Landung in Neufundland
Swiss-Maschine nach New York setzt Notruf über Atlantik ab

Eine Swiss-Maschine auf dem Weg nach New York hat über dem Nordatlantik die Notlage 7700 ausgerufen. Jetzt ist klar, was dahintersteckt.
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Flug LX14 wird nun nach St. John's umgeleitet.
Foto: Flightradar24
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Janine EnderliRedaktorin News

Eine Swiss-Maschine auf dem Weg von Zürich nach New York muss am Donnerstagabend (Schweizer Zeit) ausserplanmässig in St. John's, in Neufundland in Kanada landen. Dies zeigen Daten des Portals Flightradar24.

Über dem Nordatlantik sendete die Crew von LX14 den Code 7700. Dieser steht für eine allgemeine Notlage. Die Hintergründe der ausserplanmässigen Landung waren zunächst unklar. 

Später erklärte die Swiss in einem Update, was hinter der Landung steckt: «Auf dem heutigen Flug LX14 von Zürich nach New York (JFK) ist es bei einem Passagier zu einem medizinischen Zwischenfall gekommen. Unsere Cockpit-Crew hat sich deshalb für eine ausserplanmässige Landung in St. John’s entschieden. In Absprache mit der örtlichen Flugsicherung hat sie zusätzlich das Notsignal 7700 abgesetzt», so Mediensprecher Michael Pelzer. Der betroffene Passagier werde nun in ärztliche Obhut übergeben und der Flug mit 234 Passagieren schnellstmöglich nach New York fortgesetzt.

Das bedeutet Code 7700

Der Code 7700 ist nicht detailliert definiert. Er kann beispielsweise einen medizinischen Notfall, Treibstoffmangel, einen technischen Defekt oder Ähnliches bedeuten. 7700 bedeutet nicht automatisch, dass es sich um eine Notlandung handelt. Auch medizinische Zwischenfälle können hinter dem Code stecken. «Ein Notsignal bedeutet nicht automatisch, dass für die Passagiere oder das Flugzeug eine Gefahr besteht. Es sorgt in Fällen wie diesem jedoch dafür, dass die Flugsicherung den Flug mit der gebotenen Priorität behandelt und unsere Crew möglichst ohne Verzögerung landen kann», ergänzt Pelzer. 

Mehrere Fälle von Ausweichlandungen

In den vergangenen Wochen kam es zu mehreren ausserplanmässigen Landungen auf Swiss-Flügen. 

1

Chicago–Zürich

Bereits am 26. August kam es während eines Swiss-Fluges von Chicago nach Zürich zu einer ausserplanmässigen Landung. Die Maschine wich auf die Azoren aus. Grund für die Landung war ein chemischer Geruch, der sich in der Kabine ausgebreitet hatte. Mehrere Personen wurden ärztlich betreut. 

2

Zürich–New York

Am 27. Juli landete eine Swiss-Maschine auf dem Weg nach New York in Bangor. Hintergrund war eine Rauchentwicklung, die durch eine eingeklemmte und überhitzte Ladebox für Kopfhörer verursacht wurde. Die Crew entschied sich, eine Sicherheitslandung durchzuführen.

3

Zürich–Boston

Nur wenige Tage später, am 10. August, musste eine Maschine von Zürich nach Boston nach Dublin umgeleitet werden. Eine Powerbank in der Business-Class hatte sich überhitzt. Auch hier bildete sich Rauch in der Kabine. 

Am Samstag kam es zudem zu einem Zwischenfall mit dem Wanderlust-Flugzeug der Swiss vom Typ A350. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, konnte die Maschine am Samstag erst im zweiten Anlauf nach Boston fliegen, da es zuvor zu einem technischen Problem gekommen war. Der Rückflug am Sonntag musste annulliert werden. Die technische Auffälligkeit hat das Triebwerkssteuerungssystem betroffen. Das Flugzeug kehrte leer zurück. Für die betroffenen Passagiere wurden Ausweichverbindungen organisiert. 

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