überlebenschance mehr, schwappte eine Hasswelle nach der anderen über sie hinweg. «Es gingen immer mehr Nachrichten ein», sagt Museumschef Burkard Baschek der Zeitung.

Neben Beleidigungen und Drohungen in den sozialen Medien gingen in Stralsund wütende Anrufe ein. Beschäftigte mussten sich einiges anhören. Selbst vor einer Verfolgung bis ins Privatleben machte der Mob nicht halt. «Es war so, dass auch Familienangehörige zum Teil angeschrieben worden sind. Das ging in einen privaten Bereich rein», schildert Baschek. 

Mann stürmt wutentbrannt ins Museum

Auch der Museumschef selbst wurde angefeindet, «Bild» veröffentlichte einen noch vergleichsweise harmlosen Screenshot, in dem der Forscher als «ekelhafte Kreatur» bezeichnet wird. Ein Kollege von Greenpeace habe Morddrohungen erhalten, berichtet Baschek weiter. «Ansonsten war es so, dass uns damit gedroht worden ist, die Hells Angels auf den Hals zu hetzen.»

Mehrere Online-Petitionen wollten erreichen, dass Baschek als Museumsdirektor abgesetzt wird. Ein Mann stürmte gar ins Museum, warf etwas auf den Boden und verfluchte die Mitarbeiter.

Museumschef will sich nicht einschüchtern lassen

«Seit April sind mehrere Sachverhalte im Zusammenhang mit dem Meeresmuseum bekannt geworden, bei denen unter anderem der Verdacht von Beleidigung und Bedrohung geprüft wird», teilt die Polizei auf «Bild»-Anfrage mit.

Baschek lässt sich nicht einschüchtern. Für ihn stünden Wissenschaft, Aufklärung und der Dialog weiter im Mittelpunkt seiner Arbeit.

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