Von der Leyen bekräftigt
Kanada könnte «erstes, assoziiertes EU-Mitglied» werden

In einer Rede kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass Kanada das erste, assoziierte EU-Mitglied der Geschichte werden könnte. Die Beziehung zu dem Land soll «auf das höchstmögliche Niveau» gebracht werden.
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Foto: IMAGO/ABACAPRESS
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Janine EnderliRedaktorin News

Die EU möchte stärker auf transatlantische Kooperation setzen und die Zusammenarbeit mit Kanada ausbauen. «Wir wollen die Beziehung zu Kanada auf das höchstmögliche Niveau bringen», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch während einer Rede in Strassburg. Dieser wohnte auch der kanadische Premierminister Mark Carney bei. 

Mit Carney wolle von der Leyen darauf hinarbeiten, «dass Kanada das erste assoziierte Mitglied der EU wird». Bisher gibt es keine derartige Kooperationsform der EU mit Drittstaaten, in der Vergangenheit gab es aber schon entsprechende Überlegungen. 

Wie könnte diese «Teilmitgliedschaft» aussehen?

Wie eine assoziierte EU-Mitgliedschaft aussehen könnte, ist bisher unklar. Es dürfte sich um eine Zwischenform von einer vollständigen Mitgliedschaft und einer engen Kooperation handeln. 

Ein Assoziierungsabkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen einer Gemeinschaft (wie die EU) und einem Staat (nicht EU-Staat), der eine enge wirtschaftliche und politische Bindung regelt. Eine Vollmitgliedschaft besteht jedoch nicht. 

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