Der Code 7700 (Squawk 7700) ist der internationale Transpondercode für einen allgemeinen Notfall in der Luftfahrt. Auch Swiss-Flug LX14 hat ihn am Donnerstagabend abgesetzt.
Gibt die Crew den Code ein, hebt das Radarsystem die Maschine auf den Schirmen der Flugsicherung hervor und löst beim Lotsen einen optischen und akustischen Alarm aus. Der Code ersetzt den Funk nicht. Er ergänzt ihn. In der Regel meldet die Crew die Notlage zusätzlich per Sprechfunk – «Mayday» bei akuter Gefahr, «Pan-Pan» bei dringlichen Problemen ohne unmittelbare Bedrohung.
Was der Code bewirkt
Die Maschine wird für die Flugsicherung sichtbar priorisiert. Der Lotse räumt den Luftraum frei, koordiniert Sink- und Anflug, andere Flugzeuge weichen aus. Umliegende Radarstationen erkennen die Notlage auch dann, wenn der Funkkontakt abreisst.
Die Priorität ergibt sich allerdings aus der Notlage selbst, nicht aus dem Code. Der Lotse fragt zuerst ab: Art des Problems, Absichten der Crew, Personen an Bord, Restkerosin. Erst danach alarmiert er Feuerwehr und Rettungsdienste am Zielflughafen. Bleibt der Funk intakt, lassen Lotsen die Crew mitunter beim bisherigen Code – dieser hält die Verknüpfung zum Flugplan.
Mögliche Gründe
Mögliche Gründe für Code 7700 sind technische Probleme wie Triebwerksausfall, Druckabfall in der Kabine oder Hydraulikstörungen, Feuer oder Rauch an Bord oder kritischer Treibstoffmangel. Am häufigsten aber: ein medizinischer Notfall unter den Passagieren.
Zwei verwandte Codes gehören dazu: 7500 signalisiert einen unrechtmässigen Eingriff, also Entführung. 7600 steht für Funkausfall.
Flightradar24 und ähnliche Dienste markieren einen Squawk 7700 automatisch. Solche Fälle kursieren innert Minuten auf Social Media, oft bevor die Airline reagiert. Ein 7700 heisst nicht, dass Passagiere in Lebensgefahr schweben.