Laut Premier Carney ist Kanada für Militärangriff der USA gewappnet
«Es wäre unverantwortlich, sich nicht vorzubereiten»

Was passiert, wenn die USA Kanada angreifen? Das Land ist laut seinem Premierminister auf dieses Szenario vorbereitet. Zahlenmässig wären die USA klar überlegen.
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Mark Carney sagt, sein Land ist auf eine US-Invasion vorbereitet.
Foto: Adrian Wyld/The Canadian Press via AP

Darum gehts

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  • Kanadas Premier Mark Carney sagt, das Land ist auf ein mögliches US-Militäreingreifen vorbereitet
  • USA hat über 2 Mio. Soldaten, Kanada weniger als 200'000
  • Trump nennt Kanada «51. Bundesstaat»
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Marian NadlerRedaktor News

Kanadas Premierminister Mark Carney (61) hat die entfernte Möglichkeit eines militärischen Eingreifens der USA gegen Kanada in Betracht gezogen. Das sagte er der «New York Times». Carney sagte der US-Zeitung, seine Regierung habe das Szenario eines solchen «extremen Risikos», in dem die USA militärisch gegen sein Land vorgehen, sorgfältig geprüft und sich entsprechend vorbereitet. Konkrete Details nannte er nicht.

«Ich denke, man hat in solchen Positionen die Verantwortung, extreme Risiken zu berücksichtigen», bemerkte Carney. «Das ist kein Basisszenario, aber es wäre unverantwortlich, sich nicht darauf vorzubereiten.» Unter US-Präsident Donald Trump (80) haben sich die Spannungen zwischen den Nachbarländern verschärft.

Carney erhöht Verteidigungsausgaben

Ein Konflikt wäre höchstwahrscheinlich extrem unausgewogen. Das US-Militär verfügt laut Regierungsangaben über mehr als zwei Millionen aktive und Reserve-Soldaten, während Kanada weniger als 200'000 hat. Auch die US-Flotte ist ungleich verteilt: Im Jahr 2024 besassen die USA 65 U-Boote, Kanada hingegen nur vier.

Kanada verfügt über die längste Küstenlinie der Welt und liegt in der Nähe der strategisch wichtiger werdenden Arktis. Zwei Umstände, die Carney seit seinem Amtsantritt dazu veranlasst haben, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen.

Zollkrieg zwischen Kanada und den USA

Trump sprach zuletzt immer wieder von Kanada als «51. Bundesstaat». Gleichzeitig führt er einen Handelskrieg mit Kanada, der sich im vergangenen Monat verschärft hat, weil beide Länder damit begannen, gegenseitig Zölle auf eine Reihe von Produkten zu erheben.

Carney gab weiter an, er spreche «häufig» mit Trump. «Aus meiner Sicht haben wir ein gutes Verhältnis, weil wir jederzeit zum Telefon greifen und über Probleme sprechen können.» Ein direkter Umgang miteinander sei in dieser Hinsicht «viel effizienter». Die Rückkehr zu den freundschaftlichen, jahrzehntelangen Handelsbeziehungen mit den USA wäre für beide Länder von Vorteil, ergänzte der Kanada-Premier. 

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