Angriffe auf iranische Schiffe in der Strasse von Hormus
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US-Armee postet neues Video:Angriffe auf iranische Schiffe in der Strasse von Hormus

Mit Jets und Apache-Helikoptern
USA starten Schlacht um Strasse von Hormus

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
10:44 Uhr

USA greifen mit Jets und Helis an der Strasse von Hormus an

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Israel und die USA haben Teile der iranischen Gasindustrie am Persischen Golf sowie iranische Boote und Drohnen in der Strasse von Hormus angegriffen, um die Blockade zu durchbrechen, berichtet das «Wallstreet Journal».

Die Boote sollen mit tieffliegenden Jets und die Drohnen mit Apache-Helikoptern zerstört werden, heisst es. «Die Schlacht um Hormus» ist also eröffnet.

Angriffe auf iranische Schiffe in der Strasse von Hormus
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US-Armee postet neues Video:Angriffe auf iranische Schiffe in der Strasse von Hormus

Über 120 Schiffe sollen bereits beschädigt oder gar zerstört worden sein, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Ziel ist die Reduzierung von Minen-, Boot- und Raketenbedrohungen, um Tanker wieder sicher durchzulassen. Die Wiedereröffnung der blockierten Meerenge könnte noch Wochen dauern.

10:05 Uhr

Sprecher der Revolutionsgarde bei Angriff getötet

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Das iranische Staatsfernsehen berichtete am Freitag über einen weiteren Todesfall in den Reihen der Islamischen Revolutionsgarden. So soll Ali Mohammad Naini (†69) einer ihrer Sprecher und Stellvertreter für Öffentlichkeitsarbeit bei Angriffen der USA und Israel getötet worden sein, schreibt «Reuters».

In einer Stellungnahme schreiben die Revolutionsgarden: Naini wurde im Morgengrauen bei dem kriminellen, feigen Terroranschlag der amerikanisch-zionistischen Seite getötet».

Ali Mohammad Naini, Sprecher der Islamischen Revolutionsgarden, soll gestorben sein.

Immer wieder muss das Islamische Regime im Iran Todesopfer in den eigenen Reihen bestätigen. Bereits kurz nach Kriegsbeginn wurde ihr Oberster Führer Ali Chamenei (†86) getötet. Auch der oberste Sicherheitschef Ali Laridschani (†67) ist tot. Darüber, welche Rolle er bei der Niederschlagung der landesweiten Proteste gespielt hatte, hat mein Kollege Daniel Macher geschrieben.

19.03.2026, 21:06 Uhr

Der Iran kann laut Netanyahu kein Uran mehr anreichern

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Nach fast drei Wochen Krieg zeigt sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (76) bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend zufrieden mit der Arbeit seiner Armee. So hätte der Iran jetzt schon keine technischen Möglichkeiten mehr, Uran anzureichern. Auch könne die Islamische Republik keine ballistischen Raketen mehr herstellen, sagt Netanyahu weiter.

Foto: IMAGO/UPI Photo

Bei der Pressekonferenz nannte der israelische Ministerpräsident ausserdem drei Ziele seiner Armee im Krieg gegen den Iran, berichtet «Focus». Die ersten zwei sind die Ausschaltung des iranischen Atomprogramms und die Vernichtung des iranischen Programms zur Herstellung ballistischer Raketen. Auch wolle Israel Bedingungen schaffen, die es den Iranern ermöglichen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». Zwei dieser Ziele seien nun erreicht.

Iranische Angriffe haben seit Beginn des Krieges über 4000 Menschen in Israel verletzt. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes am Donnerstag auf der Plattform X mit. Laut dem israelischen Fernsehsender i24 sind zudem 15 Israelis infolge des Krieges gestorben, darunter 13 Soldaten und zwei Zivilisten. Im Iran wurden seit Beginn des Konflikts laut der Nachrichtenagentur Reuters über 1300 Menschen getötet und mehr als 7000 verletzt. 

19.03.2026, 19:22 Uhr

Milliardenschaden durch Iran-Angriff

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Die Energieinfrastrukturen in der Golfregion werden zu neusten Zielen im Iran-Krieg. Und die Angriffe haben es in sich. 17 Prozent der Exportkapazität von Katars Flüssigerdgas (LNG) soll lahmgelegt worden sein. Das bestätigte Saad al-Kaabi, CEO von QatarEnergy und Staatsminister für Energieangelegenheiten, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Es drohen Einnahmeverluste von 20 Milliarden US-Dollar (15 Milliarden Franken).

Bei den Angriffen wurden zwei von Katars 14 LNG-Produktionsanlagen sowie eine von zwei Gas-to-Liquids-Anlagen schwer beschädigt, erklärte Al-Kaabi. Die Reparaturen könnten drei bis fünf Jahre dauern und legen jährlich 12,8 Millionen Tonnen LNG lahm. «Ich hätte mir nie träumen lassen, dass Katar – gerade in der Region und während des Ramadan – von einem brüderlichen muslimischen Land auf diese Weise angegriffen wird», sagte Al-Kaabi. 

Die Angriffe erfolgten nur wenige Stunden nach israelischen Angriffen auf iranische Gasinfrastrukturen. Als Reaktion darauf nahm der Iran gezielt Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ins Visier, darunter auch das Produktionszentrum Ras Laffan in Katar. 

19.03.2026, 17:10 Uhr

USA und Israel verfolgen «unterschiedliche» Kriegsziele im Iran

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Seit fast drei Wochen führen die USA und Israel gemeinsam Krieg gegen den Iran. Die militärische Kooperation der beiden Nationen wirkt so eng wie noch nie. Trotzdem verfolgen sie laut dem US-Geheimdienst andere Kriegsziele. Das bestätigt Direktorin Tulsi Gabbard (44) in einer Anhörung am Donnerstag, wie unter anderem «The Independent» berichtet. 

Foto: AFP

«Anhand der Operationen lässt sich erkennen, dass die israelische Regierung darauf abzielt, die iranische Führung zu schwächen», erklärt Gabbard. «US-Präsident Donald Trump (79) hat erklärt, seine Ziele seien die Zerstörung der iranischen Raketenabschusskapazität, der Produktionskapazität für ballistische Raketen und der iranischen Marine.»

Die Kommunikation der beiden Militärpartner scheint in letzter Zeit ausserdem nicht ganz reibungslos zu funktionieren. So behauptete beispielsweise Pete Hegseth (45) gegenüber dem «Guardian», die USA hätten nichts mit dem Angriff auf das Erdgasfeld South Pars im Süden des Irans zu tun gehabt. Iranische Nachrichtenagenturen hatten am Mittwoch berichtet, dass das grösste Erdgasfeld der Welt beschossen wurde.

Foto: imago/UPI Photo

Auch Israel hat sich bisher noch nicht öffentlich zu diesem Angriff bekannt. Wie Reuters allerdings schreibt, sei die Attacke auf das Erdgasfeld von Israel mit den Vereinigten Staaten zusammen koordiniert worden. Das bestätigen mehrere israelische Beamte der Nachrichtenagentur. 

Trump kritisierte den Angriff seines Verbündeten ausserdem am Donnerstagabend scharf. «Ich habe ihm gesagt, er soll das nicht tun», soll der US-Präsident in einem Telefongespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesagt haben. Israel werde laut Trump die Angriffe auf iranische Öl- und Gasanlagen einstellen, schreibt CNN.

19.03.2026, 16:58 Uhr

USA geben Update im Iran-Krieg

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Wie lange werden die USA noch Krieg gegen den Iran führen? Wie ist der aktuelle Stand? Pete Hegseth, sogenannter «Kriegsminister», und US-General Dan Caine haben am Donnerstag ein Update zum Iran-Krieg gegeben. 

An einer Stelle ging es plötzlich um den Sohn von Hegseth. Wieso? Den Artikel dazu findest du hier.

19.03.2026, 15:53 Uhr

95 Evakuierungen für Schweizer Firmen aus Nahost

Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschaftsdesk

Schweizer Unternehmen mit Niederlassungen im Nahen Osten reagieren auf die Drohungen aus dem Iran, US-Konzerne unter Beschuss nehmen zu wollen. Mehrere hiesige Firmen haben wegen des Kriegs Sicherheitsmassnahmen ergriffen, wie «Le Temps» berichtet. 

Unter anderem hat die Organisation «International SOS» für Schweizer Unternehmen 95 Evakuierungen von Mitarbeitenden durchgeführt. Die meisten evakuierten Personen arbeiteten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie wurden auf dem Landweg nach Oman gebracht.

Foto: AFP

Im Nahen Osten sind namhafte Schweizer Firmen präsent. Unter anderem haben der Lebensmittel-Riese Nestlé, der Pharma-Gigant Roche und der Industrie-Konzern Sulzer Niederlassungen in der Region. «Der Nahe Osten ist ein wichtiger Markt für Schweizer Industrie», sagte Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher (58) kürzlich zu Blick. Die Analyse dazu von Kollegin Milena Kälin liest du hier.

19.03.2026, 15:48 Uhr

US-Geheimdienst: Gesundheitszustand von neuem Ayatollah «unklar»

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Wie geht es Modschtaba Chamenei, dem neuen Machthaber im Iran? Über den Gesundheitszustand des Ayatollahs wird seit Tagen diskutiert. Klar ist, dass er bei demselben israelischen Luftangriff verletzt wurde, der seinem Vater Ali Chamenei das Leben kostete.

Iranische Offizielle wiederholen immer wieder, dass es Modschtaba Chamenei gut gehe und er sich bei der Attacke nur leicht verletzt habe. So sagte ein hochrangiger Regierungsberater vor einer Woche zum «Guardian», dass der Ayatollah «Gott sei Dank wohlauf» sei.

Foto: KEYSTONE/AP/VAHID SALEMI

Andere Berichte zeichnen ein düstereres Bild vom Gesundheitszustand Chameneis. So soll eine anonyme Quelle der britischen Zeitung «Sun» erzählt haben, der neue Ayathollah habe beim Luftangriff ein Bein verloren und liege seither im Koma. Eine Zeitung aus Kuwait berichtete währenddessen, der oberste Machthaber des Irans werde aktuell in einem Privatspital in Moskau behandelt.

Nun ist klar: Selbst der US-Geheimdienst weiss wohl nicht genau, wie es Modschtaba Chamenei geht. Direktorin Tulsi Gabbard (44) bestätigte an einer Anhörung am Donnerstag, dass der Gesundheitszustand des neuen Ayatollahs weiterhin «unklar» und dem Geheimdienst nicht vollständig bekannt sei. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP News. Dem Geheimdienst sei sich aktuell ebenfalls nicht ganz klar, wer in der iranischen Regierung während der mutmasslichen Abwesenheit Chameneis das Sagen hat. 

19.03.2026, 14:02 Uhr

Merz: Deutschland kann «viel tun»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

«Wir können und werden uns erst dann engagieren, wenn die Waffen schweigen.» Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich bei einem Auftritt in Brüssel zur Frage geäussert, ob die europäischen Länder und die Nato-Staaten die USA im Krieg gegen den Iran unterstützen sollen oder nicht.

Foto: Keystone/DPA/CARSTEN KOALL

In den vergangenen Tagen schoss US-Präsident Donald Trump mehrfach gegen die Nato-Verbündeten, da diese es ablehnen, Trump bei der Sicherung der Strasse von Hormus zu unterstützen. Diese Absage mündete gar in einem Wut-Auftritt von Trump im Weissen Haus. 

Nun bekräftigte Merz, dass Deutschlands Rolle von einer Einstellung der Feindseligkeiten abhänge. «Wir können viel tun, unter anderem die Seewege öffnen und sie frei halten», sagte er. «Aber das tun wir nicht, solange die Feindseligkeiten andauern. Das werden wir erst tun, wenn die Feindseligkeiten beendet sind.»

19.03.2026, 09:41 Uhr

Angriffe auf Mega-Anlagen in Kuwait und Saudi-Arabien

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Grossbrände in Kuwait! Nach Angriffen auf Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien brennen nun auch Raffinerien in Kuwait. 

Die Kuwait Petroleum Corporation teilt mit, dass am Donnerstag bereits zwei Standorte von Drohnen getroffen wurden. Es brachen Brände aus. 

Es seien alle notwendigen Vorsichtsmassnahmen getroffen worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten und die Anlage zu sichern, hiess es aus Kuwait. Später am Nachmittag teilt die Petroleum Corporation mit, dass der Betrieb in den betroffenen Anlagen vorübergehend eingestellt wird.

Auch Saudi-Arabien teilte mit, dass eine Raffinerie von einer Drohne getroffen worden sei. «Der Schaden wird derzeit ermittelt», so die Regierung. Die betroffene Raffinerie liegt im Hafen von Yanbu. Aktuell werden die Ölladevorgänge offenbar gestoppt, hiess es bei der Nachrichtenagentur Reuters. Diese bezieht sich dabei auf zwei anonyme Quellen. 

In den vergangenen Stunden hat sich die Situation in der Golfregion erheblich zugespitzt. Israel hat am Mittwochnachmittag Irans Gasfeld South Pars angegriffen. Daraufhin warnten die Revolutionsgarden vor Gegenangriffen. Eine Flüssiggasanlage in Katar wurde zerstört, wie du im Tickereintrag von meinem Kollegen Mattia Jutzeler von 19.47 Uhr nachlesen kannst. Am Donnerstag kommt es nun zu weiteren Attacken. 

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